26 YB-Tore zum Auftakt mit Christian Gross
Von Alexander Wäfler. Aktualisiert am 23.06.2011
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Saanenland-Auswahl - YB 0:26 (0:14)
Schützebode, Saanen. - 450 Zuschauer. - SR Waeber.
Tore: 5. Schneuwly 0:1. 11. Schneuwly 0:2. 13. Nef 0:3. 20. Degen 0:4. 23. Veskovac 0:5. 25. Bienvenu 0:6. 28. Bienvenu 0:7. 29. Schneuwly 0:8. 33. Farnerud 0:9. 35. Schneuwly 0:10. 36. Raimondi 0:11. 40. Schneuwly 0:12. 42. Degen 0:13. 44. Farnerud 0:14. 56. Nuzzolo 0:15. 59. Mayuka 0:16. 60. Tosetti 0:17. 65. Mayuka 0:18. 66. Mayuka 0:19. 71. Mayuka 0:20. 75. Nuzzolo 0:21. 76. Degen 0:22. 77. Zverotic 0:23. 81. Alioski 0:24. 87. Pascal Doubai 0:25. 89. Pascal Doubai 0:26.
Saanenland-Auswahl: Kohli (46. Graf); Baumann, Fabri Haldi, Sascha Reuteler, Bütschi (46. Balsiger); Lars Reuteler, Werren (46. Frey), Claude Haldi (46. Rolli), Baumberger; Kübli (46. Balsiger), Reichenbach (Michael Haldi).
YB: Benito (46. Mvogo); Sutter (46. Zverotic), Nef (46. Dudar), Veskovac, Spycher (46. Lingani); Degen, Silberbauer (46. Pascal Doubai), Farnerud (46. Tosetti), Raimondi (46. Alioski); Bienvenu (46. Mayuka), Marco Schneuwly (46. Nuzzolo).
Bemerkungen: YB ohne Wölfli (trifft am Donnerstag nach den verlängerten Ferien in Gstaad ein), Affolter, Costanzo (beide U21-EM), Mveng (Fussprellung), Jemal (abwesend), Dussin (rekonvaleszent); YB mit Alioski (eigener Nachwuchs).
Es regnet in Strömen, als Christian Gross auf dem Sportplatz Schützenboden in Saanen zum ersten Mal als YB-Trainer seinen Platz als am Spielfeldrand einnimmt. Es regnet in Strömen, als Gross 90 Spielminuten später zum ersten Mal als YB-Trainer ein Spiel analysiert. 26 Tore haben die Young Boys dazwischen gegen den eben in die 3. Liga aufgestiegenen FC Sarina Gstaad erzielt und keines zugelassen. «Die Mannschaft trat seriös auf, sie zeigte Spielfreude und Zug aufs Tor. Das hat mir gefallen», sagt Gross, der eine knallrote Regenjacke mit seinen Initialen auf der Brust trägt.
Der Anfahrtsweg der Profis zum Spiel auf dem frisch renovierten und hervorragend präparierten Rasen, auf dem sie bis am Wochenende auch trainieren, war kurz. Sie sind die ganze Woche im Hotel Arc-en-ciel in Gstaad untergebracht. Mit «A place like heaven» – ein Ort wie im Himmel – bewirbt sich das 4-Sterne-Haus auf seiner Internetseite selbst. Die Spieler finden für die Freizeit einen Pool, einen Fitnessraum, Mountainbikes und einen Tischtennistisch vor.
Das Spiel gegen den Neo-Drittligisten Sarina ist eine Geste der Young Boys an den Amateurklub, der den Stadtbernern in dieser Woche professionelle Arbeitsbedingungen bietet. «Als ich mich mit dem FC Basel in Celerina auf die Saison vorbereitete, traten wir ebenfalls gegen die lokalen Klubs an», sagt Gross, dessen Debüt als YB-Coach unter anderem von CEO Ilja Kaenzig und dem Technischen Direktor Hansruedi Hasler verfolgt wird. Das Trainingslager findet auf Initiative von Gross im Oberland statt. «Die Reise ist kurz, die Infrastruktur ist hervorragend und nach einem harten Arbeitstag hat man mit dem tollen Panorama auch noch etwas fürs Auge.» Gross’ Vorgänger Vladimir Petkovic war mit dem Team im Sommer jeweils nach Rimini gereist. Mitsamt Frauen, Freundinnen und Kindern. Unter Gross sind die Angehörigen nicht mehr dabei, Teambildung findet eher am Rand statt, respektive auf dem Platz. Der Fokus gilt den Trainings, und diese verlaufen so richtig anstrengend. «Wir trainieren aber viel mit dem Ball. Der Coach lässt verschiedene Spielformen üben, so bleibt es interessant», sagt Christoph Spycher, der in Saanen bis zu seiner Auswechslung die Captainbinde trägt. Marco Wölfli, der YB-Captain der letzten Jahre, wird nach seinen Hochzeitsferien heute zum Team stossen. Vieles deutet daraufhin, dass der Keeper das Amt behält und Spycher sein Vertreter bleibt.
Gross sagt, er habe bemerkt, wie gespannt die Equipe auf den neuen Trainer gewesen sei. «Sie wollten natürlich wissen, mit wem sie es zu tun bekommen.» Bereits kennengelernt haben die YB-Fussballer Gross’ Detailversessenheit. So liess er vor der Ankunft des Teams einen Sichtschutz am Trainingsplatz montieren, um den Spielern etwas Abgeschiedenheit zu verschaffen. Und die Sitzung vor dem Spiel gegen Sarina dauerte gleich lange wie vor einem Ernstkampf. Die Ligazugehörigkeit des Gegners sei dabei mit keinem Wort angesprochen worden. Entsprechend konzentriert tritt YB auch auf. Schnörkellos erzielt das Team Tor um Tor. «So müssen wir weiterarbeiten. Bald erwarten uns ganz andere Aufgaben», sagt Gross. (Berner Zeitung)
Erstellt: 23.06.2011, 07:10 Uhr
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