Schweiz

Schweizer Unis: «Wir werden überrannt»

Der Zulauf von ausländischen Studenten mit dürftigem Leistungsausweis wird an Schweizer Universitäten immer grösser. Verschiedene Rektoren beklagen Qualitätsverluste. Nun kündigen sie konkrete Massnahmen an.

Grosser Ansturm auf die Aula: Vorlesung an der Zürcher ETH.

Grosser Ansturm auf die Aula: Vorlesung an der Zürcher ETH.
Bild: Keystone

Umfrage

Würden sie strengere Selektionskriterien zur Aufnahme in den Masterstudiengang begrüssen?

Ja, für alle Studierenden

 
45.4%

Ja, aber nur für ausländische Studierende

 
48.5%

Nein, es soll so bleiben wie bisher

 
6.2%

Bologna-System in der Schweiz

Als eine der ersten Nationen hat die Schweiz das Abkommen von Bologna umgesetzt. Die im Jahr 1999 entstandene Reform sieht eine Umverteilung des Studiums in die Phasen Bachelor, Master und Doktorat vor. Ein Bachelorstudium dauert in der Regel drei Jahre, ein Master zwei und die Dauer des Doktorats ist individuell festlegbar.

Inzwischen beteiligen sich 47 Nationen an der Reform. In der Schweiz gilt, nicht wie in vielen anderen Ländern, der Masterstudiengang als Grundstudium. Entsprechend viele Studierende sehen nach dem Abschluss des Bachelors ihr Studium als nicht beendet. (mrs)

Artikel zum Thema

Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, belastet der grosse Zustrom ausländischer Studierenden die Schweizer Universitäten. So soll bereits jeder vierte Masterstudent aus dem Ausland stammen. Die Schweizer Unis locken Studierende aus der ganzen Welt an. Seit der Umsetzung des Bologna-Systems im Jahr 1999 (siehe Box) hat sich dieser Umstand noch verstärkt.

So würden Studentinnen und Studenten aus dem Ausland von einer Besonderheit des Schweizer Systems profitieren: Anders als in anderen Ländern haben hier Studierende mit dem Bachelor-Abschluss praktisch freien Zugang zum Masterstudiengang. Heute kommt jeder vierte Master-Student in der Schweiz aus dem Ausland. Viele von ihnen haben aber eine dürftige Bachelor-Ausbildung.

«Nicht auf dem gewünschten Qualitätsniveau»

Die ausländischen Bewerbungen befänden sich «generell nicht auf dem gewünschten Qualitätsniveau», sagt ETH-Rektorin Heidi Wunderli-Allenspach der «NZZ am Sonntag». Um das hohe Niveau zu halten, müsse die ETH ihre Masterstudierenden auswählen können. Auch Thomas Dyllick, Prorektor der ETH berichtet von Engpässen in der ETH: «Wir werden überrannt».

Zurzeit hätten Universitäten kaum Möglichkeiten Studierende aus dem Ausland abzulehnen. Heidi Wunderli-Allenspach will sich bei der Rektorenkonferenz der Universitäten dafür einsetzen. Die Konferenz berät bereits darüber, den Zugang vom Bachelor zum Masterstudium einzuschränken. Ende Jahr soll ein Antrag vorliegen, über den die Bildungsdirektoren der Universitätskantone entscheiden sollen.

Studentenverband ist beunruhigt

Der Verband der Schweizer Studierenden (VSS) zeigt sich beunruhigt über die angekündigten Massnahmen: «Der Bachelorstudiengang ist auf dem Arbeitsmarkt nichts Wert», sagt Sprecherin Rahel Siegrist gegenüber der NZZ am Sonntag. Antonio Loprieno von der Rekotorenkonferenz der Schweizer Universitäten (Crus) versucht zu beruhigen: Eine Strengere Selektion beträfe vor allem ausländische Studierende. (mrs)

