Prämienschock: Jetzt ist Feuer im Dach

Je nach Kanton steigen die Krankenkassenprämien um bis zu 20 Prozent. Im Bundeshaus ist Hektik ausgebrochen – und es könnte noch schlimmer kommen.

Betriebsamkeit herrscht nicht nur im Spital: Die neuen Prämienzahlen schrecken die Politiker auf.

Betriebsamkeit herrscht nicht nur im Spital: Die neuen Prämienzahlen schrecken die Politiker auf.
Bild: Keystone

Je näher die Prämienrunde rückt, desto düsterer werden die Prognosen des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Am Montag stellte es für das nächste Jahr eine durchschnittliche Prämienerhöhung von 15 Prozent in Aussicht. Dabei bestehen grosse Unterschiede von Kanton zu Kanton. Wenn die Kassen in einem Kanton hohe Reserven aufweisen und die Behörden zudem Kostendämpfungsmassnahmen ergriffen haben – etwa Spitalschliessungen oder eine restriktive Ärztezulassung –, führt dies zu einem unterdurchschnittlichen Prämienanstieg.

Deshalb profitieren 2010 für einmal die Westschweizer Kantone von einem niedrigen Prämienaufschlag – wobei ihre Prämien bereits heute überdurchschnittlich hoch sind. Ein mässiges Prämienwachstum blüht mit 8 Prozent auch dem Kanton Zürich. Düster sieht es hingegen in Bern aus. Dort belastet die grosse Zahl von Privatspitälern die Grundversicherung übermässig, und die Kassen haben kaum noch Reserven. Die Folge ist ein Prämienaufschlag von 20 Prozent – im Durchschnitt und vor dem Hintergrund, dass Bern bereits heute hohe Prämien hat.

Es kann noch schlimmer kommen

Das BAG geht für seine Berechnungen davon aus, dass die Kosten im Gesundheitswesen 2009 und 2010 um je 4,5 Prozent steigen. Zudem erwartet es, dass die Reserven der Kassen bis Ende 2009 auf 8,7 Prozent absinken. Um sie wieder auf das gesetzliche Minimum von 11,5 Prozent ansteigen zu lassen, seien die 15 Prozent Prämienerhöhung nötig.

Diese Einschätzung wird von Santésuisse geteilt. Der Krankenkassenverband erwartet jedoch bereits für dieses Jahr einen Kostenanstieg von mindestens 5 Prozent und damit einen noch höheren Prämienanstieg – falls nicht sofort Gegenmassnahmen ergriffen werden.

Massnahmen kommen wohl zu spät

Im Bundeshaus wird denn auch an mehreren Fronten versucht, den Prämienschock zu dämpfen. Am Freitag debattiert der Bundesrat über eine dringliche Revision des Krankenversicherungsgesetzes. Darin vorgesehen sind unter anderem eine Praxisgebühr von 30 Franken sowie ein telefonischer Beratungsdienst, der Patienten von unnötigen Arztbesuchen abhalten soll. Allerdings müssen diese Massnahmen noch vors Parlament, weshalb sie voraussichtlich zu spät kommen, um die Prämien 2010 zu beeinflussen.

Mehr erwartet wird von Kostensenkungsmassnahmen, die Gesundheitsminister Pascal Couchepin oder der Gesamtbundesrat in Eigenregie beschliessen können – etwa bei den Preisen für Medikamente und medizinische Hilfsmittel. Laut einem Sprecher Couchepins ist das Massnahmenpaket geschnürt. Derzeit werde die Arzneimittelkommission und die Pharmaindustrie darüber informiert.

Schliesslich sieht der Bundesrat eine ausserordentliche Erhöhung der Prämienverbilligungen um 200 Millionen Franken für 2010 und 2011 vor. Offenbar soll die Massnahme als Teil des dritten Konjunkturpakets noch vor den Sommerferien vom Bundesrat verabschiedet werden.

«Kommissionen funktioniert nicht»

Auch im Parlament sorgen die BAG-Prognosen für Betriebsamkeit. «Das können wir uns in der jetzigen Wirtschaftslage schlicht nicht leisten», sagt FDP-Nationalrat Otto Ineichen. Der umtriebige Luzerner Unternehmer hat deshalb eine Parlamentariergruppe ins Leben gerufen, die sich heute zum ersten Mal trifft. Ihm schwebt Grosses vor: «Wir planen ein Massnahmenpaket, mit dem man 1,5 Milliarden einsparen kann. Dann müssen die Prämien nächstes Jahr bloss um 5 Prozent steigen.» Der FDP-Mann denkt vor allem an Einsparungen bei den Medikamenten und den Spitälern.

Das forsche Vorgehen Ineichens – die Homepage seiner Gruppe musste er aus Datenschutzgründen bereits wieder löschen – sorgt im Parlament für Skepsis. Dass trotzdem zehn namhafte Politikerinnen und Politiker in Ineichens Gruppe mitmachen, zeigt, wie ernst die Lage ist. Und wie schlimm es um die Gesundheitskommissionen des Parlaments steht.

«Offenbar vertrete ich nicht die richtigen Interessen»

«Es ist bedenklich, dass nun eine Parallelkommission aufgebaut wird», sagt FDP-Ständerat Dick Marty. «Das zeigt, dass die Gesundheitskommissionen nicht mehr funktionieren.» Die Interessenvertreter von Kassen, Ärzten und Pharma blockierten sich dort gegenseitig. Marty sagt, er selbst habe schon zweimal versucht, Mitglied der Gesundheitskommission zu werden, sei damit aber in der Fraktion gescheitert. «Offenbar vertrete ich nicht die richtigen Interessen», meint der Rechtsanwalt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.05.2009, 22:47 Uhr

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101 KOMMENTARE

Paul Baumgartner

27.05.2009, 17:21 Uhr

Wir haben in der CH überhaupt keine Gesundheitspolitik! Wir erleben nur Scheingefechte von Interessenvertetern und Lobbyisten, die Lösungen verhindern - das Volk zahlt ja alles und denen gehts sehr gut dabei! Wir werden von Politikern seit Ruth Dreyfuss brandschwarz angelogen und hintergangen weil alle Eigeninteressen vertreten und keine Hemmungen haben, das Volk zu verar.......


