Benaglios Antwort auf seine deutschen Kritiker
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 08.03.2011
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Wolfsburg trennt nur noch ein Punkt von einem Abstiegs-Platz. Nach dem Titelgewinn 2009 ein eklatanter Absturz. Die deutschen Medien haben vor allem Diego Benaglio im Fokus. Sie kreiden dem Schweizer nach der 0:3-Niederlage gegen Leverkusen Fehler an. Er sei an allen drei Gegentoren massgeblich beteiligt gewesen. Das Millionen-Blatt «Bild» verspottet den Schweizer heute sogar.
«Die Krise fängt schon ganz hinten an: Bei Diego Benaglio.» Statt «Big Ben» wie in der Wolfsburger Meistersaison 2009 heisst Benaglio jetzt «Big Penn». Der Schweizer sei vom Rückhalt zum Risikofaktor geworden. Allerdings: Mit Kritik kann Benaglio sehr wohl umgehen. Selbstkritik hat er in der Vergangenheit schon oft bewiesen und sie auch geübt. Auch zuletzt. «Beim zweiten Tor sehe ich nicht gut aus», antwortete Benaglio am Samstag nach dem Spiel in Leverkusen auf die kritischen Fragen der Journalisten.
In Deutschland ist er sich schon einiges gewohnt. «Auch negative Schlagzeilen gehören zum Geschäft», sagt Benaglio, der die Kritik hochprofessionell entgegennimmt. «Ich war stets zurückhaltend im Entgegennehmen von Lob», sagt Benaglio. Genau gleich kritisch gehe er jetzt mit den Vorwürfen um. Er wisse sehr wohl, wie er die Kritik einordnen, einschätzen und damit umgehen müsse. «Ich war ja in Leverkusen während des Spiels vor Ort», sagt er ganz ruhig. Eine konstruktive Kritik diene möglicherweise einer Verbesserung seiner Leistung.
Auch Italiens Weltmeister Buffon steht in der Kritik
Diego Benaglio war aber bei weitem nicht der einzige Torhüter, der am Wochenende im Fokus der Kritiker stand. Italiens Weltmeister Gianluigi Buffon wurde nach der 0:1-Niederlage zu Hause gegen Milan die Hauptschuld am Gegentreffer gegeben. Auch Bayerns Torhüter Thomas Kraft wurde nach der 1:3-Niederlage in Hannover bös kritisiert. Dem Schalker Manuel Neuer, dem deutschen Nationalkeeper, passierte bei der 0:1-Niederlage in Stuttgart übrigens das gleiche Missgeschick wie Kraft. Nur wurde dieses Tor nicht gegeben und wurde deshalb in den deutschen Medien auch nicht thematisiert. Auch FCZ-Torhüter Andrea Guatelli war in Basel nicht über alle Zweifel erhaben. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.03.2011, 09:45 Uhr
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