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Jedes dritte Kind ist falsch angeschnallt

Aktualisiert am 13.10.2009

Die Zahl der Unfälle mit ungesicherten Kindern im Auto ist rückläufig. Doch noch immer wissen viele Eltern nicht, wie sie den Kindersitz im Auto richtig handhaben müssen.

In der Schweiz werden viele Kinder im Auto nicht richtig gesichert: Verkehrsunterricht für Schülerinnen und Schüler.

In der Schweiz werden viele Kinder im Auto nicht richtig gesichert: Verkehrsunterricht für Schülerinnen und Schüler.
Bild: Keystone

Nur selten kommt es wegen falsch angeschnallter Kinder zu einem tragischen Unfall wie in Zürich, wo der dreijährige Jasin die Gurte seines Kindersitzes lösen konnte, die Türe öffnete, aus dem Auto fiel und überfahren wurde. Letztes Jahr wurden gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung 44 Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren bei einem Autounfall verletzt, weil sie nicht gesichert waren. 8 davon erlitten schwere Verletzungen.

Gegenüber 2000 ist das ein massiver Rückgang: Damals gab es noch 146 verletzte Kinder und 2 Todesfälle. Für Toni Keller, Projektleiter Kindersicherheit beim Touring Club Schweiz (TCS), ist das ein schwacher Trost: «Über die letzten zehn Jahre gesehen, gehen die Zahlen zwar zurück, doch es sind immer noch zu viele Eltern, die entweder nachlässig sind oder den Sitz nicht richtig handhaben», sagt er gegenüber der «Aargauer Zeitung». Jedes dritte Kind sei falsch angeschnallt.

Anbei die wichtigsten Tipps, damit ein Kind sicher im Kindersitz mitfährt:

  • Sitz richtig und fest montieren: Der Kindersitz muss fest mit dem Auto verbunden sein. Bei Kleinkindern (bis 13 Kilogramm) eine Babyschale rückwärts montieren und mit dem Gurt zusätzlich befestigen. Kinder müssen bis zum Alter von sieben Jahren mit einem Sitz gesichert werden. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung rät, Kinder bis 12 Jahre oder unter 1 Meter 50 zu sichern.
  • Den Sitz nicht zu früh wechseln: In einem zu grossen Sitz kann das Kind nicht richtig befestigt werden. Bei Kleinkindern den Sitz erst wechseln, wenn der Kopf über die Schale herausragt.
  • Jacke ausziehen: Hat das Kind eine Jacke angezogen, liegt der Gurt nicht direkt am Körper. Er besteht die Gefahr, dass es aus dem Gurt rutschen kann.
  • Kindersitz muss auf der Rückbank montiert werden: Der TCS rät davon ab, den Kindersitz auf der Beifahrerseite zu montieren, da dies den Fahrer ablenken kann.
  • Kinder beschäftigen: Damit Kinder nicht auf die Idee kommen, den Gurt zu öffnen, sollte man sie beschäftigen – etwa mit Geschichten oder Spielsachen.
(cha)

Erstellt: 13.10.2009, 08:52 Uhr


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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.