Schweinegrippe-Impfung: «Wer zuerst kommt, räumt ab»
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Was bei der Bundesplanung nach sauberer Zuteilung und gerechter Verteilung ausgesehen habe, habe sich in ein Verteilchaos gewandelt nach dem Motto: «Wer zuerst kommt, räumt ab», kritisierte das Schwyzer Innendepartement am Mittwoch. In einigen Kantonen seien die Impfgruppen eigenmächtig auf die allgemeine Bevölkerung ausgeweitet worden, bevor überall die Risikogruppen geimpft worden seien.
In der Folge seien einzelne Ärzte im Kanton Schwyz ohne oder mit zu wenig Impfstoff für ihre Risikopatienten dagestanden. Sie mussten über einen zusätzlichen logistischen Aufwand und Umverteilungen versorgt werden, weil ihr Impfstoff anderorts verimpft wurde, schreiben die Schwyzer Behörden.
Keine Impfung erhalten
In den Tagen zuvor hatte der Fall eines Scherkranken für Schlagzeilen gesorgt, der in Schwyz keinen Impfstoff erhalten hatte. Ein 53-jähriger Risikopatient, der wegen einer Knochenmark-Transplantation körperlich geschwächt ist, bemühte sich seit Tagen um eine Schweinegrippe-Impfung zu bekommen – vergeblich. Dies berichtete SF. Das Unispital Zürich empfahl eine Impfung, der entsprechende Impfstoff war aber nicht vorhanden. Der Schwyzer Kantonsarzt verwies den Patienten danach an den Hausarzt. Doch auch dieser hatte keinen Impfstoff. Auch im Spital Lachen SZ war keine Impfung möglich.
Inzwischen sei das logistische Problem gelöst und genügend Impfstoff vorhanden. In den Arztpraxen sei spätestens ab dem 16. November geimpft worden. Damit seien die Vorgaben des Bundes eingehalten. Für die Impfung der allgemeinen Bevölkerung werde spätestens ab 23. November genügend Impfstoff vorhanden sein. (etr/ap)
Erstellt: 19.11.2009, 11:37 Uhr
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