Erstellt: 05.09.2010, 07:40 Uhr

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65 Kommentare

Ruedi Lais

06.09.2010, 11:22 Uhr
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Liebe Leute, wir haben uns für die Personenfreizügigket mit der EU entschieden. Auch die SVP Schweiz hat die Ja-Parole ausgegeben. Wir wollen also einen freien Arbeitsmarkt und Konkurrenz um die besten Leute in Europa. Doch eigentlich logisch, dass das gleiche Prinzip auch für die Unis gilt. Jede Beschränkung muss deshalb mit Leistungsanforderungen gekoppelt sein, auch für SchweizerInnen. Antworten


christina von waldkirch

06.09.2010, 10:22 Uhr
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Beunruhigend, wie das Wort "Ausländer" Hass und Brotneid auslöst! Wer hat denn die Ausbildung der angepöbelten deutschen, bei uns aber dringend nötigen Ärzte bezahlt?! Dass die Bolognareform schief läuft, interessiert keinen. Die Internationalisierung der Unis war ein erklärtes Ziel! Wegen der verschiedenen Voraussetzungen der Länder hätten die selbsternannten Verantwortlichen das wissen können. Antworten


Heinz Woodtli

06.09.2010, 09:15 Uhr
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Wieso sind wir Schweizer in all diesen Belangen immer so naiv, gewähren der ganzen Welt freien Zutritt zu unseren Einrichtungen, und sind dann überrascht, wenn wir überrannt werden? Dasselbe gilt für die Personenfreizügigkeit. Die CH ist nun mal ein Magnet, und mit diesem Wissen dürften wir ruhig etwas selbstbewusster und selektiver auftreten. Antworten


Stefan Kreis

06.09.2010, 08:52 Uhr
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Hier wird einmal mehr elegant verschwiegen, dass es sich -zumindest in Zürich- bei den Ausländern vornehmlich um Deutsche handelt. Sie überschwemmen einzelne Masterlehrgänge regelrecht, zB. Architektur an der ETH. Und nach dem Masterabschluss bleiben sie in Zürich. Ich bin für eine Erhöhung der Studiengebühren für ausländische Studierende. Antworten


Mike Albrecht

05.09.2010, 21:59 Uhr
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Einmal mehr werden wir Schweizer im eigenen Land gegenüber Migranten und Ausländern benachteiligt. Und unsere Politiker schauen einfach zu. Sowas darf einfach nicht sein! Wofür gibt es die Schweiz überhaupt noch? Ich werde nur noch Politiker wählen, die ein gesundes Mass an Patriotismus haben und sich für die echten Schweizer einsetzen. Auch hier: Die Personenfreizügigkeit ist mitschuldig. Antworten


Eric Menning

05.09.2010, 21:17 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Zudem wäre es absolut denkbar, an ausländische Bewerber höhere Anforderungen zu stellen. Dies scheint gerechtfertigt, denn für ausländische Bewerber sollte es ein Privileg sein, in der Schweiz für knapp CHF 2'000 Unigebühren/Jahr eine erstklassige Ausbildung praktisch geschenkt zu bekommen. Zum Vergleich: Unigebühren in UK: £ 10'000/Jahr für Nicht-EU-Bürger, USA: $ 30'000-40'000/Jahr. Antworten


Georg Schwach

05.09.2010, 21:10 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Dieses Problem läßt sich mit geringem Aufwand lösen, indem man einen jeden der ausländischen Bewerber verpflichtend an einer Mathematik-Klausur ohne Hilfsmittel teilnehmen läßt. Auf diese Weise läßt sich schnell der Weizen von der Spreu zu sondern. Antworten


Eric Menning

05.09.2010, 21:07 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Lösung, die sich hier aufdrängt: Den automatischen Übergang vom Bachelor zum Master aufzuheben. Die Studierenden sollten sich für einen Masterstudiengang bewerben müssen, und jede Universität sollte die Freiheit haben, selbständig entscheiden können, welche Bewerbungen sie akzeptieren. Somit würde das Leistungsniveau steigen. Antworten