Peter Ammon

27.05.2009, 16:43 Uhr

Wäre diese Nachricht dass die Prämien 15-20% steigen werden vor 3 Wochen rausgelassen worden, der ganze GUGUS mit der Komplementär-Medizin wäre verworfen worden. So könne sich jetzt Alle auch die welche die Prämien nicht bezahlen, und davon gibt es genug, ihre nice-to-have Behandlung abholen.


Helen Hohl

27.05.2009, 16:07 Uhr

Computertomographen und Magnetresonanztomographen beschränken. Für jeden Durchgang kassiert der Chefarzt auch.Je mehr Tomographen je mehr Menschen müssen durchgeschleusst werden damit die Apparte amortisiert werden können. Mit der riesigen Strahlenbelastung schafft man in 20 Jahren neue Krebspatienten und zusätzliche Kosten. Das BAG soll die Zahl für diese Apparate beschränken.


Patrick Jaberg

27.05.2009, 14:30 Uhr

Fortsetzung - Wenn ein Spitalaufenthalt also in Bern rund das Doppelte kostet als er dies laut den publizierten Tabellen im Kanton Fribourg oder Solothurn tut, stimmt mich das ziemlich nachdenklich ! Ich werde im Falle eines Spitalaufenthalts Offerten einholen von verschiedenen Spitälern. Im Spital sein ist immer unangenehm, d spielt's keine Rolle wenn das auch im Nachbarkanton ist, oder ? :-)


patrick jaberg

27.05.2009, 14:25 Uhr

Aus dem Bericht der BZ wird mir klar was ich schon lange vermutet habe. Keiner sprach bisher über die Teils exorbitanten Kosten der Spitäler. Auch über die Tatsache, dass je nach Versicherungsart (Allgemein, Halbprivat oer Privat) andere Tarife für Operationen gelten, wurde zuletzt vor Jahren im Kassensturz berichtet.


Christian WĂĽthrich

26.05.2009, 21:42 Uhr

Der Hauptfehler für die steigenden Prämien liegt meiner Ansicht nach beim Parlament. Da gäbe es eine Möglichkeit: Bei Entscheidungen dieses Sektors müssen alle Vertreter aus dem Gesundheitswesen in den Ausstand treten. Entscheiden soll der Rest. Dann können sie sich nicht mehr alle gegenseitig ausbremsen. Schliesslich zahlen WIR deren Scheitern...


Peer Joos

26.05.2009, 19:35 Uhr

Bei einem Seminar über Gesundheitsökonomie an der ZHAW im Herbst 2007 wurde wir darauf aufmerksam gemacht, dass durch den von Monsieur Couchepin den Krankenversicherern auferlegten Reservenabbau die Prämien aus betriebswirtschaftlichen Gründen in spätestens 2 bis 3 Jahren überdurchschnittlich stark ansteigen MÜSSEN... Honi soit qui mal y pense!


Hermann T. Meyer

26.05.2009, 19:26 Uhr

Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass der Kostenfaktor Alkohol einen schönen Teil der Gesundheitskosten ausmacht? Es wäre mit verhältnismässig einfachen Mitteln möglich, diese Schäden deutlich zu senken. Das Volk, vor allem die Mehrheit der mässigen Konsumenten, müsste den Politikern deutlich signalisieren, dass endlich eine andere Alkoholpolitik gefordert wird.


Dieter Wundrig

26.05.2009, 18:51 Uhr

Weshalb kann man sich nicht durchringen endlich die Kopfprämie abzuschaffen,man zieht immer mehr Reiche an,weshalb sollten diese nicht auch mehr Krankenkassenbeiträge zahlen?Mit der AHV funktioniert es doch auch!Aber wer sitzt im Parlament,eben die Lobby,welche man immer in Brüssel vermutet.DiePreise der Medikamente,da muss nur die Pharma einmal drohen,schon rutscht das Herz in die Hose.


Sandro MĂĽller

26.05.2009, 18:05 Uhr

Seltsam. Hiess es doch in den 90er Jahren, dass bei Annahme des KVG die Prämien sinken werden....


Ronnie König

26.05.2009, 17:19 Uhr

Viele gute Argumente und auch da: hinterher ist man gescheiter. Das ist das eine. Das andere: meine Frau wurde im Kanti untersucht und an jenem Tag machte jeder Arzt den sie sah ein AIDStest und weitere Tests(also 4x dasselbe ???), kürzlich hätte ein Arzt einen Entscheid fällen müssen und nun sind wir bei der 3. Meinung. Das Gesundheitssystem als Selbstläufer, auf Prämienzahlerkosten! Das ist irre


Annemarie Richard

26.05.2009, 16:12 Uhr

Jetzt wird gejammert was das Zeug hält. Menschen fangen mit denken an wenn sie bezahlen müssen. Denken und nicht alles glauben sollte man vor einer Abstimmung. Schuld an dieser Misere hat nicht zuletzt auch das von uns gutgeheissene KVG (SP, Frau Dreifuss). Warum nicht jetzt den Mut zu etwas Neuem. Nur noch eine Krankenkasse für Alle.


Georg Stamm

26.05.2009, 15:56 Uhr

In den letzten Jahren hat jeder auf den Schweizer Medikamentenpreisen herumgehackt. Nicht beachtet wurden die hiesigen Labortarife im Vergleich zu D oder Oe zum Beispiel. Im Mittel sollen sie in D 2.4mal und in Oe 2.8mal tiefer sein als bei uns; das sagte der geschätzte ehem. Preisüberwacher R. Strahm. Wieviele Dutzende von Millionen könnten die Kassen da wohl sparen? BR und BAG, handelt endlich !


Verena MĂĽller

26.05.2009, 15:37 Uhr

unglaublich, wie wir BĂĽrger ausgenommen werden wie die Weihnachtsgans. Aber auch die Gans ist einmal ausgenommen und leer.......... Hauptsache unseren Politikern geht es gut!!!!!


Roberto Burnello

26.05.2009, 15:32 Uhr

Kankenkassenprämien sind die klassischen Mittelstand-Steuern. Der Mittelstand bezahlt prozentual am meisten seines Einkommens für die Krankenkasse. Den Ärmeren werden die Prämien verbilligt oder vom Sozialamt bezahlt. Den Reichen trifft die "Kopfsteuern" gar nicht.


Andreas Reber

26.05.2009, 15:06 Uhr

Kinderreiche Familien trifft dies hart, dann wird halt weniger konsumiert, hilft super der Wirtschaft. Ohne drastische Massnahmen geht das immer so weiter, va im Sinne der Aerzte, Spitäler und Pharma Multis. Schon jahrelang wird diskutiert und lamentiert, mit den Resultat von eoiner weiteren Erhöhung zw. 10-20%. Das ist unglaublich und nicht mehr nachvollziehbar.


