«Müssen die Einwanderer sich einfach anpassen»

Aktualisiert am 06.12.2009

Bundespräsident Merz hat sich in der Sonntagspresse zur Zuwanderung geäussert. Und sagte: «Irgendwann stösst die Schluckfähigkeit des Volkes an Grenzen.»

«Könnte ein neues kulturelles Amalgam aus hiesiger und fremder Kultur entstehen»: Bundespräsident Hans-Rudolf Merz.

«Könnte ein neues kulturelles Amalgam aus hiesiger und fremder Kultur entstehen»: Bundespräsident Hans-Rudolf Merz.
Bild: Keystone

Bundespräsident Hans-Rudolf Merz kann nachvollziehen, dass das Unbehagen in der Bevölkerung mit der steigenden Zahl von Andersdenkenden wächst, wie er in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» sagt. Mit dem zunehmenden Unbehagen wachse auch das Bedürfnis, eine Grenze zu setzen. «Irgendwann stösst die Schluckfähigkeit, die Absorptionsfähigkeit des Volkes an Grenzen», sagt Merz.

Wenn diese Grenze erreicht sei, gebe es zwei Möglichkeiten: «Entweder ist das Schweizer Volk in der Lage, gewisse Grenzen zu überschreiten, so könnte ein neues kulturelles Amalgam aus hiesiger und fremder Kultur entstehen, wie es etwa in den USA geschehen ist.» Falls dies nicht möglich sei, «müssen die Einwanderer sich einfach anpassen». Dazu sei ein Teil der ausländischen Bevölkerung aber leider auch in der Schweiz nicht bereit.

Dennoch sieht Merz keine Notwendigkeit, die Zuwanderung zu beschränken: «Ein gutes Ausländer- und ein gutes Arbeitsrecht reichen.»

Erstellt: 06.12.2009, 16:41 Uhr

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