Vekselberg: Überraschender Besuch im Bundeshaus
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 23.09.2009
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Er ist Milliardär, wohnt in der Schweiz, seine Firma heisst Renova und vor kurzem hat er den Machtkampf bei Sulzer für sich entschieden: der Russe Viktor Vekselberg. Bei öffentlichen Anlässen sieht man ihn sonst kaum. Aber heute Morgen um 10 Uhr stand er plötzlich mit seinem PR-Berater Thomas Borer in der Wandelhalle des Nationalrats.
Aussicht genossen auf der Bundeshausterrasse
Unauffällig führte ihn der frühere Schweizer Botschafter durch das Parlamentsgebäude und auf die Raucherterrasse des Bundeshauses. Von dort hat man eine gute Sicht auf die Aare und den Gurten. Hätte nicht Borer neben ihm gestanden, kaum jemand hätte den umstrittenen Milliardär wahrgenommen.
Ein einziges Mal hielt Vekselberg inne – für einen kurzen Schwatz mit dem Freiburger SVP-Nationalrat Jean-François Rime. Und was haben die beiden miteinander besprochen? «Nichts Besonderes», sagt Rime. «Wir haben uns nur begrüsst und Höflichkeitsfloskeln ausgetauscht.» Er habe sich mit Thomas Borer bereits gestern am Rande des Staatsempfangs im Bellevue unterhalten. Und dann rauschte der Vekselberg-Express mit Thomas Borer wieder davon.
Keine 24 Stunden nach dem Treffen Medwedew - Merz
Der überraschende Besuch des russischen Oligarchen im Schweizer Parlament erfolgte keine 24 Stunden nach dem Treffen zwischen dem russischen Staatspräsidenten Dmitri Medwedew und Bundespräsident Hans-Rudolf Merz. Medwedew besuchte offenbar die Schweiz, um für seine Landsleute, die hier Geschäfte machen, ein gutes Wort einzulegen. Nach Ansicht des Kremls werden die russischen Geschäftsleute in der Schweiz diskriminiert.
Beim Treffen zwischen Medwedew und Bundespräsident Hans-Rudolf Merz war darum auch der Sulzer-Grossaktionär ein Thema. Ohne Namen zu nennen, äusserten sich die beiden Präsidenten zum hängigen Strafverfahren gegen Vekselberg wegen Verdachts auf Verletzung von Meldepflichten beim Aufbau seiner Beteiligung am Winterthurer Sulzer-Konzern. Merz versicherte dabei, es werde höchstens eine Busse absetzen. Das Verfahren gegen Viktor Vekselberg ist noch nicht abgeschlossen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.09.2009, 10:34 Uhr
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