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Merz: «Steinbrück ist kein Freund»

Aktualisiert am 08.07.2009

Bundespräsident Hans-Rudolf Merz habe den deutschen Finanzminister Peer Steinbrück nie als Freund bezeichnet. Er sei falsch zitiert worden.

«Es wird einem mangelnde Führung vorgeworfen, wenn man nicht sofort reagiert»: Hans-Rudolf Merz.

«Es wird einem mangelnde Führung vorgeworfen, wenn man nicht sofort reagiert»: Hans-Rudolf Merz.
Bild: Keystone

Nach den Querelen im Steuerstreit traf sich Hans-Rudolf Merz Ende Juni mit Peer Steinbrück und sagte, er habe im deutschen Finanzminister einen neuen Freund gefunden. Untermauert wurde die neue Freundschaft durch Bilder, auf denen Rudolf Merz lächelnd zu Peer Steinbrück aufschaut. In einem Interview mit der «Aargauer Zeitung» erklärt Merz nun, er sei falsch zitiert worden. «Steinbrück ist kein Freund», so der Finanzminister knapp. «Ich habe ihm klar zu verstehen gegeben, dass es allein um ein Sachthema geht.» Er habe die Schweizer Interessen vertreten, Steinbrück diejenigen Deutschlands.

Merz glaubt, richtig gehandelt zu haben

Auf die Frage, ob er als Bundespräsident die Erwartungen hinsichtlich Führung in der Krise erfüllt habe, sagt Merz: «Ich glaube schon.» Es sei nicht immer einfach gewesen, doch habe er den Eindruck, dass der Bundesrat zum richtigen Zeitpunkt richtig entschieden habe. «Wo immer Krisen sind, haben die Menschen eine verstärkte Sehnsucht nach Führung.» Trotzdem müsse zielgerichtet und zum richtigen Zeitpunkt gehandelt werden, was bisweilen Geduld verlange. «Darum wird einem mangelnde Führung vorgeworfen, wenn man nicht gerade sofort reagiert.»

Einer Reform der Regierung ist Merz darum nicht abgeneigt. So sei der Bundespräsident, der die Schweiz im Ausland repräsentiere, lediglich ein Jahr im Amt, was im Ausland nicht immer verstanden werde. «Der Schweizer Bundespräsident wird oft als Exot betrachtet, weil unser Präsidium ständig wechselt.» Merz selber will diese Reform jedoch nicht anstossen – das «intensive Präsidium» und «die wichtigen Geschäfte im Finanzdepartement» nehmen ihn voll in Anspruch. Bundesräin Eveline Widmer-Schlumpf werde sich im Sommer Gedanken über eine solche Reform machen. (cha)

Erstellt: 08.07.2009, 12:33 Uhr


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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.