Schweizer Bähnler wollen Cisalpino aus dem Verkehr ziehen
Aktualisiert am 22.12.2008 76 Kommentare
Anfällig für Pannen: Pendolino-Neigezug der ersten Generation. (Bild: Keystone)
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Im Lötschberg-Basistunnel ist heute Vormittag der Cisalpino Mailand-Basel mit 200 Passagieren stecken geblieben. Die Fahrgäste mussten für die Weiterfahrt einen anderen Zug nehmen. In einem Bericht des Nachrichtenmagazins «10vor10» des Schweizer Fernsehens erklärten mehrere Cisalpino-Passagiere, Angst gehabt zu haben. Zu Panik sei es allerdings nicht gekommen. Der Cisalpino-Zug hatte im Lötschberg-Basistunnel anhalten müssen, weil die Funkverbindung zum Stellwerk nicht mehr funktionierte. Der Grund dafür ist unklar.
Der Schweizerische Eisenbahnerverband (SEV) fordert nun die SBB auf, die pannenanfälligen Cisalpino-Züge aus dem Verkehr zu nehmen. Im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin «10vor10» des Schweizer Fernsehens sagte der interimistische SEV-Präsident Giorgio Tuti: «Bis die Cisalpinos den schweizerischen Qualitätsstandards entsprechen, soll man Schweizer Rollmaterial einsetzen.» Es gehe um die Sicherheit von Passagieren und Personal.
Immer wieder Probleme
Seit der Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels vor einem Jahr sind bereits zwei Cisalpino-Neigezüge im 35 Kilometer langen Tunnel stecken geblieben. Zudem: In den vergangenen zwölf Monaten ist laut der privaten Statistik-Homepage Cessoalpino.com der Cisalpino insgesamt 83 Mal auf Grund von Pannen nicht einmal angekommen.
Die SBB wollte weder zur neuesten Panne noch zur Forderung, die Cisalpino-Züge aus dem Verkehr zu nehmen, Stellung nehmen. Für den Eisenbahnerverband ist indes klar: Verbessert sich die Situation beim Cisalpino nicht, wird er von Verkehrsminister Moritz Leuenberger fordern, dass die SBB die Mehrheit ihrer 50 Prozent-Tochter Cisalpino von der italienischen Bahn übernimmt – und den Zug wieder auf Kurs bringt. (vin)
Erstellt: 22.12.2008, 21:58 Uhr
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76 Kommentare
Wir fuhren letzten Herbst nach Monza bekamen am Vortag die Info, dass wir wohl eine Stunde länger unterwegs sein würden, da wir mit nen normalen Zug nehmen müssten. Wir hatten ein wenig Angst, dass wir zu spät zum Training kommen würden. Das "lustige" an der Geschichte: Wir kamen zur gleichen Zeit an wie die Jahre zuvor... Weil der Cisalpino aus Prinzip immer eine Stunde länger hat :D Antworten






































