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Markanter Anstieg beim Bankkarten-Skimming

Von Jan Derrer. Aktualisiert am 06.05.2011 35 Kommentare

In der Schweiz hat in den letzten Monaten das «Skimming» stark zugenommen. Betrüger manipulieren Bancomaten und stehlen PIN-Codes und Kartendaten.

Kennt die Tricks der Datendiebe und weiss, wie man sich schützt: Cornelia Schuoler von der Kantonspolizei Zürich. (Video: Jan Derrer)

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Wer am Bancomaten, an der Tanksäule oder an einem SBB-Billettautomaten eine Bankkarte benutzt, kann leicht zum Opfer von Skimming werden. «To skim» heisst auf Englisch «absahnen» oder «abschöpfen». Beim Skimming verwenden die Täter einen Kartenleser, der am Automaten über dem bestehenden Kartenschlitz angebracht wird. Der manipulierte Leser kopiert die Daten, die sich auf dem Magnetstreifen der Bankkarte befinden. Eine Minikamera filmt die Eingabe des PIN-Codes. Mit den vom Magnetstreifen kopierten Daten stellen die Täter eine Kopie der Karte her und plündern damit das Konto.

«Seit März kamen bis zu 14 Skimming-Fälle pro Woche zur Anzeige», sagt Markus Melzl von der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt. «Vermutlich ist die tatsächliche Zahl höher. Die Banken erstatten das Geld zurück, somit sehen viele Betroffene keinen Grund zur Anzeige.» Auch in Zürich ist das Skimming ein Problem. Cornelia Schuoler, Mediensprecherin der Kantonspolizei Zürich: «Eine Statistik führen wir zwar nicht. Aber wir stellen in den letzten Wochen und Monaten eine markante Zunahme von Skimming-Fällen fest.»

Keine nationale Statistik

Laut Danièle Bersier vom Bundesamt für Polizei (Fedpol) gibt es keine nationale Skimming-Statistik. Denn für diese Delikte bestehe für die kantonalen Strafverfolgungsbehörden keine Meldepflicht. Aber auch auf Bundesebene ist die Zunahme der Skimming-Fälle spürbar: «Was wir sagen können ist, dass die von Fedpol in diesem Deliktsbereich bearbeiteten Anfragen von und nach dem Ausland in letzter Zeit angestiegen sind.»

Obwohl die Täter raffinierte Technik verwenden, können sich die Automatenbenutzer schützen. «Wichtig ist, dass man die PIN-Eingabe mit der Hand gründlich abdeckt», rät Cornelia Schuoler. Markus Melzl empfiehlt, am Karteneinzug zu rütteln und zu prüfen, ob er lose ist.

385'000 Franken erbeutet

Im April schloss die Kantonspolizei Zürich das Ermittlungsverfahren gegen vier Kriminaltouristen aus Bulgarien ab, die mit Skimming 385'000 Franken erbeutet haben. Insgesamt wurden dem Quartett 25 Skimming-Attacken nachgewiesen. Im Video zeigt Cornelia Schuoler, wie die Täter an die Daten gekommen sind. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.05.2011, 10:25 Uhr

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35 Kommentare

Peter Kolb

06.05.2011, 12:21 Uhr
Melden 34 Empfehlung

Trotz High Tech Kameras ist es nicht möglich die Täter beim Einrichten solcher Anlagen auf Video fest zu halten? Bedenklich. Antworten


Stefan Müller

06.05.2011, 10:36 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Sie beschreiben eine alte Generation von Skimming. Mittlerweile wird sogar die Eingabe des Codes mittels Manipulation der Eingabetastatur aufgezeichnet. Ein Abdecken der Tastatur bringt bei dieser Manipulation gar nichts! Rütteln am Eingabeschlitz für die Karte deckt aber jedes Skimming auf.... Antworten




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