Peter Burkard

26.05.2009, 14:39 Uhr

In Spanien vor drei Wochen gekauft: 1 Tube Voltaren von NOVARTIS. Preis in der Apotheke: EURO 3.00 !


Ben MĂĽller

26.05.2009, 14:39 Uhr

@Timo Rutishauber: eben ein Irrglaube! Die teuersten Menschen für unser Gesundheitssystem sind nebst den chronisch (unschuldig) kranken Menschen die gesunden Menschen die lange genug leben um die besonders teueren Krankheiten im hohen Alter zu bekommen. Und da wir immer gesünder werden (oder nicht?) und immer länger leben (definitiv) ist das Problem im Prinzip nicht wirklich lösbar.


Renate Mäder

26.05.2009, 14:39 Uhr

@Hubertus Keulenkop Stimme Ihrem Vorschlag zu. Da ja eh alle Grundversicherungen gleich sind, sollen die von einer staatliche Institution geführt werden. Nur noch der Teil über der Grundversicherung soll über die privaten Krankenkassen gehen. Gesunder Lebensstil ist zu fördern, dies fängt schon im Elternhaus an. Die nächste Kranken-Kostenwelle der der Fast Food Generation ist heute schon absehbar.


Dieter Wundrig

26.05.2009, 13:59 Uhr

Was hat man doch immer über die "Steuerhölle" EU geschrieben.Ja, ist das jetzt in der Schweiz nicht eine "Krankenkassenhölle" und eine "Mieterhölle".Und das scheint nicht einmal im Teuerungsindex auf!Ich bin diesem System entkommen,meine Krankenkassenprämie beträgt mit Partnerin 120 € im Monat plus 4,80 € pro Medikament, keine Francise & allerbestens versorgt.Das wahre Problem sollte man angehen!


Walter Kunz

26.05.2009, 13:32 Uhr

Möglicherweise nur ein kleiner unentdeckter Rechnungsfehler? Einerseits bewegen sich die veröffentlichten Teuerungen für Konsumenten zwischen zwei und fünf Prozent andererseits steigen die Teuerungen der Krankenkassen laufend in bald unbezahlbare fünf bis zwanzig Protzente. Eine offene Frage.


Hubertus Keulenkop

26.05.2009, 13:23 Uhr

Grundversicherung verstaatlichen. Zusatzversicherungen den Versicherungen überlassen. Dann können sich die Makler um echte Risiken bemühen, nicht einfach gute Risiken für teures Geld quer verschieben. Übrigens, so funktioniert auch jede andere Versicherung! Versicherungsnehmer, werde volljährig und beginne zu hinterfragen!


Ulrich Raumer

26.05.2009, 13:00 Uhr

Die Verschwendung der Prämien für die Provisionen der Versicherungsmakler der Krankenkassen die der Konkurrenz die guten Kunden abjagen will muss gestoppt werden. Da wird sinnlos Geld verlocht ohne Mehrwert für den Versicherten. Einzige Lösung: Die Grundversorgung muss durch den Staat erfolgen, finanziert durch die Steuern. Dafür akzeptiere ich auch höhere Steuern und eine allfällige Praxisgebühr.


Urs MĂĽller

26.05.2009, 12:55 Uhr

Toll, wieder alles den Ausländern und Flüchtlingen in die Schuhe schieben...


Martin Löffel

26.05.2009, 12:48 Uhr

Das ist der Gipfel der Frechheit!!! Da werden jährlich die Prämien erhöht, und weshalb? Wieviele, sogenannte, Flüchtlinge, lassen ihre Körper auf Kosten der ehrlichen Prämienzahler, sanieren? Doch mit dem öffenen der Grenzen für "Zuwanderer" konnte man damit rechnen. Auch damit, dass unsere Jungen KEINE Arbeit finden können. So werden, blauäugig, alle stumpfsinnigen Vorlagen an der Urne angenommen


Michael Nagy

26.05.2009, 12:33 Uhr

Es ist nicht nur befremdend sondern nun auch offensichtlich, der Versicherungszwang (Krankenkassen Grundversicherung für alle zum gleichen Preis) ist ein Irrweg! Können der Glaube an effizientere Versicherer wie „assura“ und Mannasegen „Prämienverbilligungen“ mich und meine Familie von den unheilvollen Prämienerhöhungen im wirtschaftlichen Zusammenbruch bewahren…? Die Zukunft wird es richten!


Peter Wettstein

26.05.2009, 12:20 Uhr

Wie hoch müssen die Prämien noch steigen, damit endlich auf politischer Ebene etwas unternommen wird. Die breite Masse hat keine Managerlöhne. Uns geht das Geld aus und wir fragen uns, wie wir die kommende Prämienerhöhung bezahlen sollen ? Vielleicht gewährt uns der Staat einen Kredit ?


Walter Kunz

26.05.2009, 12:20 Uhr

Ulrich Glausen@ Man lasse sich diesen Kommentar ganz fein im Munde zergehen.


Jacqueline Vallante

26.05.2009, 11:40 Uhr

Vor Jahren haben wir gestimmt, damit nach "Wahlversprechen" die Prämien sinken.Seit da sind die Prämien nur noch ständig gestiegen. Für Familien, Kleinverdiener und Rentner nicht mehr tragbar. Die Prmienverbilligung ist auch ein Witz,schon ein Rentner kommt nicht mehr in den Genuss.Wir fallen immer mehr in die Armut!Um Prämien zu sparen sollten auch Arbeitgeben nicht zu schnell ein Zeugnis verlang


Kusano Lea

26.05.2009, 11:19 Uhr

Es ist wirklich sehr bedauerlich, dass es soweit kommen musste. Dieser massive Prämienanstieg trifft wieder einmal die Familien besonders empfindlich - die laufenden steuerlichen Erleichterungen für Familien dürften direkt für unser marodes Gesundheitswesen draufgehen. Die Einheitskasse und die einkommensabhängigen Prämien müssen als Lösungsansatz wieder aufgegriffen werden.


Daniel Landwehr

26.05.2009, 11:19 Uhr

Hauptsache, wir Schweizer sind weiter davon ĂĽberzeugt, das Beste aller Systeme zu haben. Tragisch daran ist, dass wir diese Ăśberzeugung so laut und glaubwĂĽrdig zur Schau stellen, dass es die Anderen auch noch glauben. Aber jeder Krug geht so lange bis zum Fluss...


