SAC: Schlappe für Gegner von Heliskiing
Von Daniel Foppa. Aktualisiert am 25.06.2011 2 Kommentare
Heliski-Landeplätze
Obwalden und Uri gegen Heliskiing
Die Regierungen der Kantone Uri und Obwalden lehnen zwei neue Heliski-Landeplätze in der Region Engelberg ab. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) plant, am Grassen und am Chli Spannort auf jeweils rund 3000 Meter Höhe zwei neue Gebirgslandeplätze zu schaffen. Diese sollen als Ersatz dienen für zwei Landeplätze im Jungfrau-Aletsch-Gebiet. Wie die Urner Regierung zuhanden des Bazl festhält, ist Heliskiing im Gebiet Spannort aus Sicht des Natur- und Landschaftsschutzes «nicht zulässig». Auch die Obwaldner Regierung hat «grosse Vorbehalte». Sie warnt in einem Schreiben an das Bazl vor «zusätzlichen Umweltbelastungen, ohne dass diesen ein offensichtlicher touristischer Nutzen gegenüberstünde». Der SAC lehnt die beiden neuen Landeplätze ebenfalls ab. (daf)
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Seit Monaten sorgt das Heliskiing für Zoff im Schweizer Alpen-Club (SAC). Zugespitzt hat sich die Situation, als der Zentralvorstand Anfang Jahr beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen Gebirgslandeplätze in der Region Zermatt eingereicht hat. Er tat dies gestützt auf die SAC-Umweltrichtlinien, die eine Lenkung und Beschränkung des Heliskiings vorsehen.
Die Walliser Sektionen, die Heliskiing begrüssen, sprachen von einem «Affront» des Zentralvorstands und drohten mit der Abspaltung. Für zusätzliche Spannungen sorgten die Bestrebungen der Sektionen Uto (Zürich) und Bern, der SAC solle sich noch stärker gegen Heliskiing positionieren.
Niederlage auf der ganzen Linie
An der Abgeordnetenversammlung vom letzten Samstag in Davos erlitten die Heliski-Gegner jedoch eine Abfuhr. Der Zentralvorstand bemühte sich, die Wogen zu glätten, und empfahl die Anträge der urbanen Sektionen zur Ablehnung. So unterlag die Sektion Bern mit der Forderung, Heliskiing «aus bergsportethischen Gründen» abzulehnen. Die Sektion Uto zog ihren eigenen Antrag für eine Reduktion der Gebirgsfliegerei zurück und scheiterte sogar mit der Forderung nach einer Mitgliederbefragung zum Thema Gebirgsfliegerei.
Trotz dieser Niederlage halten die Sektionen aus Bern und Zürich an ihren Anliegen fest. «Wir werden weiterhin darauf pochen, dass die bestehenden Umweltrichtlinien eingehalten werden», sagt Felix Nipkow, Umweltverantwortlicher der Sektion Uto. Wichtig sei, dass der SAC bei den laufenden Verhandlungen zur Überprüfung der Gebirgslandeplätze nicht einknicke.
SAC muss Umweltrichtlinien anpassen
SAC-Geschäftsführer Peter Mäder begrüsst derweil die Entscheide von Davos: «Die Situation hat sich beruhigt.» Ohnehin werde der SAC übernächstes Jahr seine Umweltrichtlinien überarbeiten, sagt Mäder. Als Bergsportverband, der mit seinen Hütten zu den touristischen Leistungsträgern gehört und sich gleichzeitig dem Schutz der Gebirgswelt verpflichtet fühlt, steht der SAC vor einer kniffligen Aufgabe. «Der Erschliessungsdruck wird weiter zunehmen, wie etwa die neuen Skigebiet-Projekte in Andermatt zeigen», sagt Mäder. Für den SAC sei es eine dauernde Herausforderung, die richtige Gewichtung zwischen Schützen und Nützen zu finden. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 25.06.2011, 10:42 Uhr
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2 Kommentare
hallo mitenand
danke für diesen bericht. es gibt kein wenn und aber, der gesamte SAC muss und soll das
Heliski bekämpfen und abschaffen. es gibt kein einziges stichhaltiges argumeznt für das heliski...
oder erklärt mir eines...
es kann nicht sein, dass in einem UNESCO welt-kulturerbe lärm und gestank ist... also fertig
schluss mit heliski.
gruss von
raphael wellig / www.raphaelwellig.ch
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