Schweiz

Radio 1: Mit Roger Köppel auf Quotenfang

Radio 1 krempelt wieder einmal sein Programmkonzept um. Senderchef Roger Schawinski spannt nun «Weltwoche»-Chef Roger Köppel ein, um neue Hörer zu gewinnen.

«Stillstand ist tödlich»: Radio 1-Chef Roger Schawinski.

«Stillstand ist tödlich»: Radio 1-Chef Roger Schawinski.

So oft erfindet sich Radio 1 neu, dass der Eindruck entstehen könnte, der Sender sei noch nicht erwachsen. Erst vor einem Jahr hatte Radio 1 sein Musikkonzept völlig überarbeitet, nachdem die Musikwahl bei den Hörern durchgefallen war. Nun stellt Radio-1-Chef Roger Schawinski das inhaltliche Konzept des Senders auf den Kopf. Hat sich Radio 1 noch nicht etablieren können, dass er so oft am Sendekonzept schrauben muss?

«Ich habe es immer und überall so gehalten: Stillstand ist tödlich», begründet Schawinski die Neuerungen gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet, es handle sich um Weiterentwicklungen und Verbesserungen. Von der Programmrefom erhofft er sich, näher an die Radiostationen Radio 24 und Energy Zurich zu rücken: Im zweiten Halbjahr 2009 erreichte Radio 1 bloss 86'000 Hörer. Nach der Ausweitung des Sendegebiets soll der Sender laut Roger Schawinski im Januar 130'000 Hörer verzeichnet haben. Zum Vergleich: Radio 24 und Energy Zürich kommen auf fast 300'000 Hörer.

Neues Informationsmagazin

Mehr Quote bringen soll nun «Weltwoche»-Chef Roger Köppel. Jeden Montag will sich Schawinski künftig mit ihm in der Sendung «Roger vs Roger» ein Streitgespräch liefern. «Es gibt niemanden, der so zuverlässig eine andere Meinung hat als ich», sagt Schawinski. Er glaubt, dass die Hörer an den Disputen Spass haben werden.

Dreimal täglich strahlt der Sender fortan das neue Nachrichtenmagazin «Kompakt» aus: In 15 Minuten will der Sender um 7 Uhr, 12 Uhr und 17 Uhr über Ereignisse aus dem In- und Ausland berichten. In der Morgenshow setzt der Sender künftig auf Dialog statt Monolog: Neben Morgenshow-Moderator Marc Jäggi nimmt Kollegin Lisa Känzig Platz.

Ebenfalls überarbeitet der Sender sein akustisches Layout. «Dynamischer, frischer und professioneller als bisher» will der Sender damit daherkommen. (tif)

Erstellt: 12.03.2010, 12:01 Uhr

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