Patrick Knobel

05.09.2010, 20:07 Uhr
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@ Hans Balz: Klar wird in der Schweiz Deutsch gesprochen, aber in der heutigen globalisierten Welt sollte ein Uni-Abgänger auch der englischen Sprache mächtig sein und deshalb ist es nicht falsch wenn auf Englisch doziert wird. Ich bin auch froh, dass ich die Möglichkeit habe ein Semester im Ausland zu verbringen, obwohl ich der dortigen Sprache nicht mächtig bin. Bildung ist kein nationales Gut. Antworten


Hans Müller

05.09.2010, 19:54 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Diese Benachteiligung von Schweizer Schülern muss sofort aufgehoben werden. Die hohe Qualität von Schweizer Ausbildungen war gut für uns, solange unser Arbeitsmarkt abgeschottet war. Mit der Öffnung wird die hohe Zugangshürde zum Nachteil für Inländer. CH-Mittelschulen haben das Niveau von Wirtschafts-Universitäten im Ausland aber auf dem Arbeitsmarkt sind sie untergeordnet, sowas geht nicht gut. Antworten


Anita Rüesch

05.09.2010, 19:02 Uhr
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@Hans Balz: Falsch, in der Schweiz wird Französisch, Italienisch, Rätoromanisch und Mundart gesprochen. Antworten


Manuel Schaub

05.09.2010, 18:56 Uhr
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nimmt mich ja wunder, wie viele der Empörten selber mal an einer Uni waren... Persönlich begrüsse ich es sehr, wenn ausländische Studierende einen zulassungstest für den Masterstudiengang machen müssen. Internationalität ist auf universitärem Niveau höchst wichtig, allerdings nur, wenn die Qualität auch stimmt. Zum Sprachproblem: Im Masterstudiengang ist eh fast alles englisch und das ist gut so. Antworten


Renate Meyer

05.09.2010, 18:34 Uhr
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Es trifft nicht zu, dass bspw. an der ETH Masterstudiengänge generell offen sind für alle. Bspw. der Master für Technologie, Management und Ökonomie hat strenge Aufnahmekriterien angwendet, der Master für Finanzwissenschaften führt Interviews und Tests durch, wobei am Schluss ca. 20% ausgewählt werden. Ich gehe davon auss, dass dieses Problem hier vor allem gewissen Studiengänge betrifft. Antworten


Roberto Conte

05.09.2010, 18:24 Uhr
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Jeder hat das Recht zu studieren. Wo er studiert ist jedoch nicht egal. Wie der Bericht aussagt, ist ein hoher Qualitätsverlust festzustellen und zwar auch bei denjenigen, welche in den letzten Jahren abgeschlossen haben. Zurückblickend auf die letzten 20 Jahre haben diese "Obergscheiten" ganze Firmen kaputtruiniert und ins Ausland verschachert. Das globale Denken. Elite ausgebildet ohne Ethik. Antworten


Markus Schneider

05.09.2010, 18:16 Uhr
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Wer braucht denn diese ganzen Studierten eigentlich? Wir brauchen Leute, die arbeiten, nicht solche die sich selber verwalten und deren Arbeit daraus besteht, andere Studierte mit ins Boot zu holen, damit noch besser verwaltet wird und damit es möglichst keine Arbeit mehr gibt, die ein Nichtstudierter nicht machen kann. Bald muss noch der letzte Klowärter studiert haben, weil's ohne nicht geht. Antworten


James Lehm

05.09.2010, 17:46 Uhr
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Man könnte es ja so machen, dass sie richtig zahlen... dann haben alle was davon. Die UNIS müssen halt auch mehr Leute einstellen. Antworten


Mirco Primus

05.09.2010, 16:38 Uhr
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Mit der Begründung auf eine freie Berufswahl haben sich die Studierenden gegen die Einführung des Numerus Clausus gewehrt. Jetzt haben Sie den Quittung dafür. Die Lehrlinge welche um eine Lehrstelle kämpfen mussten und keine freie Berufswahl hatten werden sich ins Fäustchen lachen. Antworten


