«Ob Zuppiger gewählt wird oder ich, das spielt keine Rolle»
Aktualisiert am 07.12.2011 20 Kommentare
«Die SP hat ein spezielles Interesse daran, die Konkordanz zu respektieren»: Jean-François Rime. (Bild: Keystone )
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Jean-François Rime zieht es in den Bundesrat. Seine Kandidatur will der Freiburger SVP-Nationalrat nicht als Kampfansage gegen die Person von Eveline Widmer-Schlumpf verstanden wissen. «Nein, wir wollen die Konkordanz wiederherstellen. Mit fünf Prozent Wähleranteil hat die BDP schlicht keinen Anspruch auf einen Sitz im Bundesrat», sagt Rime in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Rime fordert die volle Unterstützung der FDP. Es sei die Aufgabe von Gabi Huber und Fulvio Pelli, alle Freisinnigen auf dieselbe Linie zu bringen. Ausserdem hofft er auf die SP. «Ich setze vor allem auf die SP. Sie hat ein spezielles Interesse daran, die Konkordanz zu respektieren.»
Das Vorgehen der SVP bei den Bundesratswahlen am nächsten Mittwoch hängt laut Rime auch davon ob, «wie stark uns die FDP unterstützt». Zur Frage, ob er einen FDP-Sitz angreifen werde, antwortet Rime: «Das ist heute kein Thema.» Von den Oppositionsdrohungen aus den Reihen seiner Partei scheint der Freiburger Nationalrat nicht viel zu halten. «Ich persönlich glaube, dass wir weiterhin in der Landesregierung bleiben und daneben unsere bisherige Politik fortführen werden.»
Es braucht mehr Führungskompetenz im Bundesrat
Nach Ansicht von Rime, der seit acht Jahren im Nationalrat sitzt, «fehlt gewissen Bundesräten die Führungskompetenz». Auch gelinge es nicht allen Mitgliedern des Bundesrats, Prioritäten zu setzen und klare Vorgaben zu machen. «Zumindest einem Bundesrat muss man vorwerfen, viel zu früh Kompromisse einzugehen», kritisiert Rime. Wen er mit dieser Kritik meint, will er aber nicht sagen.
Der 61-jährige Rime ist überzeugt, dass er das Zeug für das Regierungsamt hat. «Als Betriebswirtschaftler und langjähriger Unternehmer habe ich grosse wirtschaftliche Erfahrung und nehme – neben der Leitung meiner Sägerei – in einer Vielzahl von Gremien Einsitz.» Rime betont auch seine Sprachgewandtheit und seine Teamfähigkeit. Über seine Wahlchancen mag Rime nicht spekulieren. Stattdessen betont er, dass die SVP einen zweiten Sitz im Bundesrat zugut habe. «Ob Bruno Zuppiger gewählt wird oder ich, das spielt keine Rolle.»
Der Freiburger Nationalrat, der aus einer freisinnigen Familie stammt und einst FDP-Mitglied war, vertritt mit Überzeugung die Linie der SVP. Schwerpunkte setzt Rime allerdings weniger bei den gängigen SVP-Themen wie Sicherheitspolitik, sondern in Wirtschaftsfragen. Am Herzen liegen ihm auch die KMU-Betriebe.
Erstellt: 07.12.2011, 11:08 Uhr
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20 Kommentare
Die SVP muss nun ihre Hoffnungen endgültig begraben. Jahrelanges diffamieren und Hetzten gegen Minderheiten zahlen sich nun nicht aus. Wer nur Lärm macht und nichts für die Allgemeinheit tut, wird eben ausgegrenzt, das ist in jedem Betrieb und in jedem Club so. Und wenn die SVP fertig 'getäubelet' hat, kann man sie wieder integrieren, bis dahin aber hat sie klar eine Bringschuld. Antworten
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