Schweiz

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Kommentar: SVP-Ticket setzt die Konkurrenz unter Zugzwang

Von Adrian Zurbriggen. Aktualisiert am 02.12.2011 5 Kommentare

Lange sah es für die SVP in diesem Bundesratspoker gar nicht gut aus. Das gestern Donnerstag präsentierte Zweierticket ist nun aber ein Befreiungsschlag für die SVP.

Nachrichtenchef Adrian Zurbriggen zum SVP-Bundesratsticket.

Artikel zum Thema

Stichworte

Blog

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Jakob wie? Heinz wer? Lange sah es für die SVP in diesem Bundesratspoker gar nicht gut aus. Die profilierten Köpfe nahmen sich allesamt selbst aus dem Rennen, weil sie wie Caspar Baader und Adrian Amstutz als Hardliner realistischerweise keine Wahlchance sahen oder weil sie wie Peter Spuhler und Roland Eberle ihre persönliche Zukunft anders geplant haben. Jene SVPler, die an den Start gingen, waren, Pardon, Leichtgewichte, welche die Konkurrenz am 14.Dezember locker hätte übergehen können.

Das gestern Donnerstag präsentierte Zweierticket ist ein Befreiungsschlag für die SVP. Indem sie mit Bruno Zuppiger den Sitz von Eveline Widmer-Schlumpf attackiert, stehen plötzlich wieder die Parteien der Mitte-links-Koalition unter Rechtfertigungszwang: Gegen diesen Kandidaten können Linke und CVP nichts haben, sie selbst wollten ihn 2008 gegen Christoph Blocher ins Rennen schicken. Zudem erfüllt er all die Vorgaben, welche die Konkurrenz an einen SVP-Kandidaten stellt: Er stammt nicht aus dem innersten Machtzirkel der Partei, ist für die Personenfreizügigkeit und gilt als kompromissfähig – kurz und knapp: Er ist konkordant.

Nun stehen CVP, BDP und SP vor dem Konkordanztest – seit gestern gibt es keine Ausreden und kein Kritteln an den SVP-Kandidaten mehr. Nehmen BDP und CVP die Konkordanz ernst, müssen sie rasch offenbaren, auf welche verbindliche Weise sie zusammenarbeiten und den zweiten FDP-Sitz ins Visier nehmen wollen. Bleibt diese Klärung aus, steht die SP unter Zugzwang, schliesslich hat ihr Präsident ein CVP-BDP-Zusammengehen im Namen der Konkordanz gefordert. Finden sich CVP und BDP nicht, muss die SP, will sie glaubwürdig bleiben, Eveline Widmer-Schlumpf fallen lassen.

Mail: adrian.zurbriggen@bernerzeitung.ch
Diskussion: blog.bernerzeitung.ch/leserblog (Berner Zeitung)

Erstellt: 02.12.2011, 11:26 Uhr

5

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

5 Kommentare

Paul Wey

02.12.2011, 12:45 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Eine Fusion (Union, Kooperation, Absichtserklärung) zwischen BDP und CVP nach den Wahlen, nur mit dem Ziel EWS Wiederwahl zu rechtfertigen, ist eine Mogelei. Dieses Zusammengehen hätte unbedingt vor den Wahlen bekannt gemacht werden müssen. Viele BDP-Wähler in BE und GR sind mit einer solchen Fusion überhaupt nicht einverstanden und hätten sie es vor den Wahlen gewusst eine andere Partei gewählt. Antworten


paul rohner

02.12.2011, 14:04 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Da hat der Nachrichtenchef Zurbriggen tief in die Glaskugel geschaut. Ein zusammen politisieren der CVP und BDP wurde vor den Wahlen so heftig in Abrede gestellt, dass denkende Wähler die Sache durchschaut haben sollten. Bei Eintreffen der klar in Abrede gestellten Abmachung dürfen die enttäuschten Wähler, sehr geehrter Herr Wey, sich selbst an der Nase nehmen. Denken vor Handeln ist erlaubt. Antworten




Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

FÜR IHRE FREIZEIT

Für Ausgehtipps in der Region, nutzen Sie einfach unsere Agenda.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.