Hans Balz

05.09.2010, 16:07 Uhr
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@Susanne Ott; wir sind immer noch in er Schweiz und da wird Deutsch gesprochen. Ich nehme kaum an, dass an irgend einer ausländischen Uni aus Rücksicht auf die Ausländer deutsch gesprochen wird. Wer nicht genügend deutsch kann, hat an unseren Unis nichts zu suchen. Antworten


leni Huber

05.09.2010, 15:45 Uhr
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@Håkensen das ist der Vorteil von Norwegen. Dort muss man erst mal Norwegisch lernen und das schreckt fast alle ab! Ich studiere hier an der UNI Wien und die ist besetzt von Deutschen. Die Wiener ärgern sich sehr darüber und haben den Zugang limitiert. Aber schon kam die gross Schelte der EU. Auch in ZH ist es so das es fast immer Deutsche sind. Es ist ein Problem der Masse. Antworten


peter meier

05.09.2010, 15:08 Uhr
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spielt das noch eine Rolle ob noch ein paar Ausländer mehr in die schweiz kommen, wenn ich da so an die bereits schon hergelaufenen Ausländer denken....wir Schweizer wollen dies ja so...Gutmenschen und Linken sei Dank.... Antworten


Beat Moeri

05.09.2010, 14:22 Uhr
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Zugangsbeschränkungen müssen und werden auch schnell kommen. Wer z.B. in der Bundesrepublik Deutschland wegen seiner schlechten Bachelor-Abschlussnoten nicht ins Masterstudium vorrücken darf, dem sollte dies auch an keiner anderen Universität gestattet werden. Antworten


Frank Balmer

05.09.2010, 14:18 Uhr
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@Tabea Steiner: Die Schweizer ziehen sich nicht in die Alpen zurueck. Sie gehen z.B. nach Sydney studieren (wobei die Schweizer neben den Chinesen an meiner Fakultaet am meisten Vertreter haben) u. kommen danach mit einem erweiterten Horizont zurueck. Das schliesst jedoch nicht aus, dass ein Master-Studium in der Schweiz genau so viel kosten darf wie im Ausland u. die Zulassungspruefung hart ist. Antworten


Adolf Kurt Leemann

05.09.2010, 14:06 Uhr
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Ganz einfach : Für Schweizerbürger ist das Studium kostenlos, für ausländische Bewerber, wie beinahe weltweit praktiziert: Finanzausweis und keine Subventionen. Können Abgänger von "Master" in unserer Industrie überhaupt gebraucht werden, oder müssen wir für diese stets neue Arbeitsstellen im öffentlichen Sozialbereich schaffen ? Antworten


Heinz Frey

05.09.2010, 14:02 Uhr
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Die Zeitungsartikel aus den letzten Tagen: 300'000 Zuwanderer in 3 Jahren, Schweizer Unis werden von Ausländern überrannt, Sozialkosten geraten aus den Fugen, über 50% der Züricher Schüler sind fremdsprachig . Die Personenfreizügigkeit zeigt ihre Wirkung und die Folgen sind klar. Schweizer werden es spüren: Sozialabbau für alle, Masterzugang trotz Bachelorabschluss wird eingeschränkt für alle etc Antworten


Paul Thürig

05.09.2010, 13:25 Uhr
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Was haben ausl."Studenten"mit dürftigem Leistungsausweis an Schweizer Bildungssätten zu suchen?Abhilfe kann mit strengeren Aufnahmekriterien geschaffen werden,damit einheimische Studierende nicht benachteiligt werden. Antworten


Marco Lardi

05.09.2010, 13:24 Uhr
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@Tabea Steiner; es gibt bereits Berufe wo nur noch türkisch, serbisch, polnisch etc. gesprochen wird. Da müssen wir nicht 50 Jahre darauf warten. Antworten


Susanna Kim

05.09.2010, 13:17 Uhr
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Warum nicht für die ausländischen Studenten den kostendeckenden Studientarif verlangen? es macht keinen Sinn, dass die Schweizer Regierung ausländische Studenten subventionieren muss, dazu noch schlechte. Ich hab im Ausland studiert (Kanada), zahlte den doppelten Studiengebühren als meine kanadischen Kommilitonen. Antworten


