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Trotz Verlusten bleiben FDP und CVP in den Kantonen stark

Aktualisiert am 14.11.2011 5 Kommentare

Auch die Verteilung der Sitze in den kantonalen Parlamenten spiegelt den Niedergang der traditionellen Mitteparteien – allerdings längst nicht so dramatisch, wie es auf nationaler Ebene den EIndruck macht.

Haben in den letzten vier Jahren auch in den Kantonen verloren, doch die Wähleranteile können sich noch immer sehen lassen: FDP-Präsident Fulvio Pelli (l.) und CVP-Pendant Christophe Darbellay an einer gemeinsamen Medienkonferenz.

Haben in den letzten vier Jahren auch in den Kantonen verloren, doch die Wähleranteile können sich noch immer sehen lassen: FDP-Präsident Fulvio Pelli (l.) und CVP-Pendant Christophe Darbellay an einer gemeinsamen Medienkonferenz.
Bild: Keystone

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Trotz massiver Verluste bei den kantonalen Wahlen bleiben FDP und CVP in den Kantonsparlamenten gut vertreten: Sie haben zwar weniger Sitze als die SVP, aber mehr als die SP. Die meisten Sitze gewannen in den vergangenen vier Jahren Grünliberale und BDP.

Mit den Wahlen in Freiburg, den letzten dieses Jahres, haben alle Kantone ihre Legislativen erneuert. Gemäss Berechnungen der Agentur SDA verfügt die SVP nunmehr über 566 Sitze in Kantonsparlamenten. Das sind 22,1 Prozent aller 2559 Sitze in den kantonalen Legislativen von 25 Kantonen – ohne Appenzell Innerrhoden, wo Parteizugehörigkeiten keine Rolle spielen. 2007 hatte die SVP 568 oder 21,1 Prozent von damals total 2689 Kantonsparlaments-Sitzen. Seit den massiven Verlusten 2010 in Graubünden, wo sich die BDP abspaltete, hatte die SVP nur in Zürich zwei Sitzverluste, sonst überall Gewinne.

FDP über 20 Prozent, CVP darunter

Bei den Freisinnigen zahlte sich die Fusion mit den Liberalen auf Kantonsebene nicht aus. Seit 2007 fuhren sie fast überall Verluste ein. Zusammen verfügen sie nun noch über 552 oder 21,6 Prozent aller Sitze in Kantonsparlamenten, 2007 waren es noch 23,6 Prozent.

Verlustreich verliefen auch die Wahlen der letzten vier Jahre auch für die CVP: Sie hat mit total 476 Sitzen noch 18,6 Prozent aller Kantonsparlamentsmandate. 2007 waren es noch 20,75 Prozent.

Die SP konnte sich nach «freiem Fall» in den Jahren 2007 bis 2010 dieses Jahr auffangen: Total sechs Sitzverlusten in Basel Landschaft, Tessin und Zürich stehen insgesamt acht Sitzegewinne in Luzern, Ausserrhoden und Freiburg gegenüber. Die SP hat derzeit noch 449 oder 17,54 Prozent aller Kantonsparlaments-Sitze, 2007 waren es 19,9 Prozent. Die Grünen halten derzeit 201 Sitze oder 7,85 Prozent, 2007 waren es 7,44 Prozent aller Kantonsparlamentssitze.

Glückspilze GLP und BDP

Den Grünliberalen und der BDP war das Glück in den letzten vier Jahren hold: Die GLP konnte ihre Sitzzahl von 10 auf 53 Kantonsparlamentssitze (oder von knapp 0,4 auf über 2 Prozent aller Sitze in kantonalen Parlamenten) erhöhen. Die BDP, die sich erst 2008 von der SVP abspaltete, gewann in dieser Zeit 77 Sitze (oder 3 Prozent).

Die übrigen Sitze in kantonalen Parlamenten teilen sich Kleinparteien wie die EVP oder CSP (je rund 40 Sitze), kleinere Links- und Rechts-Gruppierungen sowie Unabhängige. (ami/sda)

Erstellt: 14.11.2011, 18:48 Uhr

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5 Kommentare

T. Gysin

14.11.2011, 21:29 Uhr
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Wo stünden die Kleinstparteien ohne Listenverbindungen? Solange diese Allianzen nur im Hinblick auf die Wahlen eingegangen und nachher wieder aufgelöst werden, widerspiegeln diese Sitzgewinne nicht den Wählerwillen. Diese Auswirkung des Proporzwahlsystems ist schwer verständlich und sollte zumindest überprüft werden. S. das Beispiel Basel, wo die CVP mit 5 % Wähleranteil die Grünen mit 11 % ablöst Antworten


stefan schneider

14.11.2011, 21:40 Uhr
Melden 1 Empfehlung

was verluste? sofort das personal entlassen. ist doch sonst die praxis in der wirtschaft bei verlusten oder zu tiefen gewinnen personal zu entlassen. auch die führungsetage sollte umgehend zurücktreten sind ja solche versager und haben ihre ziele bei weitem nicht erreicht. also hop hop macht platz für fähigere leute. Antworten




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