Die YB-Kritik an den Referees
Von Alexander Wäfler. Aktualisiert am 06.12.2011 47 Kommentare
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«Fehlt YB wirklich nur ein herausragender Stürmer?», fragte die «Neue Zürcher Zeitung» letzte Woche, nachdem die Berner im Cup am Challenge-League-Klub Winterthur gescheitert waren. Nach dem 1:1 am Sonntag gegen Sion lässt sich die Frage zumindest teilweise mit Ja beantworten. Weder Emmanuel Mayuka noch Nassim Ben Khalifa konnten sich gegen die Walliser entscheidend in Szene setzen. Die offensiven Impulse gingen fast ausschliesslich von den Aussenspielern Moreno Costanzo, David Degen und Elsad Zverotic aus. Mit einem Sololauf über das ganze Spielfeld gelang es einmal sogar Innenverteidiger Dusan Veskovac, für mehr Unruhe in der Sion-Abwehr zu sorgen als Mayuka und Ben Khalifa während der 95 Spielminuten. Vor allem Ben Khalifa fehlte die Bindung zum Spiel, er wirkt schmalbrüstig und wenig von seinen eigenen Qualitäten überzeugt, die ihm 2010 zu einem Vertrag beim Bundesligaklub Wolfsburg verhalfen. Allerdings wird Ben Khalifa im Januar erst 20 Jahre alt.
Der 21-jährige Mayuka steht mit sieben Meisterschaftstoren auf Platz zwei in der Torschützenliste. Doch der Sambier versucht sich seit der Doublette beim 4:1 gegen Lausanne am 30.Oktober erfolglos im Abschluss. CEO Ilja Kaenzig sagt, es wäre nicht korrekt, die Kritik auf die YB-Angreifer zu konzentrieren. «Der letzte Pass kam auch gegen Sion zu oft nicht an. Die Stürmer leiden unter der Baisse der ganzen Mannschaft.» So sehr er die eigenen Spieler in Schutz nimmt, so heftig kritisiert Kaenzig die Leistungen der Schiedsrichter. «Klar, wir haben nicht immer gut gespielt. Das annullierte Tor von Moreno Costanzo am Sonntag war aber schon der fünfte Treffer in dieser Saison, der uns verwehrt wird. Die Benachteiligung hat ein Ausmass angenommen, das nicht akzeptabel ist.»
FC Basel bevorteilt?
Beim 0:0 in Neuenburg, den beiden 0:1 in Genf und Basel, beim 2:3 nach Penaltyschiessen in Winterthur und beim 1:1 gegen Sion am Sonntag war YB zuletzt ein Treffer entweder wegen Abseits oder Foulspielen aberkannt worden. «Es waren glasklare Tore», sagt Kaenzig. Er redet sich fast in Rage und stellt die Frage in den Raum, weshalb ausgerechnet Basel noch nie benachteiligt worden sei («wie schon uns wurde am Samstag auch Luzern ein Penalty verwehrt»). Die Schiedsrichter liessen sich vom Branchenleader einschüchtern, glaubt der YB-Chef. «Vielleicht müssten auch wir von der Bank aus mehr Druck auf die Referees ausüben. So wie das Basel-Trainer Heiko Vogel ständig tut, und so wie es sein Vorgänger Thorsten Fink machte.»
Darauf, dass sich ihre Misere im Abschluss durch wohlgesinntere Schiedsrichter löst, mag YB trotzdem nicht vertrauen. Ein Stürmer soll das Team in der Rückrunde verstärken. Trainer Christian Gross und der Technische Berater Hansruedi Hasler waren auf Beobachtungstour. In den nächsten Wochen wird der Kandidatenkreis eingeengt, «dann hat der Trainer das letzte Wort», sagt Kaenzig. Und dann endlich erhält Gross Ersatz für Henri Bienvenu, der im September nach Istanbul wechselte und seither für den türkischen Tabellenführer Fenerbahçe in 13 Einsätzen 4 Tore erzielt hat. «Bis zu seinem Abgang hatte Bienvenu in dieser Saison nie getroffen. Es ist also nicht so, dass uns seine Tore fehlen», sagt Kaenzig, der sich diese Woche mit Andy und Hans-Ueli Rihs und Benno Oertig zur Verwaltungsratssitzung trifft. Die Investoren kontrollieren einerseits, ob die Budgetvorgaben erfüllt werden. Andererseits prüfen sie, wie viel Spielraum für Zusatzinvestitionen, sprich für die Verpflichtung von Spielern, besteht. (Berner Zeitung)
Erstellt: 06.12.2011, 07:56 Uhr
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47 Kommentare
Lächerlich Herr Känzig! Es waren 9 aberkannte Tore, davon aber mind. 5 zurecht, YB hätte wohl 4-5 Punkte mehr auf dem Konto ohne diese tatsächlichen Fehlentscheide! ABER beim 2:1 Sieg gegen Sion wurde das absolut korrekte 2:2 von Sion auch zu unrecht annuliert, und das klare Offside Tor in Zürich wurde zu unrecht gegeben! Also gaaar nichts mit benachteiligung! Arme young boys... Antworten
Lieber Herr Kaenzig,
sehen sie es Mal so: würden ihre Spieler so wenige Fehler wie die Schiedsrichter machen, wäre YB sicher auf Platz eins der ASL. Zählen sie einmal die Fehlpässe und Schüsse neben das Tor zusammen und dann vergleichen sie diese Zahl mit den Fehlern, die der Schiedsrichter gemacht hat. Sie werden staunen, der Ref wird immer der beste man auf dem Platz sein!
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