Ambitioniertes YB muss sich steigern
Von Fabian Ruch. Aktualisiert am 09.08.2011 15 Kommentare
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Christian Gross setzt sich selbstverständlich intensiv mit der Super-League-Gegnerschaft auseinander. Vor der ersten Runde hatte der neue YB-Trainer prognostiziert, die Saison werde sehr spannend verlaufen: «Ich glaube nicht, dass sich ein Team früh absetzen wird.» Mittlerweile sind vier Spieltage absolviert, und die Super League präsentiert sich tatsächlich äusserst ausgeglichen, die ersten sechs Vereine liegen innerhalb von 2 Punkten. Und YB steht auf dem 6.Rang, mit einem Erfolg und drei Unentschieden, aber noch ohne Heimsieg (je 1:1 gegen Basel und Servette) – und vor allem: noch ohne restlos überzeugt zu haben.
Vier ziemlich starke Gegner
Den zurückhaltenden Saisonstart der Young Boys kann man auf verschiedene Arten betrachten. Man darf zum Beispiel darauf verweisen, dass die bisherigen Gegner eher stark waren und derzeit auf Rang 1 (Luzern), 3 (Sion), 4 (Servette) und 5 (Basel) liegen. Man kann aber auch behaupten, eigentlich hätten die Young Boys beim einzigen Sieg (2:1 in Sion) ziemlich schwach gespielt und im Wallis 3 Punkte gestohlen, hingegen in den Heimpartien sowie am Sonntag beim erneuten 1:1 in Luzern problemlos dreimal gewinnen und damit sechs Zähler mehr ergattern können. «Es ist alles eng. Das Niveau in der Super League ist gestiegen», sagte Gross letzte Woche, «es gibt keine einfachen Partien mehr.»
Noch sind die Ligaverhältnisse schwierig einzuschätzen, aber attraktiv und unterhaltsam ist die Super League allemal. Der YB-Rivale Basel hat auch 6 Punkte, tut sich ebenfalls schwer und erzielte zuletzt zweimal (2:2 bei GC und 3:3 gegen Sion) erst in der Schlussphase den Ausgleich. Und Zürich, der dritte Titelfavorit, war sogar mit 0 Punkten aus drei Spielen gestartet, ehe er sich am Sonntag beim 6:0-Heimsieg gegen GC fulminant zurückmeldete und den Grasshoppers gleich die höchste Niederlage in der 114-jährigen Derbyhistorie beifügte.
Farnerud bisher der Beste
Jetzt ist nach intensiven Wochen für YB erst mal Länderspielpause, zahlreiche Akteure sind mit Auswahlen unterwegs, Michael Silberbauer beispielsweise mit Dänemark. Der defensive Mittelfeldspieler muss sich bei den Young Boys an der Seite Alexander Farneruds im zentralen Aufbau steigern, während Farnerud im extrem breiten Kader der Berner den besten Eindruck hinterliess. Überhaupt nicht überzeugend agierte YB, das nur 5 Tore in 4 Spielen erzielte, in den Bereichen Abschluss und Effizienz. Der wohl beste Skorer Henri Bienvenu war teilweise verletzt und wartet auf seinen ersten Saisontreffer. Auf Bienvenus Tore werden die Berner angewiesen sein, sollen die hohen Ziele erreicht werden. Und es wäre im Sinn von Christian Gross, würde am Sonntag in Zürich gegen GC erstmals zu null gespielt werden.
Und nach den darauffolgenden Heimspielen gegen Thun und Zürich sowie den Europa-League-Playoff-Spielen gegen Braga kann man dann Ende August besser beurteilen, wie stark YB ist. (Berner Zeitung)
Erstellt: 09.08.2011, 07:16 Uhr
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15 Kommentare
Nicht aufregen Leute. Die Meisterschaft dreht sich nicht mehr nur um zwei oder drei Mannschaften, sondern die Super League hat durch den Aufstieg von Lausanne und Servette mehr qualitativ guteMannschaften, die dem FCB, YB und Zürich die Suppe versalzen können. Es ist wohl nicht zu befürchten, dass eine oder zwei Mannschaften die übrigen punktemässig abhängen wie früher. Das ist doch interessant! Antworten
v.a. der teure startrainer muss sich steigern. keine peinlichen ausreden (terrain, wetter usw.) und endlich einen stürmer engagieren (statt noch weitere verteidiger) . solch müde auftritte wie gegen servette, sahen wir die vergangen zwei jahre nie. Antworten
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