Massiv mehr Baubewilligungen – vor allem auf dem Land

Aktualisiert am 08.03.2010 15 Kommentare

In der Schweiz wird gebaut und gebaut, allerdings auf dem Land und weniger in den Agglomerationen. Die Zahl der Baubewilligungen nahm um 19 Prozent zu.

Vor allem in den Dörfern entsteht mehr Wohnraum: Neubausiedlung in Zuoz GR.

Vor allem in den Dörfern entsteht mehr Wohnraum: Neubausiedlung in Zuoz GR.
Bild: Keystone

Insgesamt zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) im vierten Quartal neu erteilte Baubewilligungen für 13'250 Wohnungen, 19 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Ein Anstieg der Baubewilligungen wurde vorab in kleinen Gemeinden mit bis zu 2000 Einwohnern verzeichnet, wo der Bau von fast 43 Prozent mehr Wohnungen bewilligt wurde als im vierten Quartal 2008. Übers ganze Jahr hinweg gesehen stieg die Zahl der neu bewilligten Wohnungen in den Kleinstgemeinden um 13 Prozent, wie das BFS am Montag mitteilte.

Anstieg in Genf

Gegen Ende Jahr stieg die Zahl der Baubewilligungen für Wohnungen zwar auch in den Städten wieder deutlich um 26 Prozent, die Jahresbilanz fällt aber mit einem Rückgang von 3 Prozent negativ aus. Besonders in den Agglomerationen von Basel, Bern und Zürich sank 2009 die Zahl der bewilligten Wohnungen, derweil sie in Genf deutlich anstieg.

Schweizweit höher war Ende 2009 im Vergleich zum Vorjahr auch die Zahl der Wohnungen, die sich im Bau befanden. Sie lag mit 63'544 gegen 13 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Wohnbau hat sich dabei sowohl in kleinen als auch in grossen Gemeinden intensiviert, in Kleinstgemeinden mit bis zu 2000 Einwohnern um über 17 Prozent und in Städten um über 11 Prozent.

Viele neue Wohnungen in Dörfern

Allerdings werden nicht in allen Agglomerationen mehr Wohnungen gebaut. Das BFS weist ein Anstieg der Wohnbautätigkeit namentlich in der Agglomeration Lausanne (+11 Prozent) und im Grossraum Basel (+5 Prozent) aus, wogegen im Raum Bern sich fast ein Viertel weniger Wohnungen in Bau befanden als Ende 2008.

Stagniert hat schliesslich die Zahl der im vierten Quartal fertig gestellten Wohnungen. Ingesamt konnten von Oktober bis Dezember 11'120 Wohnungen bezogen werden. Neue Wohnungen entstanden vorab in kleinen Gemeinden, derweil in den fünf grossen Agglomerationen im Vergleich zum Vorjahr weniger Wohnungen bezogen werden konnten. (sam/sda)

Erstellt: 08.03.2010, 12:04 Uhr

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15 Kommentare

Hans Meier

08.03.2010, 11:47 Uhr
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Mich erstaunt, dass so viel in den Bergen gebaut wird - ich dachte, man wollte keine "leeren" Wohnungen in vielen z.B. Kurorten in der Schweiz? Irgendwie ist diese Strategie nicht nachvollziehbar! Antworten


beat buerki

08.03.2010, 11:54 Uhr
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herr hauser, das kann ich ihnen sagen. ich hatte genug von der mietabzocke und dem ewigen lärm meiner nachbarn, gegen das weder vermieter noch polizei etwas macht, deswegen habe ich mir für meine familie ein haus gebaut. gleich geht es mehreren kollegen in meinem bekanntenkreis. nichts mit einwanderung, nachwuchs und damit ahv-sicherung.... Antworten



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