Unsere teuren Freunde
Artikel zum Thema
- Leuthards heikle Mission in Brüssel
- EU-Beitritt für Avenir Suisse eine Option
- Millionen für Roma? Leuthard reist nach Rumänien
- «Vielleicht gibt es die EU in 20 Jahren gar nicht mehr»
Befürchtet einen neuerlichen Zahlungsbefehl an die Schweiz: SVP-Nationalrat Hans Kaufmann. (Bild: Keystone )
Würde eine Zahlung an die EU für gerechtfertigt halten: FDP-Vorstandsmitglied Christa Markwalder. (Bild: Keystone )
Noch liegt keine offizielle Anfrage der Europäischen Union vor. Schon bald aber dürfte man sich in der Schweiz über die Forderung nach einer neuen Zahlung an die EU-Oststaaten streiten. Laut SVP-Nationalrat Hans Kaufmann wird «hinter den Kulissen bereits über eine weitere Kohäsionsspende von 1,6 Milliarden Franken diskutiert», wie er der «NZZ am Sonntag» sagte. Andere europäische Länder wie Norwegen oder Liechtenstein, die wie die Schweiz keine Mitglieder der Europäischen Union sind, haben eine zweite Tranche von Kohäsionszahlungen bereits zugesagt.
Markwalder: «Zahlung gerechtfertigt»
Das Integrationsbüro, das die Europapolitik des Bundes koordiniert, wollte Kaufmanns Aussage gestern weder bestätigen noch dementieren. Sprecher Tilman Renz sagte lediglich: «Es liegt keine offizielle Anfrage vor, deshalb gibt es auch keine offiziellen Gespräche.» Die Präsidentin der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats, Christa Markwalder, geht indes davon aus, dass das Thema bald auf den Tisch kommen könnte: «Da andere Nicht-EU-Mitglieder einen neuen Beitrag leisten, wird eine Anfrage wohl auch auf die Schweiz zukommen.» FDP-Vorstandsmitglied Markwalder hält eine Zahlung für gerechtfertigt, da die Schweiz wie alle anderen europäischen Staaten von der Stabilisierung Europas profitiere. Die SVP hingegen dürfte gegen eine Kohäsionszahlung kämpfen – wie sie dies bereits 2006 getan hatte: «Wir sind kein EU-Mitglied und daher nicht zur Solidarität verpflichtet», findet SVP-Nationalrat Luzi Stamm.
In welchem Zeitraum die neue Zahlung fällig werden könnte, ist unklar. Die «NZZ am Sonntag» schreibt von einer fünfjährigen Periode ab 2012. Allerdings läuft die Überweisung der 2006 vom Volk bewilligten Milliarde noch bis 2017. Noch länger als bis 2017 dürfte die Auszahlung der später bewilligten 257 Millionen Franken für Rumänien und Bulgarien dauern.
Gegen «EU-Beitritt light»
Für eine baldige Anfrage der EU nach mehr Geld sprechen auch Aussagen von EU-Botschafter Michael Reiterer in der Zeitung «Sonntag». Sonderzüge für die Schweiz dürfte es demnach künftig keine mehr geben: «Die Schweiz kann nicht bessergestellt werden als die Mitglieder», stellt Reiterer klar. Einen «EU-Beitritt light» ohne Euro, wie ihn die Avenir Suisse letzte Woche beschrieben hat, weist Reiterer zurück.
Eine Light-Variante des EWR, wie ihn Wirtschaftsministerin Doris Leuthard erwägt, hält der EU-Botschafter ebenfalls für illusorisch: «Ein EWR à la carte – das geht nicht.» Einen Beitritt zum vollen EWR hingegen kann er sich vorstellen. «Wir schauen uns grundsätzlich alles an», so Reiterer, «was in die richtige Richtung geht.» (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 18.07.2010, 22:50 Uhr
Schweiz
- 18:44Nach dem Kampfjet erhitzen die Militärvelos die Gemüter
- 15:25Hacker dringen in EDA-Computernetzwerk ein
- 12:32Kriminaltouristen rücken mit schwerem Geschütz vor
- 10:49So will Levrat ein Nein zu den Steuerabkommen erzwingen
- 08:32FDP-Präsident Müller will Gripen abschiessen
- 23:34Roger de Weck in der Kritik
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.





