Schweinegrippe kommt um Wochen früher als erwartet in die Schweiz
Von David Vonplon. Aktualisiert am 25.07.2009 20 Kommentare
Nur noch eine Frage von Wochen, bis erste Pandemiewelle die Schweiz erreicht: Ankunft von Ferienreisende am Flughafen Zürich.
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Am meisten Fälle im Kanton Genf
In der Schweiz wurden bislang 301 laborbestätigte Fälle der Schweinegrippe registriert. Davon haben sich 225 im Ausland und 52 in der Schweiz angesteckt, wie es im Situationsbericht des BAG vom Donnerstagabend heisst. Am meisten Fälle gab es im Kanton Genf, eine Häufung stellen die Gesundheitsbehörden aber auch in den Kantonen Bern, Luzern, Waadt und Wallis fest.
Da nicht mehr alle mutmasslichen Schweinegrippe-Erkrankungen im Labor abgeklärt werden, sind diese Zahlen allerdings nur bedingt aussagekräftig. Insgesamt gingen bei den Behörden bis vergangenen Mittwoch über 500 Fallmeldungen von Personen ein, die im Verdacht stehen, sich mit dem Grippevirus H1N1 angesteckt zu haben.
Das BAG verzichtet seit Mitte Juli darauf, Einschleppungen und einzelne Ansteckungen zu verhindern. Die Gesundheitsbehörden beschränken sich auf das Ziel, die Ausbreitung zu verlangsamen. Dabei sollen vor allem im Umfeld von Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko geschützt werden.
In Grossbritannien haben sich in der laufenden Woche bereits über 100'000 Menschen mit dem Grippevirus infiziert, wie die britischen Gesundheitsbehörden gestern bekannt gaben. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch vergangene Woche. Spitäler und Ärzte sind unter Druck; um sie zu entlasten, geben die britischen Gesundheitsbehörden das Grippemittel Tamiflu ab, ohne dass die Erkrankten vorher einen Arzt konsultieren müssen. Die Beantwortung eines Fragebogens via Telefon oder Internet reicht.
Pandemie kommt früher
In der Schweiz wird der Verlauf der Pandemie mit grösster Aufmerksamkeit verfolgt. Angesichts der rasend schnellen Verbreitung der Grippe, warnen Mediziner, dass die erste Pandemiewelle die Schweiz früher erreichen wird, als vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) letzte Woche prognostiziert. Die Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass die Pandemie im Herbst die Schweiz erreichen wird.
Laut dem Genfer Kantonsarzt Philippe Sudre ist die Grippe jedoch bereits im Begriff, sich hierzulande auszubreiten. Es sei nur noch eine Frage von Wochen, bis die Pandemie die Schweiz erreiche, erklärt er gegenüber der Westschweizer Zeitung «Le Temps». Sudre rechnet mit einer ersten Grippewelle bereits im August-September, die innerhalb von zwei oder drei Monaten 25 Prozent der Schweizer Bevölkerung erfasse. Nach Auffassung von Sudre macht es jedoch keinen Sinn, Schulen und Kinderkrippen zu schliessen: Diese würden die Ausbreitung des Virus’ bloss um einige Tage verzögern.
Zürcher Kantonsarzt hält sich an BAG-Prognose
Der Kantonsärztliche Dienst Zürich will sich derweil nicht zu den jüngsten Entwicklungen äussern: «Wir orientieren uns weiter an den Prognosen des BAG», erklärt Franziska Egli, Sprecherin der Zürcher Gesundheitsdirektion. Die Vorbereitungen auf die Pandemie würden laufen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.07.2009, 06:37 Uhr
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20 Kommentare
Offenbar war das anfängliche Virus gar nicht sooo schädlich, wie vorausgesagt wurde.Woher dieses Virus kommt, weiss auch keiner.Laufend werden wir d. Medien konfrontiert,um zu glauben,dass es noch schlimmer kommt.Schon mal gehört von Trilateral Comission u. Bilderberger/Freimaurer, die eine Welteinheitsregierung anstreben? Die Menschheit muss reduziert werden! Eine teuflische Verschwörung! Wahr? Antworten
@matti hoch: klar, und dann springt der Yeti hinterm Baum hervor und tanzt samba mit Moritz Leuenberger, der in Wahrheit ein verkleidetes grünes Männchen aus dem All ist. Selbst wenns so wäre... ändert sich was für uns? Das Virus kennt man schon seit Jahren! Und es ist, solange es nicht mutiert, weniger gefährlicher als eine normale Grippe. Es gibt nur eine echte Pandemie, die Paranoiapandemie. Antworten
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