Sandro Meier

05.09.2010, 13:00 Uhr
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Komisch, normalerweise sind immer Studenten und Professoren die für offenen Grenzen sind....und jetzt motzen? Antworten


Susanne Ott

05.09.2010, 12:50 Uhr
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@Tabea Steiner: Was ist das Problem mit englischer Sprache an der Uni? Wenn es Ihrer Meinung nach Mexikaner, Finnen und Polen sprechen, dürfte das von Schweizer Studenten wohl auch erwartet werden, oder sind die etwa dümmer? Die Wissenschaftssprache ist heute Englisch, früher war es Latein. Wer das nicht will, soll wirklich in die Berge und Käse machen, an einer Uni hat der nichts verloren. Antworten


Heinz Martin

05.09.2010, 12:38 Uhr
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Dann wird man halt im 1. Semester des Masterstudienganges eine Ehrenrunde hinlegen und beim zweiten Mal durchgefallen heisst es dann: Du studierst nicht mehr. Antworten


Simon Oberholzer

05.09.2010, 12:35 Uhr
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@ Herr Tschudin: Ich bin verwundert über Ihr Statement bezüglich Bildung: Verwenden Sie selber doch keinerlei Grosschreibung und Punke innerhalb Ihrem hochwertigen Statement. Antworten


Manuel Nehmer

05.09.2010, 12:31 Uhr
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Die Entwicklungen sind wirklich bedenklich. Auf allen Ebenen werden die Schwachen an die Wand gedrückt. Die Arbeitgeberseite freuts natürlich. Die Zeiten wo jeder in unsere Gesellschaft, seine Chance bekam, sind vorbei. Damit ist der Sozialfrieden auch bald Geschiche. Also sind wir endlich in Europa angekommen. Bravo! Antworten


Reto Lippold

05.09.2010, 12:30 Uhr
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Es wird immer offensichtlicher, dass die Bologna-Reform eine Katastrophe für das Schweizer Hochschulsystem ist. Nicht nur qualitativ entfernen wir uns immer mehr von unseren Standards, sondern nun kostet es auch noch viel Geld und macht das anspruchsvolle Studieren unmöglich. Mit Ausnahme weniger Branchen erreichen Bologna-Qualifizierte die Anforderungen unserer Wirtschaft nicht mehr. Antworten


Hans Richter

05.09.2010, 12:25 Uhr
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Klar, im Ausland genügt schon das Beherrschen des kleinen 1 x 1 um an eine Uni zugelassen zu werden. Antworten


Ruth Rank

05.09.2010, 12:17 Uhr
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Das Master-Studium sollte - wie der Name schon sagt - nur Studierenden mit guten Leistungen offen stehen. Alle andern sollen nach dem Bachelor arbeiten gehen. Antworten


Beni Reinhardt

05.09.2010, 12:16 Uhr
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ich möchte nicht ins gleiche horn blasen wie meine vorredner, denn weder bin ich xenophob, noch leide ich unter bildungsneid. aber wenn man meint, sich international als thinktank profilieren zu müssen, ohne wirklich die möglichkeiten für schweizer studierende zu schaffen, dann erstaunt es nicht, wenn andere davon profitieren. das problem sind aber nicht die zulassungen. Antworten


Robert Koch

05.09.2010, 12:15 Uhr
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Ein Student kostet den Steuerzahler durchschnittlich CHF 60'000.- pro Jahr. Wenn man diesen Wert mit der Anzahl der Studierenden multipliziert, ergibt dies Bildungskosten von rund CHF 8'300'000'000.- (Studiengebühren eingeschlossen). Pro Kopf der Bevölkerung also rund CHF 1100.-. Steuern nur für die Hochschulbildung! Deshalb ist eine Beschränkung des Studienzugangs finanzpoliitsch dringlich. Antworten


