Affolter steht vor Vertrag in Bremen
Von Alexander Wäfler. Aktualisiert am 25.01.2012 23 Kommentare
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Es hat sich ein regelrechter Pendelverkehr eingerichtet zwischen dem La-Cala-Resort, dem Teamhotel der Young Boys in Andalusien, und dem Flughafen Malaga. Am Montag wurde Stürmer Marco Schneuwly, der aus dem Trainingslager zum FC Thun wechselte, an den Flughafen gefahren. Am Dienstag nun brauchte François Affolter einen Chauffeur. Der Verteidiger hatte zuvor von der YB-Klubleitung die Erlaubnis erhalten, mit Werder Bremen ein «Sondierungsgespräch» zu führen.
Affolter traf sich nach der Landung in Zürich mit den Klubverantwortlichen des Bundesligisten, die extra in die Schweiz geflogen waren. Die Unterhaltung verlief positiv; am Abend reiste der 20-Jährige weiter nach Bremen, wo er heute die medizinischen Tests absolviert. Nach Schneuwly dürfte damit der zweite Spieler die Young Boys während des Trainingscamps verlassen und zu einem anderen Klub wechseln. «Das Angebot kam für uns überraschend», sagte der Technische Direktor Hansruedi Hasler, der mit dem Team in Spanien weilt.
Werder braucht Verteidiger
Werder Bremen ist in der Innenverteidigung dringend auf Verstärkung angewiesen. Andreas Wolf wechselte vor ein paar Tagen nach Monaco, am Wochenende zog sich Sebastian Prödl bei einem Tritt seines Gegenspielers schwere Gesichtsverletzungen zu, und der Brasilianer Naldo ist sowohl verletzt als auch abwanderungswillig.
Affolter hatte in den letzten Wochen stets betont, er sei mit seiner Situation in Bern unzufrieden. YB-Trainer Christian Gross setzt in der Innenverteidigung auf Alain Nef und Dusan Veskovac. Affolter spielte in der Vorrunde nur fünf Mal. Unter Gross’ Vorgänger Vladimir Petkovic hatte Affolter einen Stammplatz besessen und den Sprung in die A-Nationalmannschaft geschafft (4 Länderspiele). Nun sieht er auch seinen Platz im U-21-Nationalteam und damit auch die Teilnahme am Olympischen Fussballturnier im Sommer durch seine Situation als Bankdrücker gefährdet.
Aktuell nur drei Stürmer
Ob Affolter in Bremen unterschreibt und für wie lange, stand gestern noch nicht fest. Im Raum steht offenbar auch eine Ausleihe bis Ende Saison, mit Kaufoption. Die Variante käme den finanzschwachen Bremern entgegen. Ersetzt würde Affolter bei YB gemäss Hasler erst im Sommer.
Ins Stocken geraten ist die Stürmersuche. Es ist fraglich, ob bis zum Ende der internationalen Transferperiode am 31.Januar (jene für Wechsel innerhalb der Schweiz endet zwei Wochen später) ein weiterer Angreifer zu YB stösst. Aus seinem Büro in Bern meldet der zu Hause gebliebene CEO Ilja Kaenzig: «Der Markt ist ausgetrocknet, und wir machen nur einen Transfer, wenn wir davon überzeugt sind, dass es passt.»
Christian Gross droht somit zu Beginn der Rückrunde die Stürmernot. Übersteht Emmanuel Mayuka mit dem Nationalteam Sambias die Vorrunde am Afrika Cup, stünden dem YB-Coach am 4.Februar, beim Auftakt gegen Servette, mit Nassim Ben Khalifa (20), Josef Martinez (18) und U-19-Nationalspieler Michael Frey (17) nur drei gelernte Stürmer – die noch dazu sehr jung sind – zur Verfügung. (Berner Zeitung)
Erstellt: 25.01.2012, 07:11 Uhr
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23 Kommentare
Für ein mittelmässiges YB nicht gut genug, hingegen für den 5. der Bundesliga. YB will mit Hasler auf Junge setzen! Wie unglaubwürdig will YB noch werden? Werden nun U-21-bis U-18-Talente mit dem Versprechen geködert, dass sie nicht spielen werden, aber an Topvereine im Ausland verkauft werden könnten? Imageschaden pur. In der Privatwirtschaft führt eine solche Wertevevernichtung zu Entlassungen! Antworten
Das derzeit grösste YB-Talent wurde schlicht von der neuen Riege vergrault. Ein Armutszeugnis für die Herren Gross und Hasler. Nun noch Sutter und Raimondi aus dem Team ekeln, dann ist kaum noch einer der "alten" Garde vorhanden. Wann endlich stoppen die Investoren dieses Treiben? Wieviele Niederlagen darf sich Gross noch erlauben? Antworten
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