Tiefpunkt für Merz: Volk vertraut ihm nicht mehr

Aktualisiert am 13.09.2009

Hans-Rudolf Merz hat in der Bevölkerung sehr viel Vertrauen eingebüsst. Noch 47 Prozent gestehen ihm im neuesten Isopublic-Politbarometer eine wichtige Rolle zu.

Absturz im Präsidialjahr: Hans-Rudolf Merz.

Absturz im Präsidialjahr: Hans-Rudolf Merz.
Bild: Keystone

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Bundespräsident Hans-Rudolf verlor seit Februar 31 Prozentpunkte auf der Beliebtheitsskala. Dies ist dem Politbarometer zu entnehmen, welches das Institut Isopublic im Auftrag von «SonntagsZeitung» und «Matin Dimanche» durchgeführt hatte.

Am meisten Vertrauen geniesst CVP-Bundesrätin Doris Leuthard - 74 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer sind mit der Politik der Volkswirtschaftsministerin einverstanden. An zweiter Stelle folgt mit 72 Prozent Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf von der BDP.

Maurer lauert auf Platz vier

Leuthard und Widmer-Schlumpf legten je zwei Prozentpunkte zu. Dritte ist trotz eines Verlustes von 7 Prozent SP-Aussenministerin Micheline Calmy-Rey mit 56 Prozent. Sie konnte Rang drei knapp verteidigen. An vierter Stelle lauert SVP-Bundesrat Ueli Maurer mit 55 Prozent. Er verlor zwei Prozent.

Zu den Verlierern gehören neben Merz der scheidende FDP- Gesundheitsminister Pascal Couchepin, Alt-Bundesrat Christoph Blocher und SP-Verkehrsminister Moritz Leuenberger. Couchepin büsste wie Merz zwölf Prozent ein, Leuenberger und Blocher je sechs Prozent. Auch BDP-Parteipräsident Hans Grunder verlor vier Prozent.

Darbellay an der Spitze der Parteipräsidenten

Damit ist Grunder der einzige Parteipräsident, dessen Beliebtheit schwindet. Am meisten zugelegt hat CVP-Chef Christophe Darbellay, von dem sich 47 Prozent der Befragten eine wichtige politische Rolle wünschen. Das sind acht Prozent mehr als im Juni. FDP-Präsident Fulvio Pelli (neu 42 Prozent) legte sechs und SP-Präsident Christian Levrat (42) fünf Prozent zu.

Auch Ueli Leuenberger (39), der die Grünen präsidiert, machte drei Prozent vorwärts. Unverändert ist die Beliebtheit von SVP- Präsident Toni Brunner, von dem sich 31 Prozent der Bevölkerung eine wichtige Rolle wünschen. Neu in der Wertung taucht Martin Bäumle, der Präsident der Grünliberalen, auf. Ihm gestehen 22 Prozent eine wichtige Rolle zu.

Das Institut Isopublic befragte für das aktuelle Politbarometer zwischen dem 27. August und dem 10. September 1002 Stimmberechtigte in der Deutsch- und Westschweiz. Die letzten beiden Umfragen fanden im Juni und im Januar dieses Jahres statt. (bru)

Erstellt: 13.09.2009, 11:37 Uhr

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