Norbert Rufer

05.09.2010, 12:07 Uhr
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@T. Steiner. Ihr Kommentar ist hier absolut fehl am Platz. Rennomierte Forschung war schon immer international und wird es in Zukunft noch mehr sein. Sollte es Ihnen nicht möglich sein, dies zu akzeptieren, so ist ein Umsiedeln in die Berge für Sie tatsächlich ratsam. Antworten


willi aerne

05.09.2010, 12:06 Uhr
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Schon erstaunlich. Da wird doch immer wieder behauptet, unsere Hochschulen würden den ausländischen hinterherhinken. Offenbar gilt das Gegenteil. Viva la Svizra! Antworten


Rainer Burri

05.09.2010, 12:04 Uhr
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Es ist allgemein auch an höheren Fachschulen festzustellen, dass das Anforderungsprofil an die Lernenden / Studierenden zur Aufnahme oft nicht dem entspricht, was es eigentlich sein sollte. Damit behindern diese doch den Unterricht, und das Niveau (wie auch die Reputation) der entsprechenden Institution leiden darunter. Antworten


Tabea Steiner

05.09.2010, 12:00 Uhr
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PS: Die Unis sind mehrheitlich von Schweizer Steuern finanziert. Das Ziel müsste sein: Neues zu schaffen UND Die Schweizer Volkswirtschaft voran zu bringen. Da viele Leute gerne in ihre Ursprungsländer zurück gehen, bilden wir heute in der Schweiz die Eliten fremder Länder aus, die uns dann mit ETH-Ingenieuren konkurrenzieren. Das ist dumm und eine Verschwendung von Steuergeldern. Antworten


silvie kuemmin

05.09.2010, 11:53 Uhr
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Das Schweizerparadies,gilt auch hier für Ausl.Studierende.Diese wären ja blöd,von dem abkommen nicht zu profitieren.Ich denke:Wenn die im eigenen Land keine Arbeit finden,probiert man es nun auf diese weise.Wenn man beim Masterstudium durchfällt od. es schafft ,hat man nichts verloren.Höchstens 2 Jahre gewonnen! Ja,zu strengere Selektionskriterien zur Aufnahme vom Masterstudiengang. Antworten


Kurt Seiler

05.09.2010, 11:52 Uhr
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Ich fass das Ganze so auf: nur wer wirklich blöd ist macht noch eine Lehre. Die Qualität der Handwerker fällt weiter in beängstigendem Masse . Und die Qualität der Akademiker fällt auch weiter ins Bodenlose. Und schlussendlich landen die Massen an arbeitslosen Uni-Absolventen doch noch dort wo sie eigentlich hingehören: als Arbeiter und Angestellte. Und verdrängen dort die mit Lehrabschluss. Antworten


Michelle Håkensen

05.09.2010, 11:52 Uhr
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Ich bin Schweizerin, studiere und lebe aber in Norwegen. Hier gibt es keine Schulstufen, d.h. alle kommen ins Gymnasium und alle können damit studieren. Darum gibt es hier viele, die ein Masterstudium absolvieren. Um in ein Masterprogramm aufgenommen zu werden benötigt man in Norwegen mind. ein C was einer 5 entspricht. Wenn es zu viele interessierte gibt, gilt numerus clausus. und das klappt. Antworten


Herbert Frei

05.09.2010, 11:48 Uhr
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Das Bologna-System scheint sich selbst ad absurdum zu führen, obwohl im Prinzip eine gute Idee. Es kann nur funktionieren, wenn alle Hochschulen die gleichen Qualitätsstandards haben und durchsetzen. Antworten


Simon Meier

05.09.2010, 11:47 Uhr
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Was zu beweisen war. Als die SVP den umbegrenzten Zustrom ausländischer Studierender thematisierte, hallte ein Aufschrei der Empörung durch die Schweiz. "Die Unis leben vom Austausch!" oder "Die Schweizer sind halt nicht intelligent oder interessiert genug!", hiess es. Jetzt zeigt sich plötzlich, dass vor allem die kommen, die in Deutschland keine Chance gehabt hätten auf einen Studienplatz. Antworten


