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Warum die Schweiz für viele ein Paradies ist

Aktualisiert am 12.05.2009 52 Kommentare

In der Schweiz werden die Arbeitseinkommen im Vergleich zu anderen Industrieländern nach wie vor nur moderat durch Steuern und Sozialabgaben belastet.

Laut einer heute veröffentlichten Statistik der OECD liegt die Steuer- und Abgabenlast deutlich unter dem Schnitt der 30 Mitgliedstaaten.

2008 blieben laut der Studie «Taxing Wages» der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für einen zum Durchschnittslohn beschäftigten Single von 100 Franken, die dieser seinem Arbeitgeber kostet, nach Abzug von Steuer und Sozialbeiträgen noch 70,5 Franken netto übrig.

Schweiz an 24. Stelle

Im Jahr 2000 waren es noch 70 Franken. Unter den 30 Ländern der OECD steht die Schweiz mit dieser Abgabenlast an 24. Stelle. Besonders gross war die Belastung in Belgien, Ungarn und Deutschland. Im OECD-Mittel blieben der gleichen Personengruppe bei umgerechnet 100 Franken Arbeitskosten nur 62,6 Franken netto in der Tasche.

Deutliche Entlastungen gab es für Alleinerziehende mit zwei Kindern und zwei Dritteln des Durchschnittsverdienstes. Hier ging von 2007 auf 2008 die auf die Arbeitskosten bezogene Steuern- und Sozialabgabenquote um 2,6 Prozentpunkte auf 10,5 Prozent zurück. Auch Verheiratete mit Kindern konnten je nach Haushaltskonstellation einen Rückgang von Steuern und Sozialabgaben um ein bis zwei Prozentpunkte verbuchen, wie die OECD weiter mitteilte. Die Berechnungen gelten für Beschäftigte in der Stadt Zürich.

Die Steuer- und Sozialabgabenlast auf das Bruttoeinkommen berechnet sich aus Einkommenssteuer plus Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitnehmers abzüglich Bartransfers wie zum Beispiel Kindergeld. Bei der Berechung für die Arbeitskosten werden auch die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber und lohnbezogene Steuerzahlungen berücksichtigt.

Pauschale Absetzungen von der Steuer für Werbungskosten oder Sozialversicherungsbeiträge werden ebenfalls berücksichtigt. Nicht enthalten in der Berechnung sind positive oder negative Einkünfte aus anderen Einkunftsarten, Steuerabschläge, die an bestimmte Voraussetzungen gebunden sind und Transfers, die ausschliesslich für Bezieher geringer Einkommen gezahlt werden. (bru/ap)

Erstellt: 12.05.2009, 13:48 Uhr

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52 Kommentare

Peter Broger

12.05.2009, 13:45 Uhr
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Das hat wohl gar nichts mit der Realität zu tun. Arbeitseinkommen hat keinen Kausalzusammenhang mit der Kaufkraft, Sparquote etc. Eine Nichtssagende Studie, die seit mehreren Jahren kritisiert wird und wir bezahlen sowas auch noch. Tatsache ist, dass wir sicher noch etwas besser dastehen, aber unsere Staatsquote wird sich auch Erhöhen und die Zukunft wäre interessanter. Antworten


Rosa Hartung

12.05.2009, 13:02 Uhr
Melden

ja, ich habe einen Job in Deutschland: mein Gehalt Brutto Euro 1,000, nach Steuern habe ich noch Euro 682.- was noch knapp beim Aldi reicht - mit Neid blicken wir auf die Schweiz. Antworten




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