Tschümperlin überraschend neuer SP-Fraktionschef
Aktualisiert am 17.02.2012 40 Kommentare
Neuer Fraktionspräsident: SP-Nationalrat Andy Tschümperlin.
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An der Spitze der SP-Bundeshausfraktion steht neu Andy Tschümperlin. Der Schwyzer Nationalrat ist am Freitagnachmittag von seiner Fraktion etwas überraschend und knapp zum Präsidenten gewählt worden. Er folgt auf Nationalrätin Ursula Wyss, die das Amt abgibt.
Bei Beobachtern hatte die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Fehr als Favoritin gegolten. Von den anwesenden Fraktionsmitgliedern erhielt Fehr 25 Stimmen. Andy Tschümperlin wurde mit 27 Stimmen gewählt, wie Wyss vor dem Medien in Bern sagte. Tschümperlin hat immer an seine Chancen geglaubt. In einem Interview mit der NZZ sagte er vor ein paar Tagen noch: «Ich anerkenne, dass Jacqueline Fehr grosse Wahlchancen hat. Gewählt ist sie deswegen aber noch nicht. In einer Wahl mit zwei Kandidaten haben immer beide eine Chance, gewählt zu werden.»
Immer an Chance geglaubt
Der 49-Jährige war bislang Vize-Präsident der SP- Fraktion. Er wird das neue Amt in der kommenden Frühjahrssession antreten. Tschümperlin gehört seit 2007 dem Nationalrat an, wo er sich insbesondere in der Ausländerpolitik engagierte.
Im Nationalrat ist er heute Mitglied der Staatspolitischen Kommission sowie der Geschäftsprüfungskommission. Tschümperlin ist von Beruf Schulleiter. Der vierfache Vater lebt mit seiner Familie in Rickenbach bei Schwyz.
Weitere Niederlage für Fehr
Für Fehr ist die misslungene Wahl zur Fraktionspräsidentin nicht die erste persönliche Niederlage in der Politik. 2010 hatte sie sich erfolglos für einen Sitz im Bundesrat beworben. Gewählt wurde Simonetta Sommaruga. Chancenlos war Fehr auch als Zürcher Ständeratskandidatin im Jahr 1999.
Weiter hat die SP am Freitag den Waadtländer Nationalrat Roger Nordmann zum Fraktions-Vizepräsidenten gewählt. Den zweiten Vizepräsidentenposten übernimmt die Basler Ständerätin Anita Fetz, die Alain Berset ersetzt.
Wie die SP weiter mitteilte wurde an der Sitzung die bisherige Fraktionspräsidentin Ursula Wyss mit einer Standing Ovation verabschiedet. Sie hatte den Posten während fünfeinhalb Jahren inne. Sie trat zurück, weil sie sich um einen Sitz in der Berner Stadtregierung bewirbt.
(bru/sda)
Erstellt: 17.02.2012, 16:43 Uhr
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40 Kommentare
Jaqueline Fehr kann nicht führen! Sie hat sich als treibende Kraft hinter der unsinnigen Tantenverordnung den Beifall ihrer Gutmenschenfraktion geholt. Ihre geforderte Bewilligungspflicht für Freunde, Nachbarn und Verwandte bei der ausserfamiliären Kinderbetreuung hätte die Eltern entmündigt und staatlich geprüfte und besoldete Kinderbetreuungsstellen mit Pensionskasse und Streikrecht geschaffen. Antworten
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