Rolf Schumacher

05.09.2010, 11:28 Uhr
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Der Bachelor ist nichts Werrt auf dem ArbeitsMARKT. Hier haben wirs, man studiert nicht des Lehrstoffes wegen, sondern für den akademischen Titel. Egal was im Kopf ist, Hauptsache man erhält den richtigen Titel für die Visitenkarte. Gebt jedem Kind einen akad. Titel gratis. Dann sind die Unis entlastet, es gibt Raum für jene die aus Ueberzeugung studieren wollen. Das wären 1 % der heutigen Studis Antworten


Martin Bürlimann

05.09.2010, 11:24 Uhr
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Gabs da nicht mal eine Abstimmung zur Personenfreizügigkeit? Guten Morgen und viel Vergnügen in der Realität. Antworten


Tabea Steiner

05.09.2010, 10:57 Uhr
Melden

Wo liegt das Problem. Das ist doch typsich heutige Schweiz. Es gibt eine unkontrollierte Einwanderung in alle Berufe. Wie Broder sagt: "In 50 Jahren sprechen wir an vielen Orten Türkisch, an allen anderen Orten Englisch." Die Schweizer Unis sind Orte, an denen in Zukunft nur Englisch geredet wird - von Mexikanern, Polen, Neuseeländern, Finnen, etc. Die Schweizer ziehen sich in die Berge zurück. Antworten


Katharina von Salis

05.09.2010, 10:54 Uhr
Melden

Seit wann ist der abgebildete Raum die Aula der ETH Zürich? Antworten


Karin Sutter

05.09.2010, 10:53 Uhr
Melden

Es trifft nicht zu, dass sämtliche Masterstudiengänge praktisch ohne Zulassungsprüfung gestartet werden können. Bereits einige Masterstudiengänge an der ETH sind restriktiv mit Platzbeschränkungen. Andererseits, und das trifft zu, gibt es sicherlich an der ETH und vor allem an der Universität Zürich viele Studiengänge, die ohne weiteres gestartet werden können. Antworten


Christian Mueller

05.09.2010, 10:44 Uhr
Melden

Bachelor auf dem Arbeitsmarkt nichts wert? Diese Aussage stammt bestimmt von einer Germanistik/Philosophie Studentin. Antworten


Heidi Meier

05.09.2010, 10:37 Uhr
Melden

Im Ausland schauen sie einfach darauf welche Credits man hat um weiterzustudieren. Das würde in Zürich auch Sinn machen. So wäre vorgegeben was es braucht für den Eintritt zu Masterstudium. Nicht jedes Masterstudium hat die gleichen Voraussetzungen und nach dem Bachelor gibt es ja oft verschiedene Möglichkeiten weiter zu studieren. Antworten


christina von Waldkirch

05.09.2010, 10:21 Uhr
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Ein weiterer Flop der Bolognareform, welche als internationales Projek verkauft wurde!! Erklärtes Ziel war die Vergleichbarkeit der Studien und die Horizonterweiterung der Studenten durch Auslandstudien, ein Globalisierungsprojekt, zum Nutzen der Wirtschaft. Bildung nur am Rande gefragt. Prüfungsmarathone statt Inhalte. Bei so verschiedenen Voraussetzungen in jedem Land musste das schief gehen. Antworten


andre tschudin

05.09.2010, 10:21 Uhr
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bildung für alle muss sein aber wenn jemand unfähig ist zu studieren,dann soll nicht dem volk auf der tasche sitzen,auch wenn er aus bestem hause ist.was nützen uns ewigstudenten,wenn sie fähigen den platz wegnehmen,intelligenz ist niemals käuflich zu erwerben aber weiterbilden können sich alle,insofern man will,deshalb sollte man aussortieren,lieber ein guter mechaniker als ein schlechter doktor Antworten


