Islam-Prediger kommt trotzdem
(Quelle: YouTube)
«Wir haben eine Überraschung parat»: Pierre Vogel.
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Er werde auf jeden Fall da sein, erklärte der Islam-Prediger in einem Videobeitrag auf seiner Internetseite. Er sei von den Behörden nicht kontaktiert worden, sagte Vogel. Aber falls wirklich eine Einreisesperre gegen ihn verhängt worden sei, werde man Wege finden. «Wir haben eine Überraschung parat.» Vielleicht würden sie auch kurz eingesperrt, das sei aber Berufsrisiko.
Bei der Kundgebung gehe es darum, dass die Hetze gegen die Muslime und den Islam gestoppt würden, damit es hier nicht zu einem Blutvergiessen komme. Gemäss Vogel geht es darum, das Wasser zu ergreifen, um das gelegte Feuer wieder zu löschen. Denjenigen Nichtmuslimen, die in eine Islamophobie hineinversetzt worden seien, müsse das wahre Bild gezeigt werden.
Unverzüglich weggewiesen
Mit einer Einreisesperre gegen seine Person würden die Menschenrechte mit Füssen getreten. Es gehe nicht an, ihm die Meinungsfreiheit zu verbieten, weil dies angeblich zu inneren Unruhen führe. Dass ihm die Einreise verweigert werde und ihm diese Massnahme nicht mal mitgeteilt worden sei, zeige den Charakter dieser Leute, erklärte der ehemalige Profi-Boxer. Die Schweizer Behörden disqualifizierten sich damit selbst. Vogel, der sich auch Abu Hamza nennt, ist ein zum Islam konvertierter muslimischer Prediger.
Wie das Bundesamt für Migration (BFM) am (gestrigen) Donnerstag bestätigte, darf Vogel aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nicht in die Schweiz einreisen. Das BFM habe gemeinsam mit der Fremdenpolizei der Stadt Bern eine Lagebeurteilung vorgenommen und sich gestützt auf diese Lagebeurteilung und auf geltendes Recht für eine Einreisesperre entschieden. Sollte Vogel trotzdem einreisen, werde er von der Fremdenpolizei unverzüglich weggewiesen.
Die Kundgebung sei kontraproduktiv
Die Kundgebung vom (morgigen) Samstag selbst ist laut dem Berner Polizeiinspektorat bewilligt worden. Nicht unterstützt wird sie von der Föderation Islamischer Dachverbände der Schweiz (FIDS). Die Organisatoren seien ihm nicht bekannt, sagte FIDS-Präsident Hisham Maizar auf Anfrage. Die Kundgebung sei kontraproduktiv. Sie komme ihm sinnlos und überstürzt vor und habe weder ein Ziel noch ein Konzept, erklärte Maizar. (sam/ap)
Erstellt: 11.12.2009, 20:44 Uhr
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