Parlamentarier machen Druck im Steuerstreit mit Italien
Aktualisiert am 16.09.2011 2 Kommentare
Artikel zum Thema
- Tessin blockiert Grenzgängersteuer für Italien
- «Die EU ist Mitglied der Schweiz geworden»
- Der Bundesrat reagiert auf Tremontis Äusserungen
- Giulio Tremonti ärgert die Schweiz
- Geld unterm BH und in den Schuhen
- Sechs Euro Einkommen deklariert, aber 65 Millionen Euro hinterzogen
- Berlusconi will offenbar wieder mit der Schweiz verhandeln
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Die Schweiz und Italien sollen wieder Verhandlungen in Steuerfragen aufnehmen. Dies haben Parlamentarier beider Länder heute bei einem Treffen in Rom verlangt. Er sei mit dem Treffen äusserst zufrieden, sagte der Vizepräsident der Kommission für auswärtige Angelegenheiten des italienischen Senats, Franco Narducci, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Der italienischen Regierung und Finanzminister Giulio Tremonti sei eine deutliche Botschaft übermittelt worden.
Als richtungsweisend gelte das Steuermodell, das die Schweiz mit Deutschland und ausgehandelt habe, sagte Narducci weiter. Auch der Tessiner Ständerat Filippo Lombardi (CVP) bezeichnete das Abkommen als pragmatischsten Lösungsansatz. Lombardi hatte mit seinem Tessiner Ständeratskollegen Dick Marty (FDP) am Treffen teilgenommen.
Abgeltungssteuer als Vorbild
Gemäss dem zwischen der Schweiz und Deutschland ausgehandelten Abkommen verpflichtet sich die Schweiz, künftig auf Kapitalerträge von deutschen Bankkunden eine Abgeltungssteuer zu erheben. Eine ähnliche Vereinbarung wurde auch mit Grossbritannien getroffen.
Die Schweiz wäre auch zu Verhandlungen mit Italien bereit, wie der Schweizer Botschafter in Italien, Bernardino Reggazoni, am Freitag sagte. Bei einem Treffen mit der Tessiner Regierung verwies Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey am Dienstag auf die innenpolitischen Probleme Italiens. Das schuldengeplagte Land habe derzeit dringendere Probleme zu lösen, sagte sie.
Vertrag bis im Frühling?
Dick Marty sagte nach dem Treffen, der italienische Parlamentarier Lamberto Dini werde seiner Regierung einen Brief schreiben, damit die Verhandlungen mit der Schweiz schnell beginnen könnten. Marty hofft, dass ein Vertrag bis Ende März 2012 unterzeichnet und das Abkommen spätestens 2013 in Kraft treten kann.
An dem Treffen nahmen auf Schweizer Seite die Tessiner Ständeräte Dick Marty (FDP) und Filippo Lombardi (CVP) teil. Das italienische Parlament wurde durch den Präsidenten der Auslandskommission des Senats, Lamberto Dini, seinen Vize Franco Narducci, den Sekretär der Kommission, Claudio Micheloni, sowie den Präsidenten der Finanzkommission, Mario Baldassari, vertreten.
(ami/sda)
Erstellt: 16.09.2011, 23:09 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
2 Kommentare
Da die Schweiz wegen den Fremdenhasser und der Reduitpolitik Partei keine Freunde haben, ist es fast ausgeschlossen einen vernünftigen Vertrag auszuarbeiten.Siehe BRD, Italien,Frankreich,GB, USA etc.Solange diese Partei jede vernünftige Zusammenarbeit sappotiert, kann man nichts erwarten.Ich hoffe immer noch auf die neuen Wahlen mit neuen guten BRohne die SVP.. Antworten
Schweiz
- 18:44Nach dem Kampfjet erhitzen die Militärvelos die Gemüter
- 15:25Hacker dringen in EDA-Computernetzwerk ein
- 12:32Kriminaltouristen rücken mit schwerem Geschütz vor
- 10:49So will Levrat ein Nein zu den Steuerabkommen erzwingen
- 08:32FDP-Präsident Müller will Gripen abschiessen
- 23:34Roger de Weck in der Kritik
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!


Bitte warten




