Schweinegrippe: Sohn und Tochter sollen im Altersheim anpacken
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Würden Sie als Angehöriger in einem Altersheim mithelfen, wenn es wegen der Schweinegrippe zu einem Personalengpass kommt?
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Die Angehörigen der Heimbewohner des Wohn- und Pflegehauses National in Ennetbaden AG wurden diese Woche von der Heimleitung per Brief angefragt, ob sie bei einem Personalengpass wegen der Schweinegrippe «bereit wären, Mithilfe in pflegerischer und/oder hauswirtschaftlicher Tätigkeit zu leisten». Das schreibt die Zeitung «Sonntag». Geschäftsführer Thomas Bättig sagte dazu dem Blatt, die Angehörigen würden nur im Notfall zum Einsatz kommen. «Da wir momentan nicht wissen, wie stark die Schweinegrippe wirklich wird, bereiten wir uns auf das Schlimmste vor.» Falls bis zu 50 Prozent des Pflegepersonals ausfallen würden, stünden sie vor einem ernsthaften Problem.
Auch das Alterszentrum Wengistein in Solothurn hat die Angehörigen um Mithilfe gebeten: Rund 130 Angehörige der Zentrumsbewohner wurden angeschrieben. Bereits sind rund 20 Rückmeldungen eingegangen. «Alle positiv», sagt Zentrumsleiter Hansruedi Moor.
Vorgehen legitim
Der Leiter Fachbereich Alter beim Verband der Heime und Institutionen Curaviva Markus Leser, findet das Vorgehen legitim: «Als Notfallszenario macht es durchaus Sinn, Angehörige in die Betreuung einzubinden», so Leser zum «Sonntag». (cpm)
Erstellt: 16.08.2009, 13:05 Uhr
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