Selbst gebasteltes Feuerwerk – Pfadiübung endet tödlich
Wie die Kantonspolizei Zürich noch in der Nacht mitteilte, waren die beiden Burschen gestern Abend gegen 19.30 Uhr an einer Pfadi-Übung in Adlikon im Zürcher Weinland mit der Installation eines Böllers beschäftigt. Laut dem Sprecher der Kantonspolizei Zürich zündete die Schwarzpulverladung zu früh, die Gründe dafür seien noch unklar.
Nicht handelsübliches Feuerwerk
Durch die Explosion erlitt der 16-jährige Bursche tödliche Kopfverletzungen. Sein 18-jähriger Kollegen zog sich ebenfalls schwere Gesichtsverletzungen zu und musste mit dem Rettungshelikopter der Rega ins Spital geflogen werden.
Höchstwahrscheinlich handelte es sich bei dem Böller nicht um einen im Handel kaufbaren Feuerwerkskörper. «Es war eine Vorrichtung, die ausgesehen hat, wie wenn man die selber gemacht hätte», sagte Oberlin dem Lokalsender Radio 24.
Als Startschuss für Übung?
Warum die Beiden den Knallkörper installierten, ist auch noch unklar. «Es sieht so aus, als ob man diesen Böller als Startschuss für die Pfadiübung hätte einsetzen wollen», mutmasst Oberlin
Eine Pfadi-Gruppe, die sich in der Nähe befand, hörte den Knall und schlug Alarm. «Weitere Pfadimitglieder hörten den Kall, konnten aber glücklicherweise den Unfallort nicht einsehen», so Oberlin weiter. Diese Pfadis und weitere Personen werden durch Care-Teams der Kantonspolizei Zürich und des Kantonsspitals Winterthur betreut. (cpm/vin)
Erstellt: 23.11.2008, 17:49 Uhr
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