«Menschenrechte auch für Zwitter»

Vor dem Inselspital in Bern hat eine Gruppe gegen Zwangsoperationen an Intersexuellen protestiert. Anlass waren Aussagen von zwei Ärzten.

Demo gegen Zwangsoperationen: Daniela Truffer und andere Mitglieder von der Gruppe Zwischengeschlecht in Bern.

Demo gegen Zwangsoperationen: Daniela Truffer und andere Mitglieder von der Gruppe Zwischengeschlecht in Bern. Bild: Keystone

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Rund zehn Mitglieder der Gruppe Zwischengeschlecht.org haben am Sonntag vor dem Berner Inselspital für ein Ende von Zwangsoperationen an Intersexuellen demonstriert. Auf einem Transparent stand «Menschenrechte auch für Zwitter». In einem dem Spital übergebenen offenen Brief kritisierten sie Aussagen von zwei Berner Ärzten. Einer der Ärzte des Inselspitals habe kürzlich erklärt, es sei bei Kindern wichtig, bezüglich Geschlecht möglichst in den beiden ersten Lebensjahren zu einer Entscheidung zu kommen, heisst es in dem auch den Medien verschickten Brief.

Der andere Berner Arzt erklärte, am Inselspital würden keine Zwangsoperationen von Intersexuellen - auch Zwitter genannt - durchgeführt. Bei Mädchen mit einem adrenogenitalen Syndrom - einem Überschuss an männlichen Hormonen - werde aber wegen des sozialen Stigmas die oft vergrösserte Klitoris verkleinert.

Gruppe fordert Selbstbestimmung

Die Gruppe Zwischengeschlecht.org setzt sich dafür ein, dass die Betroffenen selber entscheiden können, wie sie ihr Leben führen wollen. Operationen zerstörten oft das sexuelle Empfinden und sorgten für viel Leid. Laut der Internetseite der Organisation kommt etwa jedes 2000. Kind mit einem uneindeutigen Geschlecht zur Welt. (vin/sda)

(Erstellt: 16.08.2009, 15:44 Uhr)

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