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WEF-Demo:130 Festnahmen in Genf

Aktualisiert am 01.02.2009

Mit Tränengas und einem Wasserwerfern hielt die Genfer Polizei randalierende Demonstranten in Schach. Von 500 Kundgebungsteilnehmern wurden 130 verhaftet.

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Die WEF-Demo in Genf drohte zeitweise zu eskalieren.
Bild: Keystone

   

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Zusammenstösse in Genf

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Die Polizeikräfte in Genf hatten sich bereits am Vormittag mit einem Grossaufgebot gegen die vom Staatsrat nicht bewilligte Kundgebung gerüstet. Vor allem am Bahnhof Cornavin wurden Jugendliche umfassend kontrolliert. Gewisse Geschäfte im Stadtzentrum blieben geschlossen. Zum Teil wurden die Läden mit Verschlägen vor möglichen Vandalenakten geschützt.

Eingekesselt

Am Nachmittag versammelten sich dann in der Fussgängerzone im Stadtzentrum rund 500 Demonstrationswillige, die dem Aufruf der «Coordination anti-WEF» gefolgt waren. Sie wurden von der Polizei eingekesselt, aber toleriert, so lange sie ihre Aktion auf den Platz vor der Post an der Rue Mt-Blanc beschränkten.

Als ein Teil der Menge - darunter zahlreiche Vermummte - die Sperren durchbrechen wollte, setzte die Polizei Tränengas und einen Wasserwerfer ein. Rund 130 Personen wurden zur Kontrolle auf der Polizeiwache festgenommen. Bis am späten Nachmittag war über die Hälfte wieder auf freiem Fuss, wie Polizeisprecher Jean-Philippe Brandt auf Anfrage sagte. Es habe weder bei den Demonstranten noch bei der Polizei Verletzte gegeben.

Friedliche Demo in Davos

Friedlich verlief nach Angaben der Bündner Kantonspolizei die bewilligte Demonstration gegen das WEF in Davos. Während die Behörden von rund 120 Personen sprachen, gingen die Organisatoren von gegen 300 Personen aus, die sich am Umzug auf der Talstrasse vom Bahnhof Davos Dorf bis zum Bahnhof Davos Platz beteiligten. Einige Schneebälle und Knallkörper flogen gegen Polizisten.

An einem der Zwischenhalte geisselte der grüne Zuger Nationalrat Josef Lang das Forum. Die WEF-Tragödie wie auch die WEF-Farce verkörpere keiner so gut wie der ehemalige britische Premier Tony Blair. Dieser habe derart einseitig auf die Finanzbranche und die Finanzspekulation gesetzt, dass sein Land zu einem maroden Hedge Fonds mit einem marginalen Werkplatz verkommen sei.

Das WEF als Teil des Problems

Das WEF sei nicht Teil der Lösung, sondern Teil der Problems. Eine neue und humanere Welt sei nicht von Davos aus zu erwarten, diese werde am Weltsozialforum im brasilianischen Belem geboren. Zur Kundgebung hatten Grüne, Jungsozialisten (Juso), der Verein Autonome Jugend Davos sowie die Ortsgruppe von Amnesty International aufgerufen. (cpm/ap)

Erstellt: 01.02.2009, 06:17 Uhr


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