Zweitwohnungen machen Alpenregionen zu Stadtquartieren
Aktualisiert am 26.05.2011 10 Kommentare
Dossiers
Artikel zum Thema
- Mehr Skifahrer durch die Schöllenenschlucht
- Die Sawiris: Zwischen Kumpanei und Opposition
- «Jetzt müssen nur noch die Schweizer daran glauben»
- Fusionsprojekt auf Tessenberg-Plateau gescheitert
- Kleine Gemeinden versenken Regionalkonferenz
- Jede Teilregion hat zwei Nein-Sager
Stichworte
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Städter mit einer Zweitwohnung in den Bergen sind heute ökonomisch für viele Alpenregionen wichtiger als der Tourismus. Zu diesem Schluss kommen Schweizer Forscher. Einige Berggebiete würden gar zu eigentlichen Aussenquartieren der grossen Städte.
Immer mehr Städter leisten sich eine Zweitwohnung in den Alpen, wie die Akademien der Wissenschaften Schweiz mitteilten. Dieser Trend bringt zwar finanzielle Mittel in die Bergregionen, verursacht aber auch Probleme: Land wird verbraucht, Wohnungen werden für Einheimische zu teuer und Strassen und Bahnen stossen an ihre Grenzen.
Angestellte werden abgedrängt
An einer Tagung der Akademien schilderte zum Beispiel der Präsident des Gemeinderats von Zermatt, Christoph Bürgin, wie der Druck auf den Wohnungsmarkt immer mehr Angestellte von Hotels und Restaurants in Nachbargemeinden abdränge. Schweizer Forscher stellen die Resultate der Tagung in der neuesten Ausgabe des Fachmagazins «Revue de Géographie Alpine» vor.
Laut Manfred Perlik von der ETH Zürich sind Zweitwohnungen heute viel moderner ausgebaut als noch in den 1990er-Jahren. Sie werden heute nicht mehr nur für Erholung und Ferien genutzt, sondern dienen oft auch als zweiter Arbeitsort. Solche Wohnungen zeugten nicht etwa von einer Tendenz um Landleben sondern von einer urbanen Einstellung.
Multilokale Lebensweise
Laut den Studien entsteht so ein Trend zu einer eigentlichen «multilokalen» Lebensweise. Diesen Trend und die damit einhergehende Zersiedelung und die entstehenden Transportprobleme gelte es im «Raumkonzept Schweiz» des Bundes zu berücksichtigen, das momentan in einer breiten Konsultation ist. (kpn/sda)
Erstellt: 26.05.2011, 14:46 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
10 Kommentare
Wo führt das hin? In den Städten steigen die Mieten dermassen, dass jeder normalverdienende,Handwerker, Lehrer, Polizisten usw. sich eine Wohnung nicht mehr leisten kann. Dank dem Boom von Zweitwohnungen steigen die Mieten auf dem Land nun auch an und die Einheimischen werden vertrieben. Wo soll das Volk hin? Auf Deutschland auswandern? Antworten
Schweiz
- 18:44Nach dem Kampfjet erhitzen die Militärvelos die Gemüter
- 15:25Hacker dringen in EDA-Computernetzwerk ein
- 12:32Kriminaltouristen rücken mit schwerem Geschütz vor
- 10:49So will Levrat ein Nein zu den Steuerabkommen erzwingen
- 08:32FDP-Präsident Müller will Gripen abschiessen
- 23:34Roger de Weck in der Kritik
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!


Bitte warten




