Libyen-Krise: Eklat in Moskau
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Wortgefecht in Moskau
«Libyen hat stets nach Lösungen gesucht», erklärte der libysche Botschafter Amer al-Arabi Garib in Moskau gegenüber der Presse. Tripolis sei überrascht gewesen, dass es zur Eskalation gekommen sei. al-Arabi Garib hatte zu einer Pressekonferenz geladen, um den Standpunkt von Tripolis in der Krise mit der Schweiz den russischen Medien zu erklären.
Dabei kam es zu einem Wortgefecht mit Felix Baumann, dem Vertreter der Schweizer Botschaft in Moskau, der an der Pressekonferenz anwesend war. «Die Schweiz kann diese Vorwürfe nicht akzeptieren. Die Schweiz hat sich stets an die Vereinbarungen gehalten», erklärte Baumann den Medienvertretern. Daraufhin eskalierte die Situation. «Welche Fragen wollen sie Stellen? Stellen sie eine Frage. Wenn sie den Standpunkt der Schweiz vertreten wollen, dann machen sie doch selbst eine Pressekonferenz», erwiderte der libysche Botschafter entnervt.
Zuvor hatten libysche Botschafter bereits in andern Städten Medienkonferenzen zu den Differenzen mit der Schweiz organisiert, darunter in Genf.
Calmy-Rey in Berlin
Derweil hat sich Bundesrätin Micheline Calmy-Rey in Berlin überraschend mit ihrem deutschen Amtskollegen Guido Westerwelle getroffen. Neben bilateralen und internationalen Themen wurden auch die aktuellen Probleme zwischen der Schweiz und Libyen erörtert. Dies teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit. Die Freilassung des seit über anderthalb Jahren in Libyen festgehaltenen Schweizers Max Göldi stehe im Zentrum der Bemühungen des EDA, hiess es weiter. Die Schweiz arbeite weiterhin daran, mit diplomatischen Mitteln eine konstruktive Lösung zu finden.
(jak)
Erstellt: 16.03.2010, 20:59 Uhr
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