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Schweiz nimmt zwei Uiguren auf – China protestiert

Aktualisiert am 03.02.2010 80 Kommentare

Die Schweiz bietet zwei Männern Gastrecht, die von den USA über vier Jahre ohne Anklage und Urteil in Guantánamo festgehalten wurden. Trotz Warnungen aus China hat der Bundesrat der Aufnahme zugestimmt.

Werden immer weniger: Häftlinge in Guantánamo.

Werden immer weniger: Häftlinge in Guantánamo.
Bild: Keystone

Der Bundesrat begründet die Aufnahme mit humanitären Überlegungen, wie Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf vor den Medien ausführte. «Wir haben selbstverständlich eine politische Interessensabwägung vorgenommen», sagte Widmer-Schlumpf. Es sei bekannt, dass China Mühe bekunden werde. Der Bundesrat habe sich aber nicht für oder gegen einen Staat entschieden, sondern für die humanitäre Tradition.

Aufgenommen werden die beiden Uiguren vom Kanton Jura, dessen Regierung am Dienstag dem Bundesrat definitiv zusagte. Eine Prüfung hatte keine Hinweise geliefert, dass die zwei Uiguren in Verbindung zu terroristischen Kreisen standen oder stehen.

Müssen die Sprache lernen

Die zwei Brüder mussten sich verpflichten, die Werte der schweizerischen Bundesverfassung zu respektieren, sich ans geltende Recht zu halten, die am Wohnort gesprochene Sprache zu erlernen und ihren Lebensunterhalt nach Möglichkeit selber zu bestreiten.

Bereits früher hatte der Bundesrat der Aufnahme eines usbekischen Guantánamo-Gefangenen im Kanton Genf zugestimmt. Der Mann ist bereits in der Schweiz eingetroffen.

Protest aus der Botschaft

China ist «entschieden gegen die Entscheidung des Bundesrates», zwei chinesische Uiguren vom US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba in der Schweiz aufzunehmen. Das sagte ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Bern am Mittwoch.

Die chinesische Regierung sei gegen den Bundesratsbeschluss, «weil er grundlegenden Interessen beider Völker nicht entspricht», sagte der Sprecher der chinesischen Botschaft auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA weiter. Begründen wollte die chinesische Seite ihre Reaktion nicht.

China hatte die Schweiz mehrmals davor gewarnt, das Brüderpaar Bahtiyar und Arkin Mahnut aufzunehmen, das der im Reich der Mitte unterdrückten muslimischen Minderheit der Uiguren angehört. (sam/sda)

Erstellt: 03.02.2010, 15:18 Uhr

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80 Kommentare

Leo Ruegg

03.02.2010, 15:12 Uhr
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Privatbanker die II. Vielen deutschen Arbeitern klebt der Schweiss am ganzen Koerper. Auch sie erhalten Ende Jahr die Steuerrechnung und muessten weniger Steuern bezahlen wenn auch die Reichen ihren Obolus entrichten wuerden. Die Schweiz muss endlich umdenken. Auch unsere Rechtsauffassung im Steuerwesen ist fuer das Ausland nicht nachvollziehbar. Antworten


Peter Schütz

03.02.2010, 14:31 Uhr
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Ich habe keine Angst vom Fall des Bankgeheimnisses noch schrecken mich die Gefahren des Strassenverkehrs. Blanke Angst überkommt mich jedoch, wenn ich als CH-Bürger ungefragt die Aufnahme von ex-Gauantanamo-Häftlingen hinnehmen muss. Antworten



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