Veskovacs erster Treffer erlöst die Young Boys
Von Alexander Wäfler. Aktualisiert am 03.10.2011
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Dusan Veskovac hat das Spiel gegen Leader Luzern zugunsten der Young Boys entschieden. Der Innenverteidiger stand in der 58.Minute goldrichtig und drosch den Ball nach einer Flanke von David Degen aus kurzer Distanz ins Tor. Der Treffer ebnete YB den Weg zum vierten Sieg in Folge. Nach dem 1:0 im Spitzenspiel beträgt der Rückstand auf die Tabellenspitze noch drei Punkte. Ausgerechnet Veskovac, der die letzten zwei Partien wegen Adduktorenproblemen verpasst hatte, durfte sich nach dem Schlusspfiff vor 26'549 Zuschauern als Matchwinner feiern lassen: Nach dreieinhalb Saisons in Luzern war der Serbe im Sommer nach Bern gewechselt. Ein Tor in einem Wettbewerbsspiel hatte er in seiner Profikarriere zuvor noch nicht erzielt. Kein Wunder, sagte der 25-Jährige, als er nach dem Schlusspfiff von den Reportern umringt wurde: «Das ist ein sehr spezieller Moment für mich.»
Veskovacs Treffer war eine Erlösung für die Berner. Eine gute Stunde lang waren sie zuvor angerannt. Lange bissen sie sich am Luzerner Ultradefensivkonzept die Zähne aus und kamen in der 41.Minute durch Alexander Farnerud zur einzigen guten Möglichkeit. Gleichzeitig musste YB stets auf der Hut sein, um nicht von einem der gefährlichen Konter des Leaders auf dem falschen Fuss erwischt zu werden. Nach 11 Minuten prüfte Michel Renggli YB-Goalie Marco Wölfli. Wenig später traf der FCL-Captain die Lattenoberkante. «Wir fanden sehr wenig Platz vor», sagte YB-Trainer Christian Gross, «das Tor verschaffte uns aber einen enormen Vorteil.»
Fünf Verteidiger
Luzern-Coach Murat Yakin liess sein Team gleich mit fünf Verteidigern agieren. Auf die Dienste von Bruder Hakan, der kreativen Schaltzentrale, verzichtete er zu Beginn ebenso wie auf jene des schnellen Flügelspielers Nelson Ferreira, der immerhin bereits drei Saisontore erzielt hat. «Ich wollte für eine Überraschung sorgen», sagte Murat Yakin. Erst nach dem Gegentreffer wechselte er seinen Bruder Hakan und Ferreira in der 62.Minute im Doppelpack ein. Die Wirkung der beiden war gering, die heiklen Momente für YB gingen von anderen Luzernern aus. Von Xavier Hochstrasser etwa, dessen Schuss von Wölfli abgewehrt wurde (72.Minute), oder von Alain Wiss, der wenig später im letzten Moment von Veskovac gestoppt wurde. Allerdings hätten die Berner zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr um den Sieg zittern müssen, wenn Schiedsrichter Ludovic Gremaud in der 70.Minute beim Kopfballtreffer von Alain Nef nicht auf Foul des YB-Verteidigers entschieden hätte. Nef hatte nach einem Eckball Alexander Farneruds zwar seinen Gegenspieler Tomislav Puljic an der Schulter touchiert, die Aktion als Unsportlichkeit zu bewerten, war aber wohl zu streng.
«Resultat freut nicht nur uns»
«Der Treffer hätte zählen müssen», sagte Gross. Nach dem Erfolg mochte der YB-Coach aber nicht länger hadern. «Dieser Sieg tut gut. Ich freue mich, hat sich der Rückstand zur Spitze verringert. Das Resultat freut nicht nur uns, sondern auch andere Teams.» Nach der ersten Saisonniederlage der Luzerner sind die ersten vier Mannschaften in der Tabelle – Luzern, YB, Sion und Basel – nur noch durch fünf Punkte getrennt. «Die Luzerner werden nicht viele Punkte abgeben. Ich habe sie auf der Rechnung», sagte Gross. Umso zufriedener war er über den zweiten Heimsieg unter seiner Leitung. Nach der Länderspielpause und dem Cupspiel in Freienbach empfängt YB in drei Wochen GC. (Berner Zeitung)
Erstellt: 03.10.2011, 06:01 Uhr
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