Peter Dreyer

05.09.2010, 10:05 Uhr
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Durch den Bologna Prozess sollte die internationale Mobilität der Studenten erhöht werden. Diesen Vorteil (einer der wenigen(!)) wollte ich nutzen,um etwas über den Tellerrand hinaus zu sehen. Und meine Abschluss mit 1,7 ist gewiss nicht schlecht! Aber die Unfähigkeit der Macher wie mangelnde internationale Koordination soll wie so oft auf den Rücken der Studierenden ausgetragen werden! Bravo! Antworten


Peterhans Nina

05.09.2010, 10:01 Uhr
Melden

Bitte auch für die BA-Studiengänge höhere Auflagen einführen. Ausländische Abis sind wirklich fern ab davon gleichwertig zu sein - diese Aussage darf ich aus erster Hand machen, da ich selber teilweise in Deutschland zur Schule ging. Antworten


Philipp Stirnemann

05.09.2010, 09:59 Uhr
Melden

Der Bachelor ist eben nur nichts wert (oder nur dort nichts wert), weil dort oft keine Selektion stattfindet. In Zukunft wird sich der "Wert" eines Abschlusses sowieso vermehrt an der Reputation der Uni bzw. der Bildungsinstitution messen. Mir ist schleierhaft, wieso von Seiten VSS Opposition gegen erhöhte Selektion betrieben wird; erhöhte Selektion ist letztlich im Interesse der Studenten. Antworten


Dave McWide

05.09.2010, 09:52 Uhr
Melden

und ich dachte mit Bologna wären alle Unis vergleichbar gut. Alle hätten den gleichen Stand. Antworten


Philipp Stirnemann

05.09.2010, 09:33 Uhr
Melden

Der Bachelor ist eben nur nichts wert (oder nur dort nichts wert), weil dort oft keine Selektion stattfindet. In Zukunft wird sich der "Wert" eines Abschlusses sowieso vermehrt an der Reputation der Uni bzw. der Bildungsinstitution messen. Mir ist schleierhaft, wieso von Seiten VSS Opposition gegen erhöhte Selektion betrieben wird; erhöhte Selektion ist letztlich im Interesse der Studenten. Antworten


Werner Sugi

05.09.2010, 09:22 Uhr
Melden

Das ist der logische Auswuchs... Zuerst sinkt das Niveau in den Schulen, dann in den Universitäten, und dann? Ein anderer Ausgleich findet bereits rasant schleichend ein: die Verarmung des Mittelstandes. Antworten


sofia minder

05.09.2010, 09:15 Uhr
Melden

thilo sarrazin hat sich mit seinem buch und äusserungen schwer in die nesseln gesetzt. tatsache aber ist doch, dass er in gewissem masse recht hat. das fängt schon im kindergarten an und hört nie auf. mangelhafte beherrschung der sprache des landes in dem man sich integrieren will (mit allen vor- und nachteilen) sollten die absolute grundvorausetzung sein um schulen, gymi's und uni's zu besuchen. Antworten


Enrico Kummer

05.09.2010, 09:09 Uhr
Melden

Na und, auslädische Studenten bezahlen ja mehr Gebühren. Und nach einem Semester/Jahr gibts ja Prüfungen, die kann man ja dem geünschten Niveau anpassen und so richtig sieben, auch so kann man das Niveau hoch halten... Antworten


peter meier

05.09.2010, 08:59 Uhr
Melden

Wen wundert's noch...an jeder Ecke werden wir im eigenen Land von den Ausländern über den Tisch gezogen, ausgenutzt oder verdrängt. Aber warum auch nicht? Jeder ist hier willkommen, multikulti und falsche Toleranz ist angesagt, dafür geht das eigenen Volk im Lande zu Grunde. Antworten


Kaspar Hauser

05.09.2010, 08:58 Uhr
Melden

Das Problem ist, dass sich das auch nach der Uni fortzieht: wer z.B. im Ausland kein Medizinstudium machen kann, weil er die Aufnahmeprüfung nicht besteht, kann einfach in die CH Medizin studieren kommen. Antworten



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