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Markwalder soll Sommaruga im Ständerat ersetzen

Aktualisiert am 03.11.2010 8 Kommentare

Die FDP schickt Christa Markwalder ins Rennen um den freien Sitz im Ständerat. Um ihre Wahlchancen zu verbessern, rückte die Nationalrätin ihr umstrittenes Engagement für Europa in den Hintergrund.

Soll für Simonetta Sommaruga in den Ständerat: Berner FDP-Nationalrätin Christa Markwalder.

Soll für Simonetta Sommaruga in den Ständerat: Berner FDP-Nationalrätin Christa Markwalder.
Bild: Keystone

Nationalrätin Christa Markwalder soll für die FDP den freien Berner Sitz im Ständerat erobern. Die Delegierten der bernischen Kantonalpartei nominierten sie am Mittwochabend in Langenthal für die Ersatzwahl vom kommenden Februar. Markwalder setzte sich in geheimer Wahl mit 144 gegen 53 Stimmen gegen Grossrätin Corinne Schmidhauser durch. Die frühere Skirennfahrerin ist Vizepräsidentin der Kantonalpartei und hatte sich erst nach dem offiziellen Anmeldeschluss zur partei-internen Bewerbung durchgerungen. Das sorgte in der Partei für Missstimmung.

Der Ständeratssitz ist durch die Wahl von Simonetta Sommaruga in den Bundesrat frei geworden. Die SP will das Mandat mit Nationalrätin Ursula Wyss verteidigen, die SVP hat Nationalrat Adrian Amstutz ins Rennen geschickt. Der erste Wahlgang findet am 13. Februar 2011 statt.

Markige Worte

Markwalder eröffnete in Langenthal bereits den Wahlkampf: Die FDP biete den Stimmberechtigten «eine Alternative zum rechten Hardliner aus Sigriswil und zur linken Umverteilungspolitikerin aus Bern».

Zugleich bemühte sich Markwalder darum, ihr eigenes Profil zu schärfen: Ihr partei-intern umstrittenes Engagement für Europa rückte sie in den Hintergrund und hob dafür unter anderem den Einsatz für eine Gesundung der Sozialwerke hervor.

Vergeblich wies Regierungsrat Hans-Jürg Käser in der Debatte auf die Qualitäten von Schmidhauser hin, die als liberale und unabhängige Persönlichkeit für den bilateralen Weg einstehe. Als Spitzensportlerin habe sie überdies kämpfen gelernt.

Schneider-Ammanns mahnende Worte

Der Berner FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann beteiligte sich nicht an der Diskussion. Er hatte die Delegiertenversammlung nach einem Grusswort wieder verlassen. Dabei hatte er Medien- Spekulationen zurückgewiesen, wonach er hinter den Kulissen zusammen mit Regierungsrat Käser für die Kandidatur Schmidhauser geweibelt habe.

«Es gibt keine Langenthaler Connection», betonte Schneider- Ammann, der wie Käser aus der Oberaargauet Metropole stammt. Er rief die Delegierten zu einer «fairen, sauberen Ausmarchung» auf. Ziel der Berner Freisinnigen müsse sein, spätestens im kommenden Herbst wieder einen Sitz im Ständerat zu haben.

Zwei Ja-Parolen

Die FDP fasste am Mittwoch auch die Parolen für zwei kantonale Vorlagen. Mit 194 zu 2 Stimmen sagten die Delegierten Ja zum Ersatz des Atomkraftwerks Mühleberg. Die Vorlage kommt im Februar vors Volk.

Mehr zu reden gab der Volksvorschlag, der den obligatorischen Gebäude-Energieausweis und eine Förderabgabe auf Strom im neuen Energiegesetz verhindern will. Die Delegierten fassten die Ja-Parole mit 150 zu 45 Stimmen bei 4 Enthaltungen. Das Volk entscheidet am 15. Mai. (tan/sda)

Erstellt: 03.11.2010, 23:29 Uhr

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8 Kommentare

vera schlittler

04.11.2010, 07:57 Uhr
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Christa Markwalder in den Ständerat ! Die FDP kann sich glücklich schätzen mit Fru Markwalder eine Politikerin zu haben die seriös und lösungsorientiert arbeitet. Ihre arbeit in den verschiedensten Kommissionen wird über die Parteigrenzen hinaus sehr geschätzt. Ihre Meinung zur EU Frage ist eines, aber ihre Arbeit für den Stand Bern ist etwas ganz anderes. Mit Markwalder kann Bern nur gewinnen. Antworten


Clemens Nyffeler

04.11.2010, 00:16 Uhr
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Die beste Politikerin der Schweiz! Schade dass man sein Engagement für die EU verstecken muss, um Wahlchancen zu haben. Antworten




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