«Well, das Image der Schweiz ist unverändert gut»

Aktualisiert am 30.01.2010

US-Ex-Präsident Bill Clinton reiste auch heuer wieder nach Davos. Zwischen Washington und Bern will er keine Probleme ausmachen. Im Gegenteil.

Der ehemals mächtigste Mann der Welt im Schweizer Bergdorf: Clinton warb heuer in Davos für den Wiederaufbau von Haiti.

Binswanger

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Bill Clinton

Bill Clinton war von 1993 bis 2001 Präsident der USA. Als erster und bisher einziger amtierender US-Präsident besuchte er im Jahr 2000 das WEF. Seither ist er Stammgast in Davos.

«Die Schweiz hat viele Institutionen, die als Vorbild dienen können. Zum Beispiel das Gesundheitssystem: Als Hillary und ich 1994 das US-Gesundheitssystem reformieren wollten, haben wir das Schweizer System genau angeschaut, es war in vielem unser Vorbild», sagt Mister President im Interview mit der «Mittelland Zeitung».

Dass die Schweiz auf der Weltbühne an Bedeutung verloren hat, will Clinton nicht verneinen. Dass deren Ansehen geschadet hat, aber genausowenig. «Well, das Image der Schweiz ist unverändert gut, auch wegen der guten Dienste, die die Schweiz in der Welt leistet. Früher hat man sich vielleicht stärker für die Rolle der Schweiz in der Welt interessiert, während es heute mehr von Interesse ist, wie sich die Schweiz selber organisiert.»

Herausgehoben wird von Clinton der Schweizer Beitrag in der Terrorbekämpfung: «Ganz entscheidend ist in unserer Beziehung zur Schweiz, dass der Transfer von Terrorgeldern über die Finanzplätze unterbunden wird. Und da hilft die Schweiz mit.»

Als Uno-Sonderbotschafter für Haiti hat Clinton heuer in Davos für den Wiederaufbau des zerstörten Karibikstaats geworben. (cpm)

Erstellt: 30.01.2010, 09:46 Uhr

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