Zahl der getöteten Velofahrer hat sich verdoppelt

Aktualisiert am 30.07.2010 96 Kommentare

Die Unfallstatistik der Schweiz weist für 2009 zwar einen Rückgang bei den Opferzahlen auf. Bei den Velofahrern hingegen gar nicht. Der VCS weiss, was getan werden müsste.

Leider oft tödlich: Velounfall.

Leider oft tödlich: Velounfall.
Bild: Keystone

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Die meisten Velofahrer verunfallen innerorts. Soll zu ihrem Schutz in Ortszentren Tempo 30 gelten?

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Bei den Velofahrern ging die Zahl der Schwerverletzten im Zeitraum von 10 Jahren um 11 Prozent zurück, wobei in den letzten 2 Jahren wieder ein Anstieg zu verzeichnen war. Die Anzahl der Getöteten ging von 48 im Jahr 2000 auf 27 (2008) zurück, verdoppelte sich aber 2009 auf 54 Personen.

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) ist alarmiert über diese Verdoppelung der getöteten Velofahrer. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf. Insbesondere die über Jahre vernachlässigte Verbesserung der Infrastruktur müsse intensiviert werden.

Geschlossenes Velowegnetz

Die meisten Velounfälle ereigneten sich nach wie vor innerorts beim Abbiegen oder Queren der Strasse, schreibt der VCS am Freitag in einer Stellungnahme. Nach seiner Ansicht braucht es deshalb mehr und sicherere durchgängige Veloverbindungen. Es müsse ein geschlossenes Velowegnetz geschaffen werden.

Eine einfache, jedoch äusserst wirkungsvolle Massnahme sei zudem die Reduktion der Geschwindigkeit durch Tempo-30-Zonen auch auf Hauptstrassen in Ortszentren. Sie verbessere den Schutz der Velofahrer und Fussgänger.

Gezielte Verkehrserziehung

Zentral sei weiter die Veloförderung an den Schulen. Die gezielte Verkehrserziehung müsse verbessert werden, denn ungeübte Kinder und Jugendliche seien wesentlich gefährdeter als verkehrsgewöhnte. Alle Velofahrer und -fahrerinnen müssten sensibilisiert werden, die Verkehrsregeln konsequent einzuhalten. (sam/sda)

Erstellt: 30.07.2010, 12:46 Uhr

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96 Kommentare

Laurens van Rooijen

30.07.2010, 13:31 Uhr
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Unfassbar, wie viele dümmliche Kommentare schon wieder auftauchen, nach dem Motto: Jeder getötete Radfahrer ist selber Schuld, denn keiner hält sich an die Regeln. Ich kann nur wiederholen: Radfahrer haben weder Knautschzone noch Airbag, und sie werden auch selten von Navi oder Handy abgelenkt. Die Kommentare sind eine Beleidigung für einen Teil der Getöteten, die Velohasser sollten sich schämen. Antworten


silvan höhn

30.07.2010, 13:45 Uhr
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die meisten kommentare sind einmal mehr einfach nur traurig. wisst ihr denn, wie die velofahrer ums leben kamen? aus eigener schuld oder weil wieder einmal vom autofahrer nicht geblinkt, der vortritt verweigert oder telefoniert wurde? nein ihr wisst es nicht, weil darüber leider nichts im artikel steht. schämt euch!!! Antworten



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