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Jetzt fordern weitere Länder die gestohlenen Bankdaten

Von Markus Diem Meier. Aktualisiert am 03.02.2010

Die CD mit den geraubten Bankdaten ist heiss begehrt. Auch andere europäische Länder wollen Kopien davon. Moralische Bedenken plagen auch sie nicht.

Weitere Regierungen wollen an die Daten: Die Premiers Werner Faymann (Österreich), Jan Peter Balkenende (Holland) und Yves Leterme (Belgien).

Weitere Regierungen wollen an die Daten: Die Premiers Werner Faymann (Österreich), Jan Peter Balkenende (Holland) und Yves Leterme (Belgien).
Bild: Keystone

Die Probleme der Schweiz im Zusammenhang mit der gestohlenen CD mit Bankdaten bleiben nicht auf Deutschland beschränkt. Bereits fordern weitere europäische Länder Kopien der Datensätze, die die deutsche Regierung zu kaufen bereit ist. Moralische Bedenken oder Sorgen um die Beziehungen zur Schweiz scheinen sich dabei nirgendwo zu zeigen.

Das gilt zum Beispiel für den unmittelbaren Nachbarn Österreich. Dort erklärte ein Vertreter des Finanzministeriums der Zeitung «Der Standard», sowohl Ankauf wie Auswertung solcher Daten seien in Österreich legal. Die Regierung habe ein grosses Interesse an den Daten, wenn sich auch Informationen zu Steuerflüchtlingen aus Deutschland unter den Daten befinden. In diesem Fall sei Deutschland ohnehin zur Amtshilfe verpflichtet.

Auch Benelux-Staaten sind interessiert

Ähnliches ist bereits auch aus Belgien und Holland zu hören. Die belgische Zeitung «De Standaard» berichtete, die Regierung sei an Kopien der CD interessiert. Diese selbst wollte den Zeitungsbericht allerdings nicht kommentieren.

Auch die niederländische Regierung bestätigte laut einem Bericht von «Reuters» ihr Interesse an den Daten auf der gestohlenen CD. Wenige Stunden zuvor veröffentlichte die Regierung Zahlen zum Erfolg der letztjährigen Amnestie für Steuersünder. Ein Drittel aller dabei aufgedeckten Konten haben sich laut der Veröffentlichung in der Schweiz befunden. Die Gesamtsumme der gemeldeten Konten belief sich auf 2,15 Milliarden Euro. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.02.2010, 13:01 Uhr


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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.