Karin Vogl

26.05.2009, 11:15 Uhr

Ende Juni steht mir ein Kantonswechsel bevor, ich zügle vom GR nach BE. Ich habe bei meiner KK nachgefragt, wie dann meine Prämien aussehen werden, und ich musste erfahren, dass ich in BE für die genau gleiche Versicherung pro Monat 70.- mehr bezahlen werde (Grundversicherung)!!!! Und da kommen noch 20% dazu? Im Kt. BE ist Krankenversicherung ein Luxus und bald nicht mehr bezahlbar! Danke BR!!!


NĂĽnlist Urs

26.05.2009, 11:07 Uhr

Sollten nicht die Kosten und Strukturen der Krankenkassen mal so genau untersucht werden, wie die der Aerzte und Spitäler. Hier liegt ein enormes Sparpotential. Es kann nicht sein, dass Sie über Leben oder Tod entscheiden und mit dem Argument Kosten zu senken, sich Zahlungsverpflichtungen für lebensnotwendige Medikamente oder Therapien entziehen! Es kommt mir vor wie die Finanzkrise der Banken.


Toni Gysin

26.05.2009, 11:05 Uhr

Interessant ist, dass niemand vom wirklichen Problem spricht oder schreibt. Unser Gesundheitswesen krankt vor allem an unserem Föderalismus und der Infrastruktur der Ärzte. Jedem noch so kleinen Kanton das eigene Spital, jedem Arzt das eigene Labor, das eigene Röntgen- und Ultraschallgerät usw. Diese Kosten müssen amortisiert werden. Zudem hat uns BR Couchepin jahrelang Sand in die Augen gestreut!


Markus Sigrist

26.05.2009, 10:57 Uhr

Solange das Volk, wie es bei der letzten Abstimmung über die Komplementärmedizin gezeigt hat, immer mehr Leistungen in die Grundversicherung nehmen will, soll sich niemand wundern, dass das auch etwas kostet. Alle wollen Leistungen, und niemand will dafür bezahlen. Das Gleiche gilt bei den Abtreibungen. Was hat die Zahlung der menschenverachtenden Kindstötungen in der Grundversicherung zu suchen?


Paul ThĂĽrig

26.05.2009, 10:54 Uhr

Einmal mehr zeigt sich speziell am "Krankenkassen"-Beispiel,wie hilflos und befangen sich Bundesrat und Parlament gegenüber den Lobyisten verhalten.Hier ist dringender Handlungsbedarf angesagt! Weg mit den unfähigen Politikern und Lobyisten,damit der Reformstau endlich abgebaut wird und mutige Entscheidungen getroffen werden können.Bürger/innen denkt schon heute an die kommenden eidg.Wahlen!


Hans Zumstein

26.05.2009, 10:50 Uhr

Der Preisschub wegen der Komplementärmedizin ist beim angekündigten Preisschub noch gar nicht enthalten, weil die entsprechenden Gesetzesergänzungen noch gar nicht beschlossen bzw. in Kraft sind. Also anschnallen, der nächste Prämientsunami ist dank den JA Sagern am 17.5. dabei, sich zu bilden. Wieso nur lassen sich die Abstimmungsteilnehmer von den Politikern immer wieder derart vorführen??


Rahel MĂĽller

26.05.2009, 10:48 Uhr

@Peter Zurbrügg: gerade die sind manchmal auch NICHT die fleissigsten Konsumenten von Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Ich zum Beispiel habe die letzten drei Jahre keine Leistungen beansprucht und ausser meinem Homöopathen keine Ärzte aufgesucht, und meine zwei heftigen Grippen in dieser Zeit selber auskuriert. Mich nerven solche anklagenden Verallgemeinerungen ohne Faktenwissen.


jĂĽrg Schmid

26.05.2009, 10:48 Uhr

@H. Schwyter: Danke dass Sie auch die Spitzenmedizin erwähnen. Zu ergänzen wäre die Lifestylemedizin (Viagra, Fett absaugen und dgl.). Und alle überteuerten Medikamente aus dem Pflichtleistungskatalog streichen.


Timo Rutishauber

26.05.2009, 10:41 Uhr

Es sind einige gute Ideen bei den Kommentaren dabei. Das wichtigste vergessen wir immer: Wer gesund und glücklich lebt braucht schlichtweg keinen Arzt und keine Medikamente. Die Pharmalobby versucht uns Krankheiten einzureden, möchte uns Impfen, vergiften etc. Leider informieren sich viel zu wenig Bürger was das alles mit sich bringt. Volksgesundheit wäre so einfach und günstig. Der Wille fehlt.


Martin Frey

26.05.2009, 10:36 Uhr

Die weitreichende medizinische Versorgung und Behandlung kostet Geld. Eijnsparungen können auf verschiedenen Ebenen gemacht werden: 1. Durch die Patienten (nur dann zum Arzt, wenn wirklich nötig), 2. Spitalstruktur (das läuft schon), 3. Medikamentenpreise (die lieben Parlamentarier scheinen das aber nicht verstehen zu wollen) durch Parallelimporte.


Hannes Berchtold

26.05.2009, 10:32 Uhr

Es ist wie immer. Alle zeigen sich schockiert, Vertreter aller Parteien haben mit in den Chor eingestimmt. Und doch wird sich wie immer nichts ändern, weil sich die Interessenvertreter gegenseitig blockieren. Es wird langsam Zeit, mit einem Prämienstreik zu zeigen, dass dieses "Gewurstel" eines unfähigen und verantwortlungslosen Parlaments ein Ende haben muss.


Rene Wetter

26.05.2009, 10:22 Uhr

Der Leidensdruck ist nicht gross genug, dass folgende Massnahmen vorngenommen werden: Nur noch 1 Grundversicherung, höherer Minimalselbstbehalt, weniger Spitale, kein Vertragszwang mit allen Ärzten, keine Medikamentenabgabe durch Ärzte, Parallelimporte für Medikamente, kleinere Packungen (weniger weggeworfene Meds), nur noch Gruppenpraxen. Niemand ist bereit zu verzichten, also gehts weiter so!


