Schweiz will gegen Lettland drei weitere Big Points
Die neue Ausgangslage als Gruppenerster ist umso eindrücklicher, als die nunmehr seit acht Spielen ungeschlagene Schweizer Mannschaft exakt vor einem Jahr - nach der 1:2-Heimblamage gegen Luxemburg (10. September 2008) - am Boden zerstört war und wochenlang nur noch Hohn und Spott erntete. Erfolgstrainer Hitzfeld schaffte jedoch in Rekordzeit die Wende: Sein Team ist seit diesem Tag ungeschlagen und hat in der WM-Ausscheidung fünf Siege aneinander gereiht. Das hat zuvor noch keine Schweizer Mannschaft geschafft.
Die Letten wollen heute abend unbedingt gewinnen, weil sie nach dem Sieg in Israel Blut geleckt haben und sich wieder Chancen für Südafrika ausrechnen. Ein Unentschieden bringt den Letten wenig und hilft vor allem der Schweiz. Hitzfeld sieht dies positiv: "Sie werden deshalb nicht nur defensiv spielen. Das eröffnet uns Möglichkeiten in der Offensive."Der Erfolgstrainer peilt heute den sechsten Qualifikations-Sieg in Serie an. Es sei ein weiteres Finalspiel seit Luxemburg und das drittletzte in der WM-Ausscheidung. "Wir müssen nicht, aber wir versuchen zu gewinnen. Auch ein Remis würde uns weiterbringen. Aber wir stehen jetzt noch nicht so unter Erfolgsdruck wie in den nächsten beiden Spielen in Luxemburg und zu Hause gegen Israel. Diese gute und selber erarbeitete Situation sollten wir ausnutzen."
Hitzfeld hat einen definitiven und einen möglichen Wechsel gegenüber der Startformation vom Samstag vorgesehen. Der gegen die Griechen gesperrt gewesene Stephan Lichtsteiner kehrt wieder ins Team zurück und ersetzt Alain Nef als rechter Aussenverteidiger. Die zweite Änderung ist für die Schaltzentrale im Mittelfeld vorgesehen, sie hängt jedoch vom Gesundheitszustand von Gökhan Inler ab. Dieser musste sich gestern Abend einem Härtetest unterziehen und wird sich heute entscheiden.
Die wahrscheinliche Startformation der Schweiz lautet deshalb: Benaglio; Lichtsteiner, von Bergen, Grichting, Magnin; Padalino, Fernandes (Inler), Huggel, Barnetta; Nkufo, Frei. -- Ersatz: Wölfli, Leoni; Nef, Senderos, Spycher; Derdiyok, Schwegler, Vonlanthen, Yakin.
Erstellt: 09.09.2009, 07:05 Uhr
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