Woher das Schwarzgeld auf Schweizer Banken kommt
Europäisches Schwarzgeld in der Schweiz
Europäisches Schwarzgeld in der Schweiz
Milliarden Franken
Quelle: «Le Matin»/Helvea
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Es ist viel Geld, das Kunden aus der EU in der Schweiz lagern: Insgesamt 862,7 Milliarden Franken, wie das auf Finanzrecherchen spezialisierte Genfer Unternehmen Helvea berechnet hat. Europa ist also ein enorm wichtiger Wirtschaftsraum für die Schweizer Banken – die Summe macht knapp die Hälfte jener 2000 Milliarden Franken aus, die an ausländischen Geldern in der Schweiz angelegt sind.
Was Helvea ausserdem vorrechnet: Nur 20 Prozent dieser Summe sind in ihren Heimatländern versteuert. 80 Prozent, also satte 725 Milliarden Franken liegen schwarz auf Schweizer Konten. Eine hohe Zahl – bisher hatte man in Anlehnung an eine Aussage des Privatbankiers Konrad Hummler von einem Schwarzgeld-Anteil von 30 bis 50 Prozent gesprochen.
Grösste Brocken aus Deutschland, Italien und Frankreich
Die Westschweizer Zeitung «Le Matin» stellt die Studie der Helvea heute gross vor. In Kenntnis dieser Zahlen werde es verständlicher, dass Deutschland, Italien und Frankreich die Schweiz angreifen würden, um ihre Steuern einzutreiben, schreibt das Blatt. Aus den drei Staaten stammen denn auch die grössten Brocken an undeklariertem Geld: 193,4 Milliarden Franken aus Deutschland, 185,2 Milliarden Franken aus Italien und 91,7 Milliarden Franken aus Frankreich sollen demnach versteckt bei Schweizer Banken liegen.
Die Bankiervereinigung hat die Zahlen nicht bestätigt: «Wir kommentieren nie, weil wir die genauen Summen nicht kennen», sagte Sprecher Thomas Sutter gegenüber «Le Matin». Auf die Bemerkung des Journalisten, es gebe «keinen Rauch ohne Feuer», meinte Sutter: «Sagen wir es so: Wenn diese Zahlen korrekt sind, so zeigen sie, dass die betroffenen europäischen Länder ihrerseits ein Interesse an einer Verhandlungslösung mit uns haben.» (oku)
Erstellt: 12.02.2010, 09:46 Uhr
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