Ben MĂĽller

26.05.2009, 10:17 Uhr

und erneut geht die Schere weiter auf.... 200 Mio CHF zusätzlich für Prämienverbilligungen. Als Familie die knapp nicht von derartigen Verbilligungen profitieren kann ärgere ich mich einmal mehr über unser System. Die GV ist massiv zu straffen, Wettbewerb im Gesundheitswesen ist abzuschaffen (macht doch keinen Sinn). Eine Einheiskasse fände ich keine schlechte Idee...


Bertschinger Andreas

26.05.2009, 10:17 Uhr

Jetzt reichts! Wie lange soll das den noch so weitergehen? Das ist doch nur noch reine Abzockerei, was hier getrieben wird. Dieses Gesundheitssystem muss dringend verändert werden, die obligatorische Krankenkasse gehört abgeschafft. Ist früher ja auch gegangen, wenn man zum Arzt muss, bezahlt man diesen eben, easy as that!


Massimo Filigrani

26.05.2009, 10:13 Uhr

Massnahme 1: Grosse Kassen dürfen keine Billigkassen führen (Subventionen gehen verloren). Massnahme 2: Jährl. Wechsel in Billigkassen verbieten. Massnahme 3: Alle Kassen mit Unterdeckung schliessen. Massnahme 4: Werbung (teuerste Zeiten vor/nach der Tagesschau) verbieten. Verpuffung von Prämiengeldern. Massnahme 5: Lohnplaffonierung für KK-CEO bei SFr. 250'000. Wetten, die Sache wird billiger!


Peter Hausammann

26.05.2009, 10:13 Uhr

Alle wollen mehr. Die Aerzte, die Pharmaindustrie, die Kassen, die "Ersatzteillieferanten" und schliesslich wollem auch die Versicherten immer mehr Leistung. Der alljährlich wiederkehrende "scheinheilige" Politikwirbel ist doch nur Theater. In Wahrheit sind die wirbelnden Politiker bestrebt möglichst viel für ihre Gruppe herauszuholen. Mit der Gesundheit lässt sich noch lange viel Geld machen.


Heinz P. Fankhauser

26.05.2009, 10:09 Uhr

@Freddy Bold: genau hier liegt das Problem und der Ansatz zur Lösung


Kaspar Salmatetti

26.05.2009, 10:05 Uhr

Stellen wir uns vor: Die Krankenkassen werden verstaatlicht. Was machen dann die CEO?s der Kassen(Gehaltsindikationen JLS SFr. 600'000 und mehr), die vielen Broker, die die jungen/guten Risiken für teures Geld jährlich von einer Kasse in die andere verschieben? Diesen Stumpfsinn sollte man unterbinden. Aber im Gegensatz, die werden noch hoch bezahlt, damit die Subventionen stimmen! Filz ohne Ende!


JĂĽrg Fehr

26.05.2009, 09:57 Uhr

@ Christian Berger; Natürlich die Komplementärmedizin macht nur einen kleinen Teil der gesamtem Kostensteigerung aus. Aber nur wenn grundsätzlich sich was ändern würde, wäre eine Entlastung spührbar. aber der Leidensdruck ist noch zu gering und wer will bei der Gesundheit und somit auch beim Leben sparen?


Tim Lee

26.05.2009, 09:52 Uhr

Ich war letzten Samstag in Evian (F) und ging dort in eine Apotheke und habe nach einer Kindersalbe gefragt. Die kostete knapp 9 Euro, in der Schweiz kostet die gleich Tube CHF 19.-, also fast 25% mehr. Das verstehe ich beim besten Willen nicht, dass ein Schweizer Produkt im Ausland billiger zu kriegen ist als hierzulande. Die grossen Pharmakonzerne müsste man kräftig an den Ohrenn packen!


Reto Trachsler

26.05.2009, 09:49 Uhr

Bei der Grundversicherung gibt es keinen Markt (wieso soll ich für die genau gleiche Leistung bei einer anderen KK mehr bezahlen?). Daher gibt es nur eine logische Lösung: Schlanke Einheitskasse, Prämiensystem analog SUVA. Wer mehr will, soll sich dies selbst über eine Zusatzversicherung bei einer KK finanzieren.


Henry Mancini

26.05.2009, 09:48 Uhr

Soviel dazu, dass wir dieses Jahr scheinbar 2% mehr im Portemonnaie haben sollten. Man kann diese Politiker einfach nicht mehr ernst nehmen. Was Weiss gepredigt wurde kommt am schluss Schwarz daher und umgekehrt. Am liebsten auf die Barrikaden.


Daniel Schenk

26.05.2009, 09:48 Uhr

Vor allem im Kanton Bern muss nun endlich etwas geschehen! Das unser Kanton zu viele Spitäler hat ist ja bekannt (und es sind sehr viele Privatspitäler darunter). Entweder Schliessungen oder Zusammenlegungen müssen Diskutiert und Umgesetzt werden. Bern sollte nicht immer an der Spitze sein bei Erhöhungen der Krankenkassen Prämien. Oder man belässt die Privatspitäler als Private Einheiten...


Urs Huggentobler

26.05.2009, 09:43 Uhr

Einkommensabhängige Prämien? Ich sehe gar nicht ein, dass ich jeden Quatsch in der Grundversicherung damit subventionieren soll. Zudem habe ich in all den Jahrzehnten bereits so viel Prämien für die ganze Familie bezahlt, dass mehrere chirurgische Grosseingriffe finanziert wären. Wo geht das Geld hin? Den Ärztestopp haben wir schon seit Jahren. Wer kassiert da ab? Wer rennt ständig zum Arzt?


Marc Raggenbass

26.05.2009, 09:39 Uhr

Die thema zeigt deutlich, wohin uns politische Diskussionen führen, wo Sachkompetenz, Erfahrung und Marktkompetenz verlangt ist. Würde die Politik nur minimale Randbedingungen vorgeben und sich sonst auch der Diskussion raushalten, würden wir Prämien- Steuer- und Rentenzahler wesentlich besser fahren. Deshalb gilt auch, dass die Politik ihre Hände von unseren Banken lassen muss!


Heinrich Schwyter

26.05.2009, 09:35 Uhr

Das Gesundheitswesen ist eigentlich ein Krankheitsverwaltungssystem und dient der Gewinnoptimierung. Pharma, Ärzteschaft und (Pseudo-)Naturheilkundler leben von kranken und nicht gesunden Menschen. Es wird Zeit für die Einheitskasse zur Grundversorgung, alles andere ( Naturheilkunde, Spitzenmedizin etc.) gehört in Zusatzversicherungen, wer mehr Leistungen beanspruchen will, soll selber bezahlen.


