«Die Letten haben Blut geleckt»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 09.09.2009
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Vor fast genau einem Jahr, am 10. September 2008, kassierte die Schweiz gegen Luxemburg eine Jahrhundert-Blamage. Seit diesem Tag ist das Team von Hitzfeld ungeschlagen und grüsst nach fünf Siegen in Serie als Gruppen-Leader. «Ich bin lieber der Gejagte als der Jäger», sagte der Deutsche gestern an der Pressekonferenz in Riga. «Als Leader ist man nicht abhängig von anderen Resultaten», rechnet der Mathematiklehrer. Diesen Vorteil gelte es zu nutzen. «Und zu wahren», schob er nach.
Beim 2:0 am Samstag holte die Schweiz gegen Griechenland drei Big Points. «Ich habe schon vor dem Spiel gesagt, dass der Match in Lettland noch schwieriger sei», warnt Hitzfeld. Damals sei er aber davon ausgegangen, dass die Letten in Israel nicht gewinnen würden.
«Nun haben die Letten Blut geleckt », drückt es Hitzfeld pointiert aus. Er rechnet sich durch diese neue Ausgangslage jedoch grössere Chancen aus, selber zum Sieg zu gelangen. «Die Letten wollen gewinnen. Sie werden deshalb nicht nur defensiv spielen», vermutet Hitzfeld. «Das eröffnet uns mehr Möglichkeiten in der Offensive», ist er überzeugt.
Mittelmass oder sehr gut?
Sein Team könne heute beweisen, ob es eine mittelmässige, eine gute oder eine sehr gute Mannschaft sei. «Wir haben noch die Schlussphase gegen Griechenland, die tolle Stimmung im Stadion und die riesige Euphorie im Kopf», so Hitzfeld. Das müsse aber sofort in den Hintergrund treten. Viele Teams seien daran schon gescheitert – «genau das unterscheidet grosse von mittelmässigen Mannschaften», glaubt Hitzfeld. (NEWS)
Erstellt: 09.09.2009, 11:14 Uhr
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