«Sarkozy hat wahrscheinlich ein Problem mit der Schweiz»
Aktualisiert am 11.11.2011 74 Kommentare
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Sarkozy habe «wahrscheinlich ein Problem» mit der Schweiz, sagte Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey heute im Westschweizer Fernsehen. Sarkozy hatte vor einer Woche am G-20-Gipfel die Schweiz in einem Atemzug mit Steueroasen wie Barbados, Antigua oder Panama genannt. Das ist ganz und gar nicht freundschaftlich, kritisierte Calmy-Rey.
Sie könne sich dieses Verhalten nicht anders erklären, als dass Sarkozy «wahrscheinlich ein Problem» mit der Schweiz habe. Sie wisse aber nicht, welches das sein könnte, sagte Calmy-Rey in der Interview-Sendung «Pardonnez-moi», die am Sonntag ausgestrahlt wird. Die Westschweizer Tagesschau zeigte am Freitagabend Ausschnitte davon.
OECD entlastet die Schweiz
Die Schweiz habe die OECD-Standards übernommen. Mit Doppelbesteuerungsabkommen werde diese Politik konsequent weitergeführt. «Wir waren sehr überrascht und unzufrieden», sagte die Bundespräsidentin. Dies sei dann auch dem französischen Botschafter mitgeteilt worden.
Bern hatte nach den Aussagen Sarkozys von der OECD Rückendeckung erhalten. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bescheinigte der Schweiz, in Steuerfragen wichtige Fortschritte erzielt zu haben. Es sei schade, dass Sarkozy die Schweiz als Steueroase bezeichnet hätte, denn dies sei sie heute nicht mehr, hatte Pascal Saint-Amans von der OECD vor einer Woche dazu erklärt. (rub/sda)
Erstellt: 11.11.2011, 21:59 Uhr
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74 Kommentare
Präsident Sarkozy hat kein Problem mit der Schweiz, aber die Schweiz hat ein Problem mit der Welt! Man kann nicht über Jahrzehnte das Geld von Potentaten und Diktatoren einkassieren und damit Geschäfte machen. Auch der Bundesrat von heute sollte einmal ehrlich sein! Antworten
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