Hein Butz

26.05.2009, 09:30 Uhr

Kurzfristig hilft nur eines: Jedes Jahr die Krankenkasse wechseln, hin zur billigsten KK. So konnte in diesem Jahr die Avanex eine Prämie bieten, welche CHF 1'500.-- p.a. unter der gleichen Leistung der Mutter Helsana liegt. Kann mir das einmal die Santésuisse erklären, wohl kaum. Danach müssen endlich die Paralellimporte für Medikamente kommen, aber subito !!


René Böse

26.05.2009, 09:26 Uhr

War Herr Couchepin, vor seinem Bundesratsmandat, nicht doch mal im Verwaltungsrat einer grösseren Krankenkasse im Wallis??


Klaus Vonallmen

26.05.2009, 09:23 Uhr

Die Grundversicherung ist im Ländervergleich luxuriös ausgestattet. Schweizweit erhalten über 40% Krankenkassen-Subvention. Und per Volksabstimmung wurde der Ausbau der Grundversicherung beschlossen. Am Ende bezahlt immer jemand, auch für die, die weniger bezahlen. Es ist unethisch, wenn diejenigen über den Leistungsausbau mitbestimmen, die ihn gar nicht bezahlen müssen. Das ist Sozialismus pur!


Peter Werner

26.05.2009, 09:19 Uhr

Leider greifen zusätzliche Prämienverbilligungen im Kanton Aargau erst ein Jahr später, da die Beiträge 2010 noch auf den alten Policen von 2009 berechnet werden. Anders als in anderen Kantonen hinkt der AG damit immer ein Jahr hinterher und Kostensteigerungen müssen von den Versicherten ein Jahr lang vollumfänglich selbst getragen werden. Einen systembedingte Ungerechtigkeit!


Charles Lehmann

26.05.2009, 09:17 Uhr

Und die Konkurrenz zwischen den KK's sollte die Preise senken? Was ist das nun für eine Konkurrenz? Weder auf Preis noch auf Leistung kann da Konkurrenz ausgeübt werden. Symptomatisch ist die Tatsache dass die KK's sehr wenig Umstrukturierungen erlebt haben. Es wäre höschste Zeit das die KK's nun mal über die Bücher gehen. Oder eben: die Einheitskasse.


Klaus Meier

26.05.2009, 09:14 Uhr

Vielen Dank an alle, die JA bei der Komplementärmedizin gestimmt haben!


Franziska Eicher

26.05.2009, 09:08 Uhr

Wo werden jetzt die Familien entlastet??? Wie sollen die immer höher steigenden Fixkosten (Krankenkasse, Miete, Nebenkosten...) noch bezahlt werden? Man wird ja bald gezwungen sein als Frau arbeiten zu gehen, damit wir uns die Schweiz überhaupt noch leisten können! Da helfen ein paar Franken steuerliche Entlastung nicht viel. Aber Hauptsache, unseren Firmen gehts gut...


Tom WĂĽrgler

26.05.2009, 09:05 Uhr

Die Bevölkerung sabotiert jede Sparmassnahme - egal ob Schliessung von Winzigspitälern oder die Übernahme von Kosten bei Bagatellbhandlungen. Man jammert ein bisschen über (administrierte) Medikamentenpreise und konsumiert fröhlich weiter. Ein Anreiz zum Sparen ist weit und breit nicht zu sehen. Besserung wird sich erst einstellen, wenn besondere Leistungen separat bezahlt werden müssen.


Christian Berger

26.05.2009, 09:03 Uhr

@ Thomas Müller: die Komplementärmedizin ist nur ein Tropfen auf dem heissen Stein. Ginge jeder von den hunderttausenden Schweizer Mimosen 1-2 im Jahr weniger zum Arzt, wäre das Problem bereits grösstenteils gelöst.


Beni Schwarzenbach

26.05.2009, 09:01 Uhr

Ich verlange von den Krankenkassen Aufschluss darüber, wieviel Geld sie an den Börsen verzockt haben und wie hoch der Anteil an der Prämienerhöhung ist, der auf dieses verantwortungsloses Handeln zurückzuführen ist.


Franco Calderara

26.05.2009, 08:57 Uhr

In Anbetracht auf das Resultat der vergangenen Abstimmung muss sich doch jeder Stimmberechtigte selber geisseln. Die Prämienerhöhung war vorhersehbar. Jetzt wäre es endlich an der Zeit, wenn Kranke (Krebs, MS, etc.) keinen Selbstbehalt mehr hätten. Für alle übrigen das Bonus/Malus-System eingeführt würde. Dann würde bestimmt das Hirn via Geldbeutel eingeschaltet, bevor der Arzt konsultiert wird.


Rolf Schumacher

26.05.2009, 08:53 Uhr

@Petermann: Haben sie schon einmal bei einem KOPFWEH-Patient unterlassen ein CT oder MR zu machen. Der Patient wechselt den Arzt, der macht sofort sämtliche teuren Untersuchungen und findet einen Tumor. Heute müssen sie oft, ob sie wollen oder nicht, auch das Unwahrscheinliche ausschliessen, sonst können sie die Praxis schliessen. Es ist einfach und schäbig vom Büro aus so zu brüllen.


domenico modugno

26.05.2009, 08:48 Uhr

Bei der Zusammensetzung der Kosten sind doch die hohen Honorare der Spitalärzte, vorallem der Belegärzte in den Privatkliniken, nie in Frage gestellt worden !! Sollte dort nicht auch mal fundiert die Lohnliste angeschaut werden ? Lobby macht es möglich.


Rolf Schumacher

26.05.2009, 08:47 Uhr

1:Das Problem ist, dass die KK und das BAG ihre Kontrollfunktion nicht wahrnehmen. Die KK bezahlen gerne hohe Rechnungen (der Prozentsatz ADMINISTRATION) bleibt immer derselbe, ob eine MIO odr 100Mio umgesetzt werden. Das BAG hat und will keine Einsicht in die Bücher der KK haben. In der CH gibt es über 90 KK, es soll keiner behaupten, das sei kein sehr, sehr rentables Geschäft


Alex Treachi

26.05.2009, 08:46 Uhr

Konsequente Weiterführung der Zweiklassengesellschaft, die wir ja schon haben (der Mittelstand bezahlt alles selber, darunter wird subventioniert mit Prämienverbilligung, Stipendien und sonstigen Zuschüssen). Also: in der Grundversicherung nur noch die Grundversorgung und alles Andere über Zusatzversicherungen. Es ist wie überall: wer sichs leisten kann zahlt's selber, der Rest bekommts vom Staat


Thomas MĂĽller

26.05.2009, 08:07 Uhr

Erst für Komplementärmedizin stimmen, dann aber über Prämienerhöhungen jammern, sehr konsequent.


