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Jetzt ist Schluss mit Ausreden

Aktualisiert am 11.11.2009

Bundesrat Ueli Maurer will das Verschieben von Wiederholungskursen der Armee erschweren – um Geld zu sparen.

Höchstens zwei Mal kann der Dienst verschoben werden, schlägt Ueli Maurer vor: Panzergrenadiere in Thun.

Höchstens zwei Mal kann der Dienst verschoben werden, schlägt Ueli Maurer vor: Panzergrenadiere in Thun.
Bild: Keystone

Das Verschieben von Wiederholungskursen soll schwieriger werden, wie Bundesrat Ueli Maurer am Mittwoch mitteilte. Dies, weil sich immer mehr nicht absolvierte Diensttage anhäufen und so Kosten verursachen. Maurer schlägt vor, den WK nur noch zwei Mal innerhalb einer Karriere verschieben zu können.

Denkbar wäre für den Verteidigungsminister auch ein Bonus von einigen Diensttagen für Armeeangehörige, die alle Dienstleistungen aneinander absolvieren, wie er am Mittwoch in der Sendung «Echo der Zeit» von Schweizer Radio DRS sagte.

Ausgeglichenere Belegung der Infrastruktur

Zurzeit seien es die Kantone, die über Verschiebungsgesuche entscheiden. «Das grenzt manchmal fast an Willkür, wie verschoben wird», kritisierte Maurer. Den Kantonen die Kompetenz in dieser Sache entziehen will der Verteidigungsminister allerdings nicht.

Mit einer restriktiveren Verschiebungspraxis will Maurer eine ausgeglichene Belegung der Infrastruktur erreichen - und Kosten sparen. Denn die angesammelten Diensttage müssen nun jeweils in den kommenden Jahren abgebaut werden.

«Vielleicht 100, vielleicht 200 Millionen»

In seinem Voranschlag zum Budget 2010 schreibt der Bundesrat denn auch, dass die «unerwartet höhere Anzahl Diensttage (rund 6,4 Millionen pro Jahr)» die «wesentlichen Treiber der Aufwendungen im Zusammenhang mit dem logistischen Betrieb der Infrastruktur sowie der Bereitstellung von Systemen und Material» seien.

wie viel mit dem erschwerten Verschieben von WKs eingespart werden könnte, kann Maurer nicht genau sagen. Das Sparpotenzial werde aber unterschätzt, sagte er. «Vielleicht sind es 100, vielleicht auch 200 Millionen Franken.» (oku/sda)

Erstellt: 11.11.2009, 19:45 Uhr


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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.