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«Mutter Teresa ist Teil der Unterwelt, weil sie keine Muslimin war»

Aktualisiert am 18.02.2011 68 Kommentare

Auf morgen lädt der Islamische Zentralrat in Biel zu einem «unvergesslichen Zusammentreffen». Dabei sein sollen auch prominente Gäste, die schon mit extremistischen Aussagen auf sich aufmerksam gemacht haben.

1/6 Gastgeber der heutigen Veranstaltung: Nicolas Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrates in der Schweiz.

   

Wenn morgen Samstag der Islamische Zentralrat Schweiz in Biel tagt, wird das Bundesamt für Migration die Versammlung kritisch beobachten: Das Bundesamt für Migration beobachtet zusammen mit den zuständigen Behörden die Situation aufmerksam. «Bisher haben wir noch keine Massnahmen ergriffen», sagt Marie Avet vom Bundesamt für Migration gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet.

«Blick am Abend» berichtete am Donnerstag, dass das Amt für Migration die Einreise von einzelnen Gastrednern schon im Vorfeld prüfe. Würden sich die extremistischen Standpunkte, beispielsweise eines Shefqet Krasniqi, bestätigen, so dürfe dieser erst gar nicht einreisen. Das Bundesamt für Migration möchte diese Angaben auf Anfrage von Bernerzeitung.ch/Newsnet nicht bestätigen.

Der Islamrat weiss nichts von Einreisesperren

Auch Qaasim Illi vom Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS) weiss nichts von allfälligen Einreiseverboten. Gemäss seinen Angaben konnte beispielsweise Shefqet Krasniqi problemlos in die Schweiz einreisen. Die weiteren Gastredner werden im Laufe des Tages erwartet, sagt Illi.

Die Aufregung um die Gastredner wird bei einer näheren Betrachtung der umstrittenen Protagonisten verständlich. Shefqet Krasniqi schockierte die Katholiken vor rund zwei Jahren mit folgender Aussage: «Mutter Teresa ist Teil der Unterwelt, weil sie keine Muslimin war.» Für Aufsehen sorgt auch der US-amerikanische Gastredner Yusuf Estes, der nichts von öffentlichen Schulen für muslimische Kinder hält. Stattdessen kämpft er für Koranschulen. Der Auftritt des Scheichs wird von den Veranstaltern als grosser Coup gewertet.

Vom Musikproduzenten zum Scheich

Bei Yusuf Estes lassen aber nicht nur die Aussagen aufhorchen, sondern auch sein persönlicher Werdegang. Der 67-Jährige wuchs im US-amerikanischen Ohio, Houston und Texas als Sohn von protestantischen Eltern auf. Im Jahr 1991 konvertierte er vom Evangelismus zum Islam. Kurz danach gründete er die National Muslim Chaplain, die sich unter anderem zum Ziel setzt, Menschen zum Islam zu konvertieren.

Bevor Yusuf Estes zum Islam übertrat, führte er ein Leben fern von jeglichen Religionen. Von 1962 bis 1990 war Estes in der Musikbranche tätig. Er besass die Firma Estes Piano und Organ Company, die erfolgreich Musiksendungen für TV-Programme produzierte. Gemäss eigenen Angaben schaffte er es damit zum Millionär.

Der Zentralrat sichert sich ab

Ein Kundenkontakt gab schliesslich den Ausschlag, dass der zuvor gläubige Christ zum Islam konvertierte. Ein Gespräch mit einem Muslim namens Muhammad habe ihn derart beeindruckt, dass er sich näher mit der Glaubensrichtung beschäftigte und sein Leben wenig später dem Islam verschrieb.

Das Bundesamt für Migration beobachtet nach eigener Aussage die Veranstaltung und deren Redner genau. Qaasim Illi vom IZRS ist überzeugt, dass der Anlass dennoch friedlich und ohne Zwischenfall über die Bühne gehen wird. Der IZRS habe den Rednern vorsorglich ein Abriss des Themas zukommen lassen, an den sich die Redner halten sollten. Das Thema «Islamische Identität und die Moderne» ist klar vorgegeben. Durch die thematische Eingrenzung erhofft sich Illi, dass die Redner sich gar nicht erst zu extremen Äusserungen hinreissen lassen.

(mrs)

Erstellt: 18.02.2011, 13:37 Uhr

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68 Kommentare

Hans Gilgen

18.02.2011, 17:39 Uhr
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Warum ist die Aussage gegen die Mutter Teresa schockieren, für die Moslems ist der Islam die Wahre Religion und wer nicht Moslem ist kommt nicht in die Paradies. Bei Christentum und Judentum ist es genau gleich, wer nicht Christ bzw. Jude ist kommt auch nicht ins Paradies. Warum ist es bei Christen und Juden diese Ideologie kein Problem und wenn ein Moslem das sagt machen wir einen grossen Theater Antworten


Ulrich Kaiser

19.02.2011, 09:25 Uhr
Melden 1 Empfehlung

@Pierre Muster: Richtig. Warum? Weil der Islam mittlerweile keine Religion (mehr?) darstellt, sondern eine Ideologie, so wie eine politische Partei. Aber es ist leider auch schwierig, Ideologien zu verbieten. Wird immer wieder versucht, z.B. in Deutschland, wir aber immer vor dem Verfassungsgericht nicht zugelassen. Weiteres Problem: Man hört NIE etwas POSITIVES vom Islam. Antworten




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