Ruedi Wegi

26.05.2009, 07:57 Uhr

Die fleissigen Mitarbeiter/innen in den Spitälern erhalten für ihre Arbeit zuwenig Lohn. Das Personal ist knapp. Die Pharmaindustrie boomt (die einzige ohne Finanzkrisenspuren!), die Preise für wirkllich notwendige Medikamente sind unerklärbar hoch. Die Kosten seien hoch...Irgendwie ist ein organisiertes Abzocken spürbar. Wieso ist das nur bei uns so?


Georg Porti

26.05.2009, 07:52 Uhr

Es ist Zeit die Krankenkassen zu verstaatlichen, wie es bei den Sozialwerken schon lange gehandhabt wird. Ebenso braucht es keine Privatversicherung, sondern nur noch eine einheitliche Versicherung. Sämtliche Privatspitäler und Privat-Abteilungen gehören geschlossen oder umgebaut. Mir ist nicht bewusst, dass eine Krankheit privater oder allgemeiner Art ausbricht.


Peter ZurbrĂĽgg

26.05.2009, 07:44 Uhr

Dass die Prämien steigen, ist vor allem die Folge von den Luxus Ansprüchen der Versicherten. Immer mehr Leistungen, wie die letzte Abstimmung zeigt. Gerade die Befürworter der Komplementärmedizin sind ja oft auch die fleissigsten Arztbesucher. Da kann der Bundesrat gewiss nichts dafür, wenn dem Bürger die Gesundheit nicht genug kosten kann.


Freddy Bold

26.05.2009, 07:37 Uhr

Einheitskasse statt jährlicher Wechsel. Nehmt den Lobbisten im Bundeshaus das Spielgeld weg.


Thomas Späni

26.05.2009, 07:30 Uhr

Die Grundversicherung sollte schweizweit von einer "halbstaatlichen" Versicherung angeboten werden den ( SUVA). So liessen sich Verwaltungskosten einsparen. Die Versicherung muss Druck auf die Pharmaindustrie ausüben. (Paralellimporte). Es dürfen keine Interessensvertreter in der Gesundheits-kommission Einsitz nehmen. Die Kopfprämie ist abzuschaffen. Einkommensabhängige Prämien sind anzustreben.


Marcel Zufferey

26.05.2009, 07:27 Uhr

Die Krankenkassenprämien sind im Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) nicht enthalten. Sie gelten als Transferausgaben und werden gesondert im Krankenversicherungs-Index (KVPI) aufgeführt. Doch dieser Umstand ist nur den allerwenigsten bekannt- was u. a. auch erklärt, weshalb die Arbeitgeberverbände bei ihren Berechnungen ständig auf solch hohe "Reallohnerhöhungen" kommen, die niemand spürt!


Emmanuel Ullmann

26.05.2009, 07:20 Uhr

Man könnte wieder darüber nachdenken, ob es wirklich Sinn macht, im Parlament Verbandsvertreter statt Volksvertreter zu haben.


Marina MĂĽller

26.05.2009, 07:13 Uhr

Besten Dank Herr Couchepin! Sie haben die Kassen gezwungen, die Reserven abzubauen! Ein weiterer Beweis für die Unbrauchbarkeit Ihrer Vorschläge!


Schorsch Bachmann

26.05.2009, 07:11 Uhr

Seit Frau Dreifuss uns Vollmundig angelogen hat, sind die KK-Prämien explodiert. Hat diese Dame uns damals nicht erzählt, dass die Prämien nicht steigen werden? Dann musste ja alles und jedes in den Leistungskatalog aufgenommen werden. Bald sind die KK-Prämien gleich hoch, wie der Mietzins. Staatliche Verwaltung hat überall eine Preisspirale zur Folge - geschützte Werkstätte grüssen.


Kurt Baumann

26.05.2009, 07:09 Uhr

Im Parlament sitzen nur Interessenvertreter und keine Politiker für das Volk. Die Krankheitsindustrie ist schon lange eine Abzockerindustrie und mit dem KVG gesetzlich legalisiert. Was wollt ihr mehr, alles Paletti. Bitte weiter Krankheit konsumieren, damit Herr Vasella und Co die hohen Löhne bezahlt werden können. Wir Leben im Land der höchsten Löhne und Lebensqualität, das hat sein Preis.......


Balz Winteler

26.05.2009, 07:03 Uhr

Solange so viele Interessenvertreter am Gesundheitswesen eine goldene Nase verdienen wird sich nichts an der Situation ändern. Diese Prämienerhöhungen sind wirklich eine Katastrophe und zeigen einmal mehr, dass reine Interessenvertreter im Bund, in den Kantonen und überall sich immer durchsetzen können. Wie lange soll das so noch gehen?


Marc Hofer

26.05.2009, 07:00 Uhr

Wieso diese Aufregung wegen ein paar Milliönchen...... Wir haben Milliarden für die UBS, Wir haben Milliarden für Kampfjets, Wir haben Milliarden für Subventionen etc...... Fazit: Wir haben ein Parlament , von Links bis Rechts, das die Prioritäten völlig falsch setzt.


Guido Graf

26.05.2009, 06:58 Uhr

Wie bei der IV, ALV, Sozialhilfe usw. gibt es auch bei der Krankenkasse vorab noch grosse Sparmöglichkeiten, statt die Prämien massiv zu erhöhen: Restriktive Ärztezulassung, Spitalschliessung, Leistungskatalog ausdün--nen, strenges Prämieninkasso (u.a. schwarze Liste profitierender Nichtzahler), Direktverrechnung Leistungs-erbringer - Versicherer, kant. Prämienverbilligung nur via Versicherer u.a.


Peter Muster

26.05.2009, 06:56 Uhr

Nun werden wieder die Hände verworfen! Es wird noch besser kommen - hat nicht vor kurzem das Stimmvolk die Komplementärmedizin befürwortet?! Bin überzeugt: Mehrleistung in der Grundversicherung wird nicht zu einer Kostenverlagerung sondern zu weiterer Kostensteigerung führen.


Kurt Dubach

26.05.2009, 06:43 Uhr

Abschröpf ist angesagt der dumme ist der Patient! kommt mir vor wie bei UBS der kleine zahlt die zeche, der Grosse kann tun was er will. Ist das gerecht? Wie wäre es mit weniger Geld gier?. Es geht in die Richtung der kleine hat immer weniger und der Grosse immer mehr! Der Bundesrat ist gefordert. Der UBS kann mann Milliarden reinstecken, und der kleine was ist mit dem? finde dies schlecht!


Richard Marti

26.05.2009, 06:31 Uhr

Schön wäre es, wenn die vom Volk gewählten Vertreter endlich auch mal das Volk vertreten würden und nicht nicht nur die Kassen, Ärzte oder Pharma. Die Aufgabe der Presse wäre diese endlich an den Pranger zu stellen!!! Aber das würde halt bedeuten - weniger Werbung von Kassen, Ärzte oder Pharma: Alle ziehen am gleichen Strick - nur in die falsche Richtung.


Rainer Burri

26.05.2009, 05:29 Uhr

Diese Prämienerhöhung ist auch die Folge davon, dass viele Patientinnen und Patienten ihre Verantwortung nicht wahrnehmen. Sie bedienen sich wie bei einer 'Vollkaskoversicherung' und nehmen Leistungen in Anspruch, die nicht notwendig sind, inkl. teurer Medikamente. Frei nach dem Motto: Die Krankenkasse zahlt es ja! WIR zahlen zudem auch die Franchise, und WIR zahlen auch den Selbstbehalt!


Rudolf Hirt

26.05.2009, 05:21 Uhr

Solange ein grosser Anteil des Parlamentes reine Interessenvertreter der Krankenkassen sind, wird sich leider absolut nichts ändern. Eine Erhöhung der Krankenkassenprämien im Rahmen von bis zu 20 % ist absolut unerträglich. Unser Gesundheitsystem muss grundlegend geändert werden. Dies wird ganz zweifellos nicht ohne Leistungseinschränkungen möglich sein, d.h. weg von unserer Luxusmedizin.


karl stöcklin

26.05.2009, 04:30 Uhr

assura hat mich schon beruhigt für 2010 keine preissteigerung zu haben darum gilt für die anderen - einfach krankenkassen wechseln man muss nicht die löchern der börsenspekulanten bei den krankenkassen stopfen den da wurde viel geld veruntreut !!!


Reto Derungs

26.05.2009, 02:33 Uhr

Ja, klar. Prämien rauf, und die Ansprüche der Zahler werden erneut steigen. Nun noch die alternativen Heilungsverfahren in die Grundversicherung, alles kostenneutral selbstverständlich, meinen unsere Propheten und Vordenker. Die Privatversicherungen können das nicht: Wer alternative Heilmethoden einschliesst, muss deutlich mehr Prämien zahlen. Die haben das Perpetuum mobile offenbar noch nicht.


Adrian Frey

26.05.2009, 01:06 Uhr

Und wir Schweizer machen mal wieder nichts anderes als die Faust im Sack, anstatt wie in Island dem drohenden Staatsbankrott betreffend, solange zu demonstrieren, bis der entsprechende Verantwortliche seinen Bundesratssessel räumen muss...


Hermann Petermann

26.05.2009, 00:34 Uhr

Es ist Zeit, bei den Ärzten anzusetzen. Erstens sind deren Löhne (vor allem von Spezialisten aber nicht nur!) im Vergleich zu anderen Akademikern insgesamt einfach zu hoch. Zweitens arbeiten sie zu wenig kostenbewusst. CT und MRI beispielsweise werden oft auch dann durchgeführt, wenn es ein einfaches Röntgenbild auch täte.


Lukas Lanzendörfer

25.05.2009, 23:50 Uhr

Solange die Prämienbezahler über keine effektive Lobby verfügen, wird's nie billiger. Das einzige, was wirklich funktionieren würde, wäre, nur noch jene Leistungen durch die Krankenkasse abzugelten, die man nicht selber tragen kann. Also Minimalfranchise Fr.10'000.- für alle. Aber eben: Pharmalobby :(


Marcelle O' Palle

25.05.2009, 23:29 Uhr

Dass in Bundesbern nicht die Interessen der Prämienzahler vertreten werden, ist doch seit längerer Zeit kein Geheimnis. Dort ist lediglich die Pharmaindustr., die Ärzteschaft und angegliederten gutverdienende Berufsgatungen vertreten. Was für Kostendämpfungsmassnahmen wurden im Kt. BS in die Wege geleitet und müsste der Gesundheitsdirektor nicht mal ein Privatspital schliessen um Zeichen zu setzen


Heinz Gfeller

25.05.2009, 23:29 Uhr

Jetzt ist Notrecht angesagt. Der Leistungskatalog im KVG ist rigoros zusammenzusteichen. Was muss noch passieren, damit die Interessenvertreter zu Gunsten der Allgemeinheit auf ihre PfrĂĽnde verzichten?


Ulrich Glausen

25.05.2009, 23:21 Uhr

Es ist schon erstaunlich was die CH-Politik fĂĽr BlĂĽten treibt. Der ganze Schlamassel ist politisch begrĂĽndet. Warum zB. kann ich als Auslandschweizer eine Krankenversicherung bei einer helvetischen Kasse abschliessen, welche mir bei einem Selbstbehalt von 500 CHF, sogar halbprivat in der CH offeriert - im Ausland sowieso beste Konditionen - und das zu einem monatlichen Betrag von rund 350.00 CHF


matthias zuber

25.05.2009, 22:58 Uhr

die Fehlentwicklung hat sich vor Jahren angezeigt. Für Hellhörige jedenfalls. Das Kassensystem ist auf falschen Prämissen Aufgebaut. Krankheit ist ein volkswirtschaftliches Phänomen und darf nicht der Rentabilität ausgesetzt sein. Der sogenannte Wettbewerb ist hier absurd. Patienten als Kunden zu bezeichnen ist in mehrfacher Hinsicht falsch. Und neoliberales Denken bringt da keine Lösungen.


Ralf Zumwinkel

25.05.2009, 22:19 Uhr

Ich bin sehr froh, dass Herr Bundesrat Couchepin die Prämienerhöhung entschlossen bekämpft. Schade, dass wir nicht mehr Bundesrätte haben, die sich so für die Bevölkerung hineinsetzen.





Der Fall Jörg Kachelmann

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