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Warum Putin nie in die Schweiz kam

Von Claudio Habicht. Aktualisiert am 21.09.2009 8 Kommentare

Als erstes russisches Staatsoberhaupt besucht Dmitri Medwedew offiziell die Schweiz. 2001 sagten die Russen den geplanten Besuch Wladimir Putins ab.

Aus dem Besuch in der Schweiz wurde nichts: Der ehemalige russische Präsident Wladimir Putin zusammen mit Dmitri Medwedew.

Aus dem Besuch in der Schweiz wurde nichts: Der ehemalige russische Präsident Wladimir Putin zusammen mit Dmitri Medwedew.
Bild: Keystone

Es wäre neben der Visite von Tschechiens Präsident Václav Havel und dem Besuchs von Uno-Generalsekretär Kofi Annan der dritte diplomatische Höhepunkt des Jahres 2001 gewesen: Der Staatsbesuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Zum Besuch kam es jedoch nie: Im Januar 2001 wurde der frühere Kreml-Verwalter Pawel Borodin, ein Vertrauter des Ex-Präsidenten Boris Jelzin und Ziehvater von Wladimir Putin, auf Schweizer Antrag in New York verhaftet. Er soll den Tessiner Firmen Mercata und Mabetex Renovationsaufträge im Kreml zugeschanzt und dafür rund 25 Millionen Franken kassiert haben. Ein Genfer Gericht verurteilte ihn zu 300'000 Franken Busse.

Der Kreml fasste die Verhaftung Borodins als Affront auf und reagierte mit heftigen Protesten. In Moskau kam es vor der Schweizer Botschaft sogar zu Demonstrationen. Ein Staatsbesuch war für Putin daraufhin länger kein Thema, 2005 folgte mit der Verhaftung des ehemaligen russischen Atomministers Jewgeni Adamow der nächste Tiefpunkt in den Beziehungen der beiden Länder. Auf Antrag sollte er an die USA ausgeliefert werden. Die Russen, die Adamow im Heimatland den Prozess machen wollten, waren empört über diesen Entscheid und erachteten ihn als «politisch motiviert». Das Bundesgericht revidierte das Urteil Ende 2005 und Adamow wurde Russland übergeben.

Russland «prioritär» für Schweiz

Erst nach 2007 verbesserten sich die Beziehungen nachhaltig: Der Bundesrat bezeichnete die Beziehung der Schweiz zu Russland als prioritär, der russische Aussenminister Sergej Lawrow und Bundesrätin Micheline Calmy Rey unterzeichneten ein Memorandum of Understanding, das eine engere Zusammenarbeit vorsieht: Unter anderem in der Aussen- und Sicherheitspolitik, in internationalen Organisationen, im Justiz- und Polizeiwesen, in Kultur und Bildung sowie bei Migrations- und Energiefragen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.09.2009, 17:34 Uhr

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8 Kommentare

Paul Thürig

21.09.2009, 19:17 Uhr
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Als neutraler Land,wie die Schweiz,ist es wichtig die internationalen Beziehungen besonders auch mit Grossmächten,wie z.B.Russland zu pflegen und weiter auszubauen.Daher ist der Besuch von Präsident Dimitri Medwedew in der Schweiz sehr zu begrüssen! Antworten


Rudolf Aschbauer

21.09.2009, 19:16 Uhr
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Diese Story finde ich super. Genau so war es. Ich war in New York und in Bern und habe dies aus Deutscher Sicht erfasst. Die Schweiz muss sich endlich von Innen reformieren. Wie die katholische Kirche vor ueber 500 Jahren. So gehts doch nicht weiter. Jede Kultur,Staatsform muss sich den jetzigen Normen anpassen. Geht doch nicht , dass ein Bundesrat nicht vom Volk gewaehlt wird. Antworten




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