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... und am Ende jubelt oft Basel

Von Fabian Ruch. Aktualisiert am 19.11.2011 2 Kommentare

YB tritt am Samstag im St.-Jakob-Park an. In Basel wie in Bern verloren die Young Boys eine Finalissima gegen den FCB.

Basel feiert, Bern trauert: Die Spieler des FC Basel freuen sich im Mai 2010 nach dem 2:0-Sieg gegen YB im Stade de Suisse über den Titel.

Basel feiert, Bern trauert: Die Spieler des FC Basel freuen sich im Mai 2010 nach dem 2:0-Sieg gegen YB im Stade de Suisse über den Titel.
Bild: Andreas Blatter

Die Super League liefert in diesen Wochen beinahe täglich Negativschlagzeilen um die Brennpunkte Xamax, Sion und Fangewalt. Der gestrige Tag war ein besonders schwarzer Freitag für den Schweizer Fussball: Bei Xamax gehen die Lichter wohl bald aus (Text links); für Sion sieht es im Theater um die Sommerpausenzugänge düster aus (Text unten); und die Liga hat gestern nach langer Zeit doch noch einen Entscheid gefällt, wie das wegen eines Petardenwurfes abgebrochene Zürcher Derby vom 2. Oktober zwischen GC und dem FCZ zu werten sei – GC siegt 3:0 forfait (Seite 28). Aber immerhin wird heute der Rahmen im St.-Jakob-Park beim Spitzenkampf Basel - YB mal wieder würdig sein: Weit über 30000 Eintrittskarten sind bereits verkauft worden.

Längst wieder ein Klassiker

YB-Coach Christian Gross strebt bei seiner Rückkehr in den St.-Jakob-Park mit seiner Mannschaft einen Sieg an. «Wir haben in einigen Heimspielen in dieser Saison und zuletzt auch in Neuenburg und Genf unnötig Punkte abgegeben», sagt Gross. «Nun stehen wir in Basel unter Zugzwang.» Die Young Boys verbrachten die Nacht auf heute in einem Hotel in Pratteln, und man darf gespannt sein, mit welcher Aufstellung sie versuchen werden, dem FCB ein Bein zu stellen. «Alle Spieler sind einsatzfähig, das freut mich», sagt Gross. Und er fordert: «Wir müssen deutlich torgefährlicher und druckvoller agieren als zuletzt.» In den letzten Auswärtspartien vor der Länderspielpause hatten die Young Boys bei Xamax (0:0) und Servette (0:1) keinen Treffer erzielt. Allerdings wurde ihnen in beiden Partien in der Schlussphase ein Tor wegen Abseits zu Unrecht aberkannt.

Dramatik und Schiedsrichterdebatten wiederum passen perfekt zur Affiche FCB vs. YB. Fast immer, wenn Rot-Blau auf Gelb-Schwarz trifft, ereignete sich zuletzt Spektakuläres. «Diese Partie hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Klassiker entwickelt», sagt YB-Captain Marco Wölfli. «Es geht halt immer um viel, wenn wir gegen Basel spielen.» Die Bilanz der Young Boys ist dabei gar nicht so schlecht, gerade unter Trainer Vladimir Petkovic siegten sie mehrmals in Serie gegen Basel. Aber in Erinnerung sind natürlich in erster Linie zwei schwere und bittere Niederlagen für die Young Boys.

YB verlor zweimal 0:2

2008 hätten die Young Boys unter Trainer Martin Andermatt in Basel mit einem Sieg am letzten Spieltag Meister werden können. Wie so oft unter Trainer Christian Gross aber überzeugte der FCB mit wuchtigem, schwungvollem Beginn. Der junge Valentin Stocker schoss nach 13 Minuten das 1:0, Stürmer Marco Streller erzielte in der 23.Minute das 2:0, und vorbei waren die Hoffnungen der YB-Fangemeinde auf den ersten Meistertitel seit 1986. Vielleicht hätte die Begegnung einen anderen Verlauf genommen, hätte YB-Stürmer Marco Schneuwly nach wenigen Minuten eine ausgezeichnete Chance verwertet. Er ist neben Wölfli der einzige aktuelle Spieler der Young Boys, der vor dreieinhalb Jahren bereits eingesetzt wurde.

Vielleicht noch näher am Titelgewinn waren die Berner zwei Jahre später unter Coach Vladimir Petkovic. Der Basel-Trainer hiess nun Thorsten Fink, und auch er setzte sich, diesmal in Bern, in der letzten Runde im entscheidenden Direktduell gegen YB 2:0 durch. In Bern mussten wieder Tränen der Enttäuschung getrocknet werden, hatten die Young Boys doch im Verlauf der Saison einen gewaltigen Vorsprung von dreizehn Punkten auf Basel verspielt. «Die verlorene Finalissima im Stade de Suisse gegen Basel ist die bitterste Niederlage mit YB», sagt Torhüter Wölfli. Erneut hatte Valentin Stocker, der heute verletzt fehlt, kurz vor der Pause das erste Tor für die überlegenen Basler erzielt – Altmeister Scott Chipperfield entschied die Partie (und damit die Meisterschaft) nach einer Stunde Spielzeit schliesslich.

Und heute? Geht es nicht direkt um den Titel, aber zumindest für YB bereits um einiges. Bei einer Niederlage würde der Rückstand auf den stabilen FC Basel schon neun Zähler betragen. In der verrückten Liga droht also Langeweile. Trotz Theater um Xamax, Sion und Fangewalt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 19.11.2011, 11:59 Uhr

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2 Kommentare

Emir Kobilic

19.11.2011, 13:35 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Mit fähigen Schiedsrichter (Xamax -2. Lausanne -1) wäre YB heute nur auf 3 Punkte hinten FCB gewesen. Hoffe heute gibt es keine Schiedsrichter aus Baselbiet die ihre Karriere ausgerechnet gegen YB beenden möchten (Claudio Circhetta, 4.12.2010). Antworten



Programm & Resultate

Freundschaftsspiel
EndeSpanien - Serbien2:0
EndeSchweiz - Deutschland5:3
EndeNorwegen - England0:1
Playoff
EndeSion - Aarau3:0
Stand: 26.05.2012 20:56
Brussels Ladies Open
26.05EndeRadwanska - Halep7:5 6:0
Stand: 26.05.2012 17:02
GP Monaco 2012 - Qualifikation
1:14.3011 Michael Schumacher
1:14.3812 Mark Webber
1:14.4483 Nico Rosberg
Stand: 27.05.2012 23:34
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
Roland Garros
27.05EndeCipolla - Wawrinka3:6 3:6 6:4 6:3 2:6
Stand: 27.05.2012 16:09
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
Playoff
17:00Aarau - Sion
Stand: 25.05.2012 09:25
Roland Garros WTA
28.0516:15Radwanska - Jovanovski
Roland Garros
28.0512:15Federer - Kamke
28.0513:30Djokovic - Starace
Stand: 25.05.2012 15:24
Keine Daten vorhanden
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