Weniger Scheidungen dank der Pfadi
Von Jan Derrer, Simon Schmid. Aktualisiert am 18.10.2011 24 Kommentare
Das Wahlmobil
Das Wahlmobil besucht Nationalratskandidaten zuhause. Bekannte, unbekannte, junge und alte. Sie haben genau 60 Sekunden Zeit, um potentielle Wähler zu überzeugen.
Die Schweiz wählt
National- und Ständeratswahlen vom
23. Oktober 2011: Alles zu den Top-Themen im Wahlkampf, Parteien und Kandidaten. Welcher Politiker passt am besten zu Ihnen? Nutzen Sie die Wahlhilfe im Dossier.
Unsere pointierten Kommentare auf Twitter
Timon Richnes politisches Profil. (Bild: smartvote.ch)
Umfrage
Bewerten Sie Timon Richners Auftritt: 1. Rhetorik
sehr gut
gut
genügend
schlecht
229 Stimmen
Umfrage
2. Originalität
sehr gut
gut
genügend
schlecht
231 Stimmen
Umfrage
3. Glaubwürdigkeit
sehr gut
gut
genügend
schlecht
230 Stimmen
Umfrage
4. Stil
sehr gut
gut
genügend
schlecht
332 Stimmen
Artikel zum Thema
- Wer mehr als zwei Millionen Franken erbt, soll zahlen
- «Aufklärung ist Sache der Eltern»
- «Ich wähle die evangelische Partei»
- «Man hat Porzellan zerschlagen»
- Strafverfahren gegen «Weltwoche»-Informant
- «Von uns wird man in vier Jahren wieder hören»
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
«Überwinde das Böse mit dem Guten» steht auf dem Poster, das im Esszimmer der Richners in Auenstein hängt. Für das Gute will sich Gymnasiast Timon Richner einsetzen. So fordert er im Wahlmobil-Video neben mehr Umweltschutz einen guten Umgang untereinander. Sich selber bezeichnet er als ehrlich. Und gegen hohe Scheidungsraten und Jugendkriminalität hat er ein einfaches Rezept: Pfadi und Sport.
Timon Richner besucht das Gymnasium in Aarau. Was er nach der Matura machen will, weiss er noch nicht: sicher ein Studium, eher etwas Technisches als etwas Sprachliches, vielleicht Umweltwissenschaften. In seiner Freizeit spielt er Fussball und hilft mit, Lager für die Jungschar zu organisieren. Politisch ist Richner bei der Jungfraktion der Evangelischen Volkspartei beheimatet – der gleichen Partei, der auch sein Vater angehört. Sämi Richner sitzt seit beinahe 20 Jahren für die EVP im Grossrat des Kantons Aargau.
Verständnis für Homosexualität
Die Nationalratswahlen 2011 will Timon Richner für eine politische Initialzündung nutzen – wobei Vater und Sohn im Wahlkampf zusammenspannen. Auf einem Tischchen im Esszimmer liegen Flugblätter der beiden Richners auf. Daneben liegt eine Schenkungsurkunde des Hilfswerks Heks: Mit der Spende der Richners wurde Bauern in Bangladesh die Anschaffung einiger Dutzend Hühner und Ziegen ermöglicht.
Für Timon Richner ist Grosszügigkeit ein wichtiger Wert. Der Jungpolitiker bezeichnet sich als Christ – allzu religiös sei er aber nicht, sagt er. Auch die Parteimeinungen der EVP übernehme er nicht vorbehaltlos. Beim Thema Homosexualität sei er zum Beispiel liberaler als manche ältere Parteimitglieder eingestellt, sagt der Jungpolitiker: «Warum soll man Menschen verbieten, so zu leben, wie sie von Natur aus geschaffen sind?»
Den Kopf abschalten
Hinter dem kleinen Einfamilienhaus der Richners erhebt sich die 772 Meter hohe Gislifluh, unten fliesst die Aare durch die Auenlandschaft des Schenkenbergertals. Auf der anderen Seite des Flusses steht die Jura-Zementfabrik, das Schloss Wildegg thront auf einem fernen Gipfel. In dieser Mischung aus Natur-, Kultur- und Industrielandschaft ist Timon Richner aufgewachsen und hier hat er auch gelernt Werte wie Nächstenliebe und Bescheidenheit hochzuhalten. Schon als Kind habe es ihm zu denken gegeben, wenn er auf der Strasse an Bettlern vorbeigekommen sei, erzählt er. So habe er in seiner Jugend erst lernen müssen, den Kopf manchmal abzuschalten und nicht zu viel über Ungerechtigkeiten nachzudenken.
Vorsichtig bleibt er, wenn es um die Kinderadoption durch gleichgeschlechtliche Paare geht. «Es ist wichtig für ein Kind, eine männliche und eine weibliche Bezugsperson zu haben.» Er selbst habe in dieser Hinsicht eine sehr glückliche Kindheit verbracht. Da seine Eltern beide zu je 50 Prozent arbeiteten – die Mutter als Legasthenie-Therapeutin, der Vater als Landmaschinenmechaniker –, habe er mit beiden viel Zeit verbracht. In der Politik möchte sich Richner für mehr flexible Teilzeitstellen einsetzen. Die geteilte Familienarbeit sei ein «Win-win-Modell» für alle Beteiligten.
Die Schweiz als gutes Beispiel
Chancengleichheit liegt Richner am Herzen. «Die Schweiz muss eine Vorreiterrolle einnehmen», fordert er – und zwar nicht nur, was die Reintegration von Arbeitslosen ins Erwerbsleben betrifft. Auch bei Themen wie dem Atomausstieg und der Förderung erneuerbarer Energien solle die Schweiz mit gutem Beispiel vorangehen, so Richner: «Wenn wir die Energiewende nicht schaffen, wer sonst?» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.10.2011, 14:03 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
24 Kommentare
Schweiz
- 18:44Nach dem Kampfjet erhitzen die Militärvelos die Gemüter
- 15:25Hacker dringen in EDA-Computernetzwerk ein
- 12:32Kriminaltouristen rücken mit schwerem Geschütz vor
- 10:49So will Levrat ein Nein zu den Steuerabkommen erzwingen
- 08:32FDP-Präsident Müller will Gripen abschiessen
- 23:34Roger de Weck in der Kritik
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


Bitte warten



