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Degen bietet sich Hitzfeld als Alternative an
Von Alexander Wäfler. Aktualisiert am 04.09.2010
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Die 67. Minute hatte eben begonnen im Freundschaftsspiel zwischen der Schweiz und Australien, als Moreno Costanzo für Alex Frei eingewechselt wurde. Der Mittelfeldspieler der im Sommer von St.Gallen zu den Young Boys gewechselt hatte, kehrte damit bei seinem zweiten Länderspiel in seine Ostschweizer Heimat zurück. Zwar gelang es dem 22-Jährigen anders als bei seinem Debüt gegen Österreich vor drei Wochen nicht, das Siegestor zu erzielen. Doch nach Costanzos Hereinnahme standen in der St. Galler AFG-Arena fünf YB-Spieler für die Schweiz auf dem Platz. Torhüter Marco Wölfli kam während 90 Minuten zum Einsatz. Der Keeper meisterte seine Aufgaben überzeugend und zeigte in der 83. Minute eine spektakuläre Faustabwehr gegen den Kopfball von Dario Vidosic. Wölfli stellte unter Beweis, dass er für einen Einsatz gegen England am Dienstag bereit wäre. Dies für den Fall, dass Stammgoalie Diego Benaglio wegen der Geburt seines Kindes auf einen Einsatz im ersten EM-Qualifikationsspiel verzichtet.
Affolter steigerte sich
Auch YB-Verteidiger François Affolter spielte 90 Minuten lang. In seinem zweiten Länderspiel bekundete der 19-Jährige zunächst einige Schwierigkeiten, den Rhythmus zu finden, und schlug einige Fehlpässe. In der 12.Minute passte er den Ball dem Australier Tim Cahill vor die Füsse. Der Premier-League-Stürmer von Everton konnte die Chance aber nicht nutzen. An der Seite von Stéphane Grichting und nach der Pause an jener von Steve von Bergen fand Affolter dann aber immer besser ins Spiel. Je länger die Partie dauerte, desto weniger Probleme hatte Affolter mit seinen Gegenspielern.
Überraschend stand auch David Degen in der Startformation. Am Donnerstag hatte Ottmar Hitzfeld noch gesagt, Xherdan Shaqiri werde auf der rechten Seite beginnen. Die Erkrankung von Tranquillo Barnetta liess den Nationaltrainer aber umdenken. Weil Barnetta möglicherweise auch gegen England ausfällt, wollte Hitzfeld Degen eine Einsatzgelegenheit geben. Der 27-jährige Basler, der seit zwei Jahren für YB spielt, kam gestern erst zum zweiten Mal in der Ära Hitzfeld für die Nationalmannschaft zum Einsatz. Sein letztes Länderspiel hatte er zuvor im November 2009 beim 0:1 gegen Norwegen bestritten.
Es war eine gute Leistung, die Degen bis zur Auswechslung in der 70.Minute zeigte. Kurz nach Spielbeginn stürmte er erstmals aufs Tor der Australier. Über Degens rechte Seite liefen auch danach die meisten Schweizer Angriffe, und die australischen Defensivspieler bekamen den schnellen Flügel nie richtig unter Kontrolle. Beinahe wäre Degen sein erstes Länderspieltor gelungen: In der 50.Minute konnte Australiens Keeper Mark Schwarzer Degens Schuss aus spitzem Winkel aber gerade noch um den Torpfosten lenken. 9 Minuten später wurde Degen dann von seinem Gegenspieler Carl Valeri im Strafraum umgerempelt. Alex Frei verschoss den Penalty allerdings auf klägliche Art und Weise.
Sutters sehr solides Debüt
Das 0:0 gegen Australien wird vor allem Scott Sutter in besonderer Erinnerung bleiben. Der 24-Jährige, englisch-schweizerischer Doppelbürger, kam gestern zu seinem erstem Länderspiel und wurde dafür nach dem Abpfiff von seiner Familie am Spielfeldrand so richtig gefeiert. Sutter ersetzte nach der Pause auf der rechten Abwehrseite Stephan Lichtsteiner. Die Sturmläufe blieben zwar aus, doch Sutter war Teil eines Schweizer Teams, das dem Gegner in der zweiten Halbzeit weniger Spielraum liess als vor dem Seitenwechsel. (Berner Zeitung)
Erstellt: 04.09.2010, 09:37 Uhr

