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Vier von fünf Schweizer Spitäler sollen schliessen

Aktualisiert am 31.05.2009

Manfred Manser, der Chef der grössten Schweizer Krankenkasse Helsana, fordert radikale Massnahmen, um den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu bremsen.

Leere Betten: Vor allem Geburtenabteilungen sind teilweise chronisch unterbeleget.

Leere Betten: Vor allem Geburtenabteilungen sind teilweise chronisch unterbeleget.
Bild: Keystone

«Vor allem könnten wir die Anzahl Spitäler, Ärzte und andere Dienstleister auf das nötige Mass senken», sagt Manfred Manser im Interview mit der Zeitung «Sonntag». «Jeder zehnte Arzt in der Schweiz ist zu viel. Man könnte die Zahl der Spezialärzte ohne weiteres um 10 Prozent reduzieren, ohne dass die Versorgungssicherheit gefährdet wäre», erklärt der Chef der grössten Schweizer Krankenkasse weiter.

Noch radikalere Ideen hat Manser bei den Krankenhäusern. Von den heute 320 Spitälern möchte er 270 schliessen. «Fünfzig sind genug. Wir haben beispielsweise 75 Geburtsabteilungen zu viel. Mehr als die Hälfte der 130 Geburtsabteilungen, die wir in der Schweiz haben, sind nicht ausgelastet, weil sie zu wenige Patientinnen haben.» Als weitere Sparmassnahmen schlägt Manser einen tieferen Tarif für ambulante Spitalbehandlungen, eine Straffung des Leistungskatalogs in der Grundversicherung sowie tiefere Preise für Medikamente und medizinische Hilfsmittel vor.

Erstellt: 31.05.2009